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Pressemitteilung

IT-Manager nehmen Euro-SOX noch zu wenig ernst

(PM) , 10.06.2008 - (Kerpen, 10.06.2008) Die Wirtschaft nimmt die ab Ende Juni des Jahres gltigen Richtlinien Euro-SOX offenbar noch nicht ernst. So ist einem Groteil der Unternehmen noch nicht klar, ob sie selbst den damit verbundenen Pflichten unterliegen. Gleichzeitig fhlen sich viele Firmen auch nicht ausreichend darauf vorbereitet, legen aber trotzdem kein besonders groes Engagement an den Tag, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfllen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Unternehmensberatung exagon unter mehr als 174 IT-Managern in Firmen mit mehr als 200 Mio. Euro Umsatz.

Euro-SOX soll dazu dienen, durch eine hhere Transparenz wichtiger Unternehmensinformationen Finanzskandale wie in der Vergangenheit zu vermeiden. Diese Richtlinie betrifft alle Unternehmen von so genanntem ffentlichem Interesse mit einer Bilanzsumme von knapp 90 Mio. Euro Euro. Dazu gehren etwa die DAX-notierten Firmen ebenso wie Banken, Versicherungen, Energieversorger oder Monopolunternehmen.

Im Widerspruch dazu ordnet sich nach der Erhebung jedoch nur jeder zweite IT-Verantwortliche in den Kreis derer ein, die schon bald den Euro-SOX-Richtlinien gerecht werden mssen. Weitere 26 Prozent vermuten lediglich, dass sie dort einbezogen werden. Ein Drittel der Befragten hat allerdings auch wenige Wochen vor dem Termin der neuen Richtlinien noch keine genaue Einschtzung, ob sie auf den eigenen Betrieb anzuwenden sind. Jeder fnfte IT-Manager verneint diese Frage und sieht sich vollstndig auerhalb der Verpflichtungen gegenber den EU-Vorgaben.

Viele Unternehmen wrden den rechtlichen Anforderungen nach eigener Einschtzung allerdings auch nicht entsprechen. Whrend zwar immerhin zwei von fnf der Befragten dem eigenen Revisionssystem groes Vertrauen schenken, glauben nur 47 Prozent, dass das interne Kontrollsystem hohen Ansprchen gerecht werden knnte. Auch das Riskmanagement sieht jeder Zweite nicht auf einem Level, das den Anforderungen von Euro-SOX entsprechen wrde. Dennoch bestehen derzeit nur geringe Bestrebungen, sich diesem Thema mit besonderem Engagement zu widmen, um die gesetzlichen Vorschriften fristgerecht zu erfllen. Lediglich 28 Prozent befinden sich gegenwrtig in entsprechenden Projekten oder haben sie fr die nchsten Monate geplant, der Rest sieht keinen Handlungsbedarf oder es ist noch keine Entscheidung (46 Prozent) ber Manahmen erfolgt.

„Die Unternehmen scheinen sehr leichtfertig mit dem Thema Euro-SOX umzugehen“, interpretiert exagon-Geschftsfhrer Joachim Fremmer die Zurckhaltung bei den Planungen. Zudem glaubt er, dass seitens der Firmen die Wirksamkeit der Revisions- und Kontrollsysteme zu optimistisch eingeschtzt wird und demzufolge ein grerer als von den Firmen erwarteter Handlungsbedarf besteht. Er weist zur Begrndung auf ein weiteres Ergebnis der Studie, nach der nur jeder zehnte Verantwortliche dem IT Service Management (ITSM) bei der Bewltigung der Euro-SOX-Anforderungen eine wesentliche Rolle beimisst. „Offenbar ist noch zu wenig bekannt, dass auf die Informationssicherheit und Dokumentation der IT-Infrastruktur samt ihrer Prozesse ein besonderes Augenmerk gelegt wird“, urteilt Fremmer.

Auerdem komme dem ITSM deshalb eine herausragende Bedeutung zu, weil es in alle Kontrollsysteme hineinspiele. Er verweist zudem darauf, dass Euro-SOX zur Pflicht macht, dass bei der Bewertung durch Abschlussprfer „internationale Standards“ anzulegen sind. „Diese Anforderung luft letztlich darauf hinaus, dass die Unternehmen in Richtung einer Zertifizierung der Informationstechnik etwa durch ISO 27001 oder ISO/IEC 20000 denken mssen“, urteilt der Unternehmensberater von exagon.

ber exagon:
Die exagon consulting & solutions GmbH ist seit 1994 als unabhngiges IT-Beratungsunternehmen am Markt etabliert. Der Geschftsfokus richtet sich auf die ganzheitliche Untersttzung ihrer Kunden bei der Einfhrung eines professionellen IT-Service Management, hinsichtlich der strategischen, organisatorischen wie auch operativen Aspekte. Dabei beinhaltet das exagon Leistungsportfolio sowohl Beratungsleistungen wie umfangreiche Schulungsangebote. Zu den Kunden gehren Unternehmen und Institutionen wie BASF, Bayer, Bundesverteidigungsministerium, DEKRA, Deutsche Bank, Heraeus, Hessische Zentrale fr Datenverarbeitung, Postbank, T-Systems, TV Sd, Vodafone D2 und die Deutsche Woolworth.
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