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Pressemitteilung

Konsumenten sehen "TV 2.0" skeptisch - UID befragt Nutzer von interaktivem Fernsehen

(PM) , 19.08.2008 - Das Fernsehen der Zukunft ist interaktiv. Doch obwohl die technischen Mglichkeiten die Fernsehnutzung revolutionieren knnen, scheint festzustehen: Der Zuschauer lehnt sich lieber zurck und will von "Mitmach-Fernsehen" nichts wissen. Das zeigt eine Studie der User Interface Design GmbH (UID), die das Unternehmen anlsslich der Internationalen Funkausstellung (IFA) 2009 in Berlin vorstellt.

Nach den Nachrichten direkt zum Blog der Redaktion surfen? Mit interaktivem, digitalem Fernsehen technisch kein Problem. Denn ber eine Set-Top-Box mit Rckkanal findet ein Austausch zwischen dem Zuschauer und dem Anbieter eines Programms statt. Die persnlichen Vorlieben und mglichen Fernsehformen von Nutzern des digitalen Angebots zeigt jetzt eine Studie der User Interface Design GmbH (UID). In den drei untersuchten Bereichen Set-Top-Boxen, interaktive Dienste und Medienverhalten sprte die Studie eine groe Kluft zwischen den technischen Mglichkeiten und den tatschlichen Bedrfnissen des Konsumenten auf.

+++ Set-Top-Boxen: Erfolgserlebnis berstrahlt Mhe +++
Bereits der erste Schritt zum digitalen Fernsehen ist oft eine groe Hrde: Die Hlfte der befragten Set-Top-Boxen-Besitzer hatten Probleme beim Aufstellen und Einrichten des Angebots. Besonders oft kritisiert: Die unverstndliche oder irrefhrende Bedienungsanleitung. Einigen Nutzern konnte erst die Hotline helfen. Trotzdem bewerteten die Befragten diesen ersten Schritt tendenziell positiv. Denn die Freude ber ein erstmalig laufendes Programm berstrahlt vorherige Mhen. "Bei Set-Top-Boxen zhlt der erste Eindruck, das 'Out-of-the-Box-Erlebnis'. Mit relativ wenig Aufwand knnen Hersteller hier ein hochwertiges Nutzungserlebnis schaffen. Kleine Hilfestellungen befreien den Nutzer oft von einer Menge Arbeit und unntiger Frustration", so Franz Koller, UID-Geschftsfherer und Manager Consumer Solutions.

+++ Interaktive Dienste: "Es gibt kein TV 2.0" +++
Der kostenlose elektronische Programmfhrer (EPG) ist die zentrale Schaltstelle. Er verbindet den Zuschauer mit dem digitalen Angebot. Mit dem EPG informiert er sich, whlt das Programm und koordiniert Aufnahmen. Dabei muss der EPG attraktiv aussehen und in Kombination mit der Fernbedienung intuitiv und schnell bedienbar sein. Die Befragten gaben an, dass ein gut bedienbarer EPG durchaus die Fernsehzeitung ersetzen kann. Als einziges Element des digitalen Fernsehens hat sich der EPG in den Wohnzimmern wirklich durchgesetzt und ist nun wichtigster Bestandteil des Fernseherlebnisses.

Anders die Dienste aus dem Web-2.0-Umfeld: Nachrichten an Freunde zu schicken oder Sendungen zu bewerten ist fr die Teilnehmer der Studie schwer vorstellbar. Diese interaktiven Dienste werden von der Mehrheit abgelehnt. Franz Koller fasst das Ergebnis zusammen: "Die Studie zeigt, dass es ein „TV 2.0“ zunchst schwer haben wird. Obwohl das Nutzungserlebnis des digitalen Fernsehens immer mehr dem Computer gleicht, herrscht aus Sicht des Nutzers eine klare Trennung zwischen beiden Medien."

+++ Medienverhalten: Schlechte Nachrichten fr Quizshows +++
Entgegen der Erwartungen der UID-Experten lehnen die Befragten eine Interaktion bei Quizshows und Shopping-Kanlen stark ab. Die hchste Bereitschaft sich interaktiv mit dem Fernsehinhalt zu beschftigen, findet sich bei Serien und Filmen. Allerdings haben es die Anbieter von digitalen Inhalten schwer, den Nutzer berhaupt zu einer Aktion zu verleiten. Die Teilnehmer der Studie erwarten und wnschen zwar ein Zusammenwachsen von Internet und Fernsehen, beharren aber stark auf ihrer eher passiven Rolle. "Die erweiterten Funktionen des Fernsehers mssen noch einfacher sein als der Medienkonsum im Internet – eine Herausforderung, die nur mit Experten fr Usability zu meistern ist", so Tobias Limbach, Leiter der Studie.

+++ Vorerst reichen die Grundlagen +++
Digitales, interaktives Fernsehen bietet groe Chancen. Oberstes Ziel der Anbieter sollte sein, eine hchst intuitive Kombination zwischen Fernbedienung und elektronischem Programmfhrer zu schaffen. Dies ist die "Schaltzentrale" des neuen Fernsehens, hier wird das Nutzungserlebnis mageblich gebildet. Der Nutzer hat so die Kontrolle ber sein individuelles Programm – mehr wird zur Zeit nicht gefordert.

Um zu dieser Einschtzung zu kommen befragte UID 26 Personen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren. Die Teilnehmer verfgen ber einen ISDN- oder DSL-Internetzugang und besitzen eine Set-Top-Box fr digitales Fernsehen. Durchgefhrt wurde die Studie in den Mnchner Teststudios des Spezialisten fr Usability, Software und Design.
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