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Schweizer Abfallstatistik: Mehr als die Hälfte der Siedlungsabfälle verwertet

(PM) , 21.12.2006 - 2005 wurden in Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) rund 3.32 Millionen Tonnen Abfall verbrannt, rund 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Grund dafr sind mehr Abfallimporte aus Sddeutschland. Erstmals wird mehr als die Hlfte des inlndischen Siedlungsabfalls verwertet und nicht verbrannt, berichtet das Branchenmagazin EUROPATICKER Umweltruf (www.europaticker.de). Gemss der Abfallstatistik 2005 des Bundesamtes fr Umwelt (BAFU) betrug die Menge der in KVA verbrannten Abflle rund 3.32 Mio. Tonnen. Dabei handelt es sich hauptschlich um nicht verwertbare Siedlungsabflle, brennbare Bauabflle sowie Klrschlamm. Davon entfallen rund 3.06 Mio. Tonnen auf Abflle aus der Schweiz und dem Frstentum Liechtenstein. Bei den restlichen 260.000 Tonnen handelt es sich um importierte Abflle, meist aus dem grenznahen Ausland, die in Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen entsorgt wurden. Verglichen mit dem Vorjahr ist die importierte Abfallmenge um rund 180.000 Tonnen gestiegen und bewirkte somit den Anstieg der Gesamtmenge der verbrannten Abflle um rund 5 %. Diese Zunahme der Importe ist primr auf das im Juni 2005 in Deutschland eingefhrte Ablagerungsverbot fr brennbare Abflle zurckzufhren. Die Abfallimporte sind sowohl konomisch als auch kologisch sinnvoll, da dadurch einerseits die Auslastung von Schweizer KVA verbessert und andererseits die umweltbelastende Deponierung von brennbaren Abfllen im Ausland vermieden wird. Die aktuellen Importe werden in Zukunft zurckgehen, weil im Ausland eigene Anlagen zur Abfallverbrennung gebaut werden. Somit stellt die aktuelle hohe Auslastung der Schweizer KVA keinen Grund fr die Erstellung zustzlicher KVA-Kapazitten dar. Die Gesamtkapazitt der schweizerischen KVA war 2005 mit 3.37 Millionen Tonnen fr die Gewhrleistung der Entsorgungssicherheit ausreichend. Mehr als die Hlfte der Siedlungsabflle werden verwertet Von den im 2005 in Haushaltungen und Gewerbe angefallenen Siedlungsabfllen von 4.94 Millionen Tonnen wurden 51 Prozent oder 2.5 Mio. Tonnen verwertet. Damit berstieg der Anteil der verwerteten Abflle erstmals die Menge der verbrannten Abflle. Im internationalen Vergleich der Recyclingquote liegt die Schweiz damit weiterhin in der Spitzengruppe. Bei einigen Separatsammlungen wie Glas (95 % Recyclingquote) ist das Recyclingpotential weitgehend ausgeschpft, bei anderen wie z.B. bei Papier und Karton, Metallen oder biogenen Abfllen kann durch eine Optimierung der Sammellogistik durchaus noch eine weitere Steigerung des Anteils der verwerteten Siedlungsabflle erreicht werden.
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