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Pressemitteilung

Markus Gildner: Immobilienpreisentwicklung IV

Markus Gildner: "Die Immobilienpreise gehen in die nächste Runde. Anlässlich der Branchenmesse MIPIM in Cannes ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen."
(PM) Hamburg, 31.03.2013 - Markus Gildner: “Durchgehend alle Prognosen gehen davon aus dass die Preise in den Metropolen weiter steigen und das Umland darunter leidet.” Anlsslich der Leitmesse der Immobilienbranche MIPIM im sdfranzsischen Cannes berschlagen sich die Nachrichten zum Markt und zur weiteren Entwicklung der Preise. Dabei gibt es einen Schwerpunkt: Deutschland. Die letzten 10 – 15 Jahre war es eher ruhig um den Deutschen Immobilienmarkt, nicht zuletzt wegen stagnierender bzw. gar fallender Preise. Vor nicht allzu langer Zeit galt Berlin noch als billigste Hauptstadt der Welt. Das lag insbesondere daran dass nach Jahrzehnten der Insellage mitten im sozialistischen Ostteil der Republik wichtige Arbeitgeber in Berlin faktisch nicht oder nicht mehr vorhanden waren. Wo Arbeitslosigkeit berhand nimmt, hat dies Folgen fr den Immobilienmarkt.

Mittlerweile hat sich das Bild drastisch gendert, Berlin erfreut sich ber Zuzug aus dem In- und Ausland und die Preisentwicklung bei Immobilien zeigt ein deutliches Bild. Die Deutschen Metropolen Hamburg, Mnchen, Frankfurt und Stuttgart zeigen mittlerweile sogar Zeichen von berhitzung und die Preise steigen teilweise ins Irrationale.

Angesichts dieser Entwicklung stellt sich manch einer die Frage: Ist das Geld tatschlich noch sicher in Backsteinen angelegt? Gerade in Deutschland eine komplizierte Frage. “Der Hausbauer muss sich in der heutigen Zeit von der Vorstellung verabschieden, dass er in jedem Fall einen kurzfristigen Gewinn erzielt”, sagt Markus Gildner. “Mittel- und langfristig ist der Erwerb einer Immobilie schon immer ein sicherer Gewinn gewesen und das wird auch in Zukunft so sein,” so Markus Gildner. Eine interessante These macht die Runde: In den Zentren groer Stdte wie Hamburg, Mnchen, Berlin, Dsseldorf, Stuttgart, Frankfurt und Kln wrden die Immobilien voraussichtlich auch knftig mehr wert sein als heute.

Die Branchen-Propheten verlassen sich auf Prognosen zur Bevlkerungs- und Arbeitsmarktentwicklung. Allerdings zeigt die Vergangenheit, dass die Investoren mit ihrem groben Stdteraster hufig irrten. Vor einem Jahrzehnt beispielsweise riefen sie den Trend zum Leben auf dem Land aus, weil dank schnellem Internet viele Menschen knftig zu Hause arbeiten wrden. Ein Fehlglaube, das sogenannte Home Office auf dem Dorf ist die Ausnahme geblieben.

“Bundesweite Vorhersagen sind unmglich”

Fr Markus Gildner sind “bundesweite Vorhersagen unmglich – manchmal unterscheidet sich eine Strae fundamental von der benachbarten”. Die Uni Dortmund hat in Hamburg, Leipzig, Kassel und im Ruhrgebiet erforscht, wie sich die Speckgrtel rund um die Zentren in den kommenden Jahren entwickeln. Das Ergebnis: Der Hauskauf entscheidet sich aufgrund von Details. Fr Familien etwa spielt eine Rolle, ob die Schule nicht nur in der Nhe liegt, sondern auch ohne die berquerung einer viel befahrenen Strae erreicht werden kann. Oder fr Senioren, ob ein Hausarzt und eine Apotheke fulufig erreichbar sind.

Die Marktentscheider die sich gerade in Cannes ein Stelldichein geben aber sind von so kleinteiligen Betrachtungen weit entfernt. Die MIPIM ist immer auch ein Schaubild des nchsten Hypes. Vor 15 Jahren noch spielten Architekten die Hauptrolle und stellten am Mittelmeer ihre hlzernen Modelle vor. Heute tummeln sich viele Finanzfirmen und Banken unter den Ausstellern. Sie wollen ihr Geld sicher in grostdtischem Betongold anlegen.

Stdteplaner von der Uni Dortmund misstrauen dem “Metropolen-Hype”. Weil die Zentren kaum noch Platz fr neue Wohnungen lieen oder wie in Hamburg unerschwinglich geworden seien, gingen Kufer unweigerlich in das Umland. Und machten dieses dann wiederum attraktiver und teurer. “Es gibt mittlerweile Gegenbewegungen”, so Markus Gildner. “Das Land engagiert sich, die Kreativen nisten sich dort ein oder neue Industrien siedeln sich an – das Gesicht der Regionen verndert sich.”

“Wir werden auch Entwicklungen sehen, die keiner so gedacht htte”, sagt Markus Gildner. “Es ist davon auszugehen dass wenn in den Zentren die Preise weiter steigen sich die Menschen ihren Platz in den erschwinglichen Gegenden suchen und vielleicht sogar die ein oder andere Karrierechance fr ein lebenswerteres Leben auf dem Land ausschlagen”, so Markus Gildner.

Markus Gildner ist der Meinung: “Eines kann man mit Sicherheit voraussagen, solange das Zinsniveau vergleichsweise niedrig ist, die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands stabil und die Angst vor dem Euro-Kollaps hoch, werden die Preise fr Immobilien weiter steigen.” Markus Gildner weiter: “Doch irgendwann hrt die Musik auch auf der tollsten Party zu spielen auf und alle wollen nur noch Hause, meist durch die dieselbe Tr. Und je ausufernder die Feier vorher war, umso strker fllt der Kater aus.”
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