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Schwierige Vorauswahl der potenziellen Outsourcing-Partner

(PM) , 18.06.2008 - Frankfurt / Zrich, 18. Juni 2008 – Wer seine IT an einen Dienstleister auslagern will, steht vielfach bei der Evaluierung des Marktes vor erheblichen Problemen, weil keine ausreichende Transparenz der Anbieter und ihrer Angebote besteht. Alleine im deutschsprachigen Raum Europas gibt es nach den Analysen von Active Sourcing ber 200 Provider. Fr Stefan Regniet, Geschftsfhrer des Beratungshauses, beginnen die Probleme deshalb bereits im Vorfeld der Ausschreibungsverfahren.

„Ob man bei einem IT-Outsourcing von attraktiven Preisen profitieren kann, hngt auch davon ab, ob man sich an den richtigen Anbieter wendet“, urteilt der Consultant Regniet. Somit gelte es, bereits zu Beginn eines Ausschreibungsverfahrens den Blick auf die richtigen Anbieter zu richten. „Die Selektion erfolgt meist zweistufig, und zwar mittels eines Request for Information und dann eines Request for Proposal“, erlutert Regniet. Dennoch sei es schwierig, sich angesichts der Flle an potenziellen Providern im Markt zu orientieren.

Wunschlisten-Denken hilft nicht bei der Anbieterselektion
Im Rahmen eines systematischen Vorgehensmodells muss deshalb vor einer Ausschreibung zunchst eruiert werden, wie die Anbieterstruktur aussieht. Denn neben den groen und global ttigen Leadern wie IBM, Hewlett-Packard, EDS, Siemens, T-Systems usw. bieten zahlreiche weitere Provider Outsourcing-Services an. Meist knnen sie fr mittelstndische Unternehmen interessantere und flexiblere Lsungen prsentieren, whrend sich die groen Player auf die Fortune 500-Unternehmen konzentrieren. Somit stehen diese Firmen einer Auswahl von weit ber 150 Anbietern gegenber. „Ohne Hilfe werden sie kaum in der Lage sein, den passenden Leistungspartner zu ermitteln“, urteilt Regniet. Denn die Herausforderung bestehe in der Frage, wie die mglichen Partner fr das Ausschreibungsverfahren selektiert werden knnen. „Ein Wunschlisten-Denken mit Idealisierung der prferierten Provider fhrt meist in die Irre“, beurteilt der Actice Sourcing-Geschftsfhrer kritisch das vielfach anzutreffende Anwenderverhalten.

Viele Firmen entscheiden deshalb, sich in dieser Frage durch einen Berater untersttzen zu lassen. Ein solcher Schritt lohnt sich allerdings nur dann, wenn der Consultant tief im Outsourcing-Markt verankert ist. Auerdem muss er weitere Voraussetzungen erfllen. Dazu gehrt etwa, dass der Berater den Wettbewerb kontinuierlich verfolgt, sowohl ber die etablierten als auch ber die neuen Anbieter informiert ist und sich mit ihnen in einem engen Informationsaustausch befindet. Verfgt ein Berater nicht ber dieses Profil, kann er fr das Unternehmen selbstverstndlich einen Request for Information mit Recherche der ntigen Informationen durchfhren. „Um ein substanzielles Resultat vorweisen zu knnen, muss hierfr jedoch mit einem Aufwand von etwa drei Monaten gerechnet werden“, wei Regniet aus Erfahrung und problematisiert den hiermit verbundenen hohen Zeitverzug: „Die Kosten dafr werden oft vollstndig dem Kunden in Rechnung gestellt.“

Nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen
Erst nach dieser fr das Outsourcing-Vorhaben uerst erfolgskritischen Vorauswahl sollte sich das Unternehmen detaillierter mit den vier bis fnf in Frage kommenden Anbietern beschftigen. Dabei gelten nach Meinung von Active Sourcing drei Hauptkriterien: Die erste Anforderung ist das Verstndnis des Outsourcers zu der betreffenden Branche. So sollte sich eine Bank nur fr einen Anbieter entscheiden, der bereits im Finanzdienstleistungssektor gearbeitet hat. Auerdem muss das Leistungsprofil des Providers die Bedrfnisse des Kunden erfllen knnen. „Mchte etwa ein Unternehmen Mainframe-Systeme auslagern, muss der Anbieter die entsprechenden Services zur Verfgung stellen knnen, ohne dazu Subunternehmer beauftragen zu mssen“, urteilt Regniet. Als drittes spielt die Unternehmensgre eine zentrale Rolle. Ein Mittelstndler whlt sinnvollerweise einen etwas kleineren Anbieter, fr den er ausreichend attraktiv ist und von dem er somit auch mit hherer Prioritt bedient wird.

„Selbstverstndlich flieen daneben auch eine Reihe weiterer Kriterien wie geographische, steuerliche oder rechtliche Aspekte in die letztendliche Providerwahl mit ein“, so Regniet. Allerdings stellt er in der Praxis fest, dass sich Unternehmen in ihrem Fokus von Beginn an zu sehr darauf konzentrieren und damit den zweiten vor dem ersten Schritt machen. „Wenn die Vorselektion nicht stimmt, weil die erforderlichen Informationen ber den Providermarkt fehlen, kann der Folgeschritt mit dem eigentlichen Ausschreibungsverfahren zu keinen optimalen Ergebnissen fhren“, gibt er zu bedenken. Deshalb sei zu empfehlen, eine auf IT-Sourcing spezialisierte Untersttzung hinzuziehen, bei der die grundstzlichen Entscheidungsrisiken vermieden werden und ein langwieriger RfI-Prozess entfllt.

ber Active Sourcing
Active Sourcing ist ein unabhngiges Beratungsunternehmen, das sich auf IT Outsourcing, Business Process Outsourcing und Insourcing spezialisiert hat. Die Dienstleistungen umfassen unter anderem IT Assessment, Sourcing-Strategieberatung und Sourcing Review. Die Projektleiter von Active Sourcing untersttzen Unternehmen und Organisationen mit Hauptsitz in Deutschland und der Schweiz bei der Evaluation eines Outsourcing-Partners, bei der Outsourcing-Transition, bei der Implementierung eines Shared Services Centers sowie beim Aufbau eines nachhaltigen Sourcing Managements. Sie verfgen ber langjhrige praktische Erfahrung, verwenden praxiserprobte Modelle sowie Checklisten und kennen die neusten Trends am Markt. www.active-sourcing.com

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