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Pressemitteilung

Spinnen ist Pflicht!

(PM) Mnchen, 17.02.2010 - So lautete ein Vortrag von Anke Meyer-Grashorn im Presseclub Mnchen.Hinter dem „Spinnen“ steckt kurz und knapp das Finden neuer Ideen/ Innovationen im eigenen Unternehmen oder fr Kunden. Innovationen entstehen oft aus Ideen, die ein Einzelner mutig ins Unternehmen trgt und andere mit seiner Idee ansteckt, so dass diese auch umgesetzt wird. Anke Meyser-Grashorns Aufruf gilt allen Unternehmen, regelmig zu spinnen, um wettbewerbsfhig und erfolgreich zu bleiben. Denn Spinnen tut nicht weh, sondern hilft, Ideen im Unternehmen sichtbar zu machen.

Ideen sind der Motor eines Unternehmens. Das belegt jhrlich eine Umfrage des Deutschen Instituts fr Betriebswirtschaft (dib) bei deutschen Unternehmen, die bereits ein institutionalisiertes Ideenmanagement besitzen. Der Wert der Verbesserungs-vorschlge bei den 277 befragten Unternehmen in 2008 betrug 1,55 Milliarden Euro. Die Deutsche Post liegt mit jhrlich circa 200.000 eingereichten Ideen mit einem Wert von 260 Mio. Euro auf Platz 1. Dabei zhlt jeder Verbesserungsvorschlag: Ideen knnen ganz klein sein, manchmal ganz gro. Sie entstehen durch Brainstorming am runden Tisch, im Gesprch mit Kollegen, Partnern oder Kunden, im Kopf eines Einzelnen, whrend er einen Spaziergang macht oder sogar im Schlaf. Jeder Mensch hat seine eigene Methode, wie er auf Neues bzw. die Lsung eines Problems kommt.
Kreativitt ist dabei gar nicht gefragt. Es geht eher um einen Ideenfindungs-Prozess, den man professionalisieren kann. Kreative oder Genies sind nicht Genies, weil sie stndig von Geistesblitzen erleuchtet werden. Im Gegenteil, sie nehmen sich einer Fragestellung an, die sie von allen Seiten beleuchten und so auf diverse Mglichkeiten, Lsungen kommen bis eine finale Idee im Raum stehen bleibt.

In drei Schritten zur Innovation – der Ideen-Produktionsprozess nach Anke Meyer-Grashorn

Nur mit einer konkreten Problemstellung/ Zielsetzung kann ich auch brauchbare Ideen erhalten. Das heit, Sie sollten sich fragen, wofr brauche ich die Ideen, was sind meine Ziele, was will ich erreichen?
Schritt 1: Sammeln Sie Rohideen, Ideenfetzen, Inspirationen. Dabei geht es nicht darum, bereits brauchbare Ideen zu finden, sondern eine Masse an Eindrcken zu sammeln, um daraus zum Schluss mindestens eine innovative Idee zu erhalten. Eine gute Idee braucht mehr als 100 bis 1000 Ideenfetzen. Wichtig: Alle Ideen sind erlaubt und werden nicht auf Brauchbarkeit berprft.
Schritt 2: Jetzt kommt die Realitt ins Spiel. Verdichten Sie die Ideen. Gibt es Ideen, die man kombinieren kann? Welche machen gar keinen Sinn, sind nicht durchfhrbar, zu viel Geld, Ressourcen, Zeit? Zum Schluss haben sie konkretisierte Top-Ideen.
Schritt 3: So gut die Idee ist, sie muss sich prsentieren lassen. Gut verpackt ist halb gewonnen. Visualisierung ist nun angesagt. Hlt Ihre Idee einer Prsentation stand?

Was brauche ich als Ideenproduzent?

Zeit und Raum: Nur in einer entspannten Atmosphre abseits Ihres Arbeitsplatzes lsst es sich kreativ spinnen. Sie mssen ausbrechen aus Ihrer Routine. Richten Sie sich Ihre Spinnecke ein (meint Anke Meyer-Grashorn) – z.B. (Pinnwand mit Urlaubsbildern, um den Blick dorthin schweifen zu lassen). Idee: Gehen Sie dorthin, wo Ihr Thema zuhause ist. Beispiel: Ein Turnschuhfabrikant geht mit seinem Entwicklungs- und Marketingteam in einen Sport-Umkleideraum und erkennt Folgendes: Gerche, kleine Spinde, etc. Ideen daraus waren Schuhe, die den Schwei neutralisieren, die man „abschlieen“ kann, damit sie auch auerhalb des Spindes nicht geklaut werden knnen.
Mitspinner: Sie brauchen Verbndete, um genug Ideen zu entwickeln. Kreativitt hat mit Nhe zu tun. Dabei sind Nichtwisser besser als Schlaumeier. Holen Sie sich Teilnehmer ins Boot, die keine Experten fr Ihr Thema sind und daher die Fragestellung aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten.
Handwerkszeug: Jetzt geht es darum, Kreativittstechniken anzuwenden. Brainstorming ist dabei die meist durchgefhrte Technik. Aber auch diese lsst sich durchaus unterschiedlich angehen. Spielen Sie das Super-Hero-Spiel: Lassen Sie Winnetou mit seinem Pferd zu einem Ladengeschft reiten. Was muss dieses Ladengeschft haben, damit Winnetou dort einkauft? Ein Platz, wo er sein Pferd anbinden kann, Heu frs Pferd whrend er shoppt etc. Das heit, die Dienstleistung des Geschfts muss bereits VOR der eigenen Ladentr anfangen. Wren Sie ohne Winnetou auf diese Eingebung gekommen?
Legen Sie los: Das Brainstorming sollte maximal 15 Minuten dauern. Alle Ideen werden auf Krtchen festgehalten und dann gut sichtbar fr alle an eine Wand gepinnt. Nach dem Sammeln beginnt dann die Assoziation. Sie knnen dabei immer 2 Karten nehmen und die beiden Ideen auf einem Extrablatt miteinander kombinieren. Das macht Spa, lsst Sie ums Eck denken und zum Schluss steht IHRE Idee auf einem Blatt.

Also, es wird Zeit, einen Ideen-Tag in Ihrem Unternehmen zu etablieren und andere Spinner als Verbndete zu gewinnen.
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