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Provadis Partner fr Bildung und Beratung GmbH
Pressemitteilung

Der „Faktor Mensch“ bestimmt den Unternehmenserfolg

(PM) , 30.10.2008 - Provadis-Forum „Fertigung und Produktion“: Experten diskutieren aktuelle Trends und Lsungsanstze

Um den „Erfolgsfaktor Mensch“ drehte sich beim ersten Forum Produktion & Fertigung der Provadis Partner fr Bildung und Beratung GmbH nahezu alles. Rund 60 Experten verschiedener Unternehmen aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie waren der Einladung des Aus- und Weiterbildungsdienstleisters gefolgt und informierten sich bei der Veranstaltung ber mgliche Lsungsanstze, um steigenden Qualittsanforderungen und der Notwendigkeit einer hocheffizienten Organisation von Prozessen gerecht zu werden. Auch der drohende Fachkrftemangel war ein Thema bei der Veranstaltung.

„Die Vernderungsprozesse in unserer Arbeitswelt vollziehen sich in immer krzeren Abstnden“, erklrte Provadis-Geschftsfhrer Dr. Udo Lemke bei der Begrung der Teilnehmer in der Jahrhunderthalle, unweit des Industrieparks Hchst gelegen. „Daher ist der Mensch als Produktionsfaktor von immer grerer Bedeutung, denn diese Vernderungsprozesse mssen gestaltet werden.“ Provadis biete daher mit dem Forum Produktion und Fertigung eine Plattform, um Entscheidungstrgern aus der Wirtschaft einen Gedankenaustausch zu ermglich.

Sinkende Schulabgngerzahlen als Problem fr Unternehmen

In seinem Vortrag setzte sich Dr. Lemke mit dem Thema „Fachkrftemangel“ auseinander: Die dauerhaft sinkenden Bevlkerungszahlen in Deutschland und das steigende Durchschnittsalter der Bundesbrger werden dramatische Auswirkungen Medieninformation auf die Arbeitswelt haben. Bei Provadis, dem grten Aus- und Weiterbildungsdienstleister Hessens, wird vor allem die Entwicklung der Schulabgngerzahlen verfolgt. Auch hier zeichnet sich eine problematische Entwicklung ab: Zwar geht die Zahl der Schulabgnger in Westdeutschland in den nchsten Jahren nur leicht zurck und durch die Umstellung auf „G8“ gibt es bei den Abiturienten in den Jahren 2011 bis 2013 sogar einen leichten Anstieg, doch dafr sinkt die Zahl der Schulabgnger in den ostdeutschen Bundeslndern dramatisch. „In frheren Jahren hat Provadis rund 20 Prozent der jhrlich rund 400 Ausbildungspltze mit Bewerbern aus den neuen Bundeslndern besetzen knnen, inzwischen bekommen wir sogar Anfragen von ostdeutschen Unternehmen, die freie Lehrstellen nicht mehr besetzen knnen“, so Dr. Lemke.

Und nicht nur die Quantitt, sondern auch die Qualitt der Bewerber nimmt ab. Die Folge: Fr Unternehmen, die Nachwuchskrfte suchen, wird der Rekrutierungsaufwand immer grer. Professionelles Know-how ist gefragt, um Ausbildungspltze knftig noch besetzen zu knnen und wirklich geeignete Bewerber zu finden. Der Kampf um die Talente wird zunehmend hrter“, prophezeite Dr. Lemke.

Lernkultur in Deutschland muss entwickelt werden

Immer mehr ltere Arbeitnehmer, immer weniger Auszubildende – nicht nur ein Problem fr die sozialen Sicherungssysteme, sondern auch fr den Wirtschaftsfaktor „Wissen“. „Bislang haben erfahrene Mitarbeiter ihr Fachwissen an jngere weitergegeben, aber wenn es knftig immer weniger junge Mitarbeiter gibt, mssen wir sicherstellen, dass wir nicht das Wissen in die Rente schicken“, verdeutlichte Dr. Lemke die Problematik. Grundstzlich mahnte der Provadis-Geschftsfhrer eine Weiterentwicklung der Lernkultur in Deutschland an, die im Vergleich zu anderen Industrienationen unzureichend ausgeprgt sei. „Wenn der Markt keine geeigneten Fachkrfte hergibt, mssen Unternehmen strker als bisher dazu bergehen, eigene Mitarbeiter fr anspruchsvollere Aufgaben zu qualifizieren“, sagte Dr. Lemke. Hierbei seien flexible, bedarfsgerechte Weiterbildungsmglichkeiten gefragt, die den Interessen von Unternehmen und Mitarbeitern Rechnung tragen.

