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Pressemitteilung

Die Zukunft ist weiblich – Frauen erobern Ingenieurberufe

(PM) , 26.09.2008 - „Das ist Mnnersache!“, heit es oft, sobald technische Herausforderungen zu lsen sind. Doch die Zeiten ndern sich. Ingenieurinnen sind auf dem Vormarsch und nie war der Zeitpunkt besser, um im Zuge des Fachkrftemangels zu zeigen, was Frau wirklich kann.

Ingenieurberufe sind Mnnersache. Noch geben die geringen Frauenquoten in den technischen Berufszweigen dieser Aussage recht. In den vergangenen Jahrzehnten haben nur wenige, selbstbewusste Frauen, Ingenieurs-Studiengnge gewhlt. Dies hngt zu einem groen Teil an der geschlechterspezifischen Einteilung vieler Berufsgruppen. Technische Berufe sind von jeher eine Domne der Mnner, die Frauen weitgehend ausschliet. Im Zuge des Kampfes um neue Talente und qualifiziertes Personal hat sich diese Entwicklung jedoch grundstzlich verndert.

Faszination

Der Frauenanteil in Bereichen wie Elektrotechnik liegt zwar im Moment im Schnitt nur bei etwa 10 Prozent. Dennoch ist die Tendenz eindeutig steigend. Das zeigen auch die Arbeitslosenzahlen. Whrend im Jahr 2005 noch 18,9 Prozent der Ingenieurinnen arbeitslos gemeldet waren, sind es im Jahr 2007 nur noch 8,4 Prozent. Immer mehr weibliche Ingenieure werden von Unternehmen eingestellt und zeigen, dass es in Sachen Kompetenz keinerlei Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Zudem gibt es immer mehr Initiativen, durch die junge Mdchen schon frh mit technischen Berufen in Berhrung gebracht werden, wie beispielsweise den „Girls Day“. Dazu werden zahlreiche Veranstaltungen organisiert, bei denen verschiedene Unternehmen Schlerinnen einladen, um ihnen die Scheu vor der Technik zu nehmen und die beruflichen Perspektiven eines Ingenieurstudiums nahe zu bringen. Erstaunlich ist bei solchen Aktionen, wie schnell die jungen Mdchen Neugier und Interesse fr technische Zusammenhnge entwickeln und bereit sind selbst Hand anzulegen. So geschehen beim Unternehmen ifm electronic. Dort besuchten 20 Schlerinnen das Unternehmen und programmierten schon nach kurzer Zeit Mikrocontroller und fhrten kleinere Ltarbeiten durch. An den mangelnden Fhigkeiten liegt es also nicht, dass so wenige Frauen Ingenieursberufe ergreifen. Die groe Hoffnung ist, dass solche Veranstaltungen die Studienwahl der zuknftigen Absolventen mageblich beeinflusst und auch in Zukunft die Zahl der Nachwuchs-Ingenieurinnen steigt.

Karrierechance

Fr bereits ausgebildete Spezialistinnen ist im Moment ebenfalls ein idealer Zeitpunkt fr einen Einstieg. Immer mehr Unternehmen suchen nicht nur hnderingend nach qualifiziertem Personal, sondern ganz gezielt nach weiblichem Nachwuchs und Professionals, sodass sich der aktuelle Fachkrftemangel als ideales Sprungbrett fr eine erfolgreiche Karriere als Ingenieurin herausstellen knnte. Grund dafr ist nicht nur der Mangel an technischem Know-how, sondern auch die wachsende Erkenntnis, dass sich die Prozessentwicklung in gemischten Teams oft als effizienter und erfolgreicher herausgestellt hat.

Familienplanung

Auch bei den Karrierechancen innerhalb des Unternehmens ist das Thema Gleichberechtigung nicht immer die erste Prioritt. So stellte eine Studie des Vereins Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) fest, dass Familienfreundlichkeit noch von vielen Unternehmen als reines Frauenthema behandelt wird. Frauen werden hufig vor die Wahl Beruf oder Familie gestellt. Dabei entscheiden sich weibliche Fhrungskrfte hufig gegen Kinder, was, laut VDI-Studie, die Entwicklung der alternden Gesellschaft zunehmend untersttzt. Mnner hingegen, die aus der klassischen Rollenverteilung ausbrechen wollen, sehen sich hufig mit Konflikten mit den Vorgesetzten konfrontiert, besonders wenn es um das Thema Elternzeit geht. Gerade in Fllen, in denen beide Elternteile als Ingenieure berufsttig sind, kann sich dies negativ auf eine mgliche Karriere der Frau auswirken.

Einzelabsprachen

Grundstzlich gilt aber, dass individuelle Absprachen sowohl fr Ingenieurinnen, als auch Ingenieure fast immer mglich sind. Gerade mittelstndische Unternehmen sind hier fr Einzelentscheidungen offen. Handlungsbedarf liegt nach Meinung der Ingenieure vor allem bei Firmen, die keine adquaten Mglichkeiten fr eine betriebsinterne Kinderbetreuung haben. Immerhin wrden 80 Prozent der ingenieurwissenschaftlichen Fhrungskrfte mit Kindern eine gnstige Kinderbetreuung einer Erhhung des Kindergeldes vorziehen.

Generationswechsel

Die Vernderung muss vor allem in den Kpfen beginnen. Sowohl Unternehmen, mnnliche Ingenieure aber auch junge Frauen, die vor der Berufswahl stehen, mssen die Vorurteile und gngigen Klischees ingenieurtechnischer Berufe ablegen und noch mehr die zahlreichen Mglichkeiten dieses Ausbildungsweges bedenken. Initiativen, wie der bereits genannte Girls Day, sind ein guter Weg. Doch noch berzeugender knnten Ingenieurinnen, vor allem in Fhrungspositionen sein, die ihren Geschlechtsgenossinnen als Vorbild und Leitfigur dienen. Die Verantwortung dafr, dass dieser Karriereweg fr noch mehr Frauen zu beschreiten ist, kann von Unternehmen mageblich gefrdert werden. Ein Management, dass schon in der Unternehmensphilosophie die Grundstze der Gleichheit verankert und es sich zum Ziel macht, dem Mitarbeiter ein Gefhl der Geborgenheit zu geben, kann mit dazu beitragen, die Folgen des Fachkrftemangels einzudmmen und eine nachhaltige Sicherheit fr die berufliche Zukunft zuknftiger und bereits ausgebildeter Ingenieurinnen bieten.

Dr. Myriam Jahn, ifm electronic

ber ifm electronic:

ifm electronic gmbh ist weltweit einer der fhrenden Hersteller von Automatisierungstechnik. Mit der Optimierung technischer Ablufe in der Automobil-, Chemie- und Kosmetikindustrie oder in der Umwelt- und Gebudetechnik setzt ifm electronic immer wieder neue Mastbe und sichert so die Produktionsprozesse von morgen. Das Familienunternehmen mit der Unternehmenszