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ReWeCo 2013: Deutschland braucht ein Bilanzbuchhaltergesetz

Die Nachfrage nach kompetenter steuerlicher Beratung wächst. Mit Bilanzbuchhaltern stehen hochqualifizierte Fachkräfte bereit. Noch erschweren berufsrechtliche Schranken ihre Berufsausübung und gezielte Kooperationen mit Steuerkanzleien.
(PM) Bonn / Bad Soden, 16.07.2013 - In keinem anderen Land ist die Steuerberatung so stark reglementiert wie in Deutschland. Hierzulande ist das Rechnungs- und Steuerwesen allein den Steuerberatern vorbehalten. Bilanzbuchhalter, wenngleich hochqualifiziert, sind in ihrer Berufsausbung stark eingeschrnkt. Sie drfen in steuerlichen Dingen nur weisungsgebunden und unter fachlicher Aufsicht sowie beruflicher Verantwortung des Steuerberaters ttig werden. Dies ist auch Steuerkanzleien vielfach ein Dorn im Auge. Denn eine enge Kooperation von Bilanzbuchhaltern und Steuerberatern stiftet vielfltige Synergien. Gemeinsam knnen sie der mittelstndischen Wirtschaft ein praxisgerechtes und hochwertiges Dienstleistungsspektrum anbieten.

„Deutschland braucht ein eigenes Bilanzbuchhaltergesetz, um die Befugnisse von Bilanzbuchhaltern klar zu regeln und zu erweitern“, fordert Brbel Ettig, Prsidentin des Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC), zur Erffnung der Kongressmesse ReWeCo in Bad Soden am Taunus. „Unter den geltenden berufsrechtlichen Einschrnkungen leiden nicht nur 180.000 Bilanzbuchhalter, sondern auch ber 3,2 Millionen Kleinunternehmen.“ Angesichts zunehmend komplexer Steuergesetze haben gerade Kleinunternehmen einen wachsenden Beratungsbedarf. Viele Firmenchefs bentigen dringend Hilfestellung, um alle betrieblichen Zusammenhnge zu berblicken, Jahresabschlsse zeitnah zu erstellen und alle Steueranmeldungen termingerecht einzureichen. „Wir knnen Personalressourcen mit umfassender betrieblicher und steuerlicher Kompetenz nicht brachliegen lassen.“, betont BVBC-Prsidentin Ettig.

Die Teilnehmer der Kongressmesse ReWeCo zeigen dem Gesetzgeber demonstrativ die rote Karte. Sie fordern ein deutsches Bilanzbuchhaltergesetz nach sterreichischem Vorbild, das die Befugnisse der Bilanzbuchhalter auf mindestens vier zentrale Bereiche ausweitet: die Bilanzerstellung bis zu einem Jahresumsatz von 360.000 Euro, das Erstellen von Einnahmen-Ausgabenrechnungen nach 4 (3) EStG, die Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen und das Einrichten der Buchfhrung.

Ziel des BVBC ist es, da Steuerberater und Bilanzbuchhalter gemeinsam als Dienstleister fr die mittelstndische Wirtschaft auftreten. „Konkurrenzdenken ist fehl am Platz“, betont BVBC-Prsidentin Ettig. „Ohne ein korrektes Rechnungswesen ist keine Steuerberatung mglich, ohne gute Steuerberatung ist der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen gefhrdet.“
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Der BVBC ist die zentrale Interessenvertretung der Bilanzbuchhalter und Controller in Deutschland mit derzeit rund 5.500 Mitgliedern (www.bvbc.de). Der Verband diskutiert auf politischer und wirtschaftlicher Ebene neue Perspektiven des Finanz- und ...
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