„Das Richtige tun – wie knnen Sie steigende Qualittsanforderungen und hhere Flexibilitt im Betrieb effizient umsetzen“, lautete das Thema des Vortrags von Bernhard Behle, Leiter Weiterbildung Technologie bei Provadis. Er erluterte, dass die Wettbewerbsfhigkeit von Unternehmen mageblich von Faktoren wie Geschwindigkeit, Flexibilitt, Kosten und Qualitt abhngig seien und verschiedene Manahmen ergriffen werden knnen, um einzelne Faktoren positiv zu beeinflussen. Dabei kommt der umfassenden Qualifikation der Mitarbeiter groe Bedeutung zu. „Mit einer breiten Qualifikation knnen Mitarbeiter flexibel eingesetzt werden, was effizientere Prozesse und schlanke Ablufe ermglicht“, so Behle. Auch bei den Durchlaufzeiten in Produktion und Fertigung oder der Markteinfhrung neuer Produkte seien die Unternehmen im Vorteil, die ihre Mitarbeiter zeitnah und umfassend qualifizieren.

Signale fr Mitarbeiterunzufriedenheit erkennen und ernst nehmen

Dem Thema „Mitarbeiterunzufriedenheit“ widmete sich Klaus Khler, Dozent im Bereich Weiterbildung Technologie bei Provadis. Demnach gibt es eine ganze Reihe von Indikatoren, die auf eine Missstimmung bei Mitarbeitern hindeuten, angefangen von nachlassender Hilfsbereitschaft ber eine steigende Fehlerquote bis hin zu den Kurzfehlzeiten. „Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern wirkt sich frher oder spter immer auf die Leistung aus und kann leicht zu einem Problem fr das Unternehmen werden“, erluterte Khler. Daher sei es wichtig, bereits erste Signale wahrzunehmen und frhzeitig Probleme offen und konstruktiv anzusprechen.

Wie wichtig die Compliance, also die korrekte Einhaltung von Verhaltensregeln, Gesetzen und Richtlinien in Unternehmen ist, erluterte Jrgen Ortlepp, Leiter Produkt- und Qualittsmanagement von Infraserv Logistics. „Es liegt im Interesse eines Unternehmens, dass das persnliche Handeln jedes Mitarbeiters mit den geforderten Vorgaben bereinstimmt“, so Ortlepp. Denn Non-Compliance kann erhebliche Folgen haben, von rechtlichen und finanziellen Auswirkungen fr das Unternehmen bis hin zu gesundheitlichen Beeintrchtigungen fr Mitarbeiter, die beispielsweise Arbeitsschutzbestimmungen oder Unfallverhtungsvorschriften missachten.

Non-Compliance kann viele Ursachen haben: Wenn Mitarbeiter die fr sie relevanten Vorschriften nicht kennen, die Richtlinien unklar formuliert sind und Interpretationsspielrume zulassen oder aber die Akzeptanz der Mitarbeiter fehlt, kann ein Unternehmen rasch eingreifen. „Regeln mssen klar, eindeutig und nachvollzieh- bar sein“, sagte Jrgen Ortlepp, aus dessen Sicht auch eine adressatengerechte Ansprache von groer Bedeutung ist. Zudem sei die Vorbildfunktion der Vorgesetzten ein wichtiger Compliance-Faktor: Was Fhrungskrfte nicht vorleben, wird von den Mitarbeitern nicht bernommen. „Compliance muss ein Element der Unternehmenskulturwerden“, so Jrgen Ortlepp.
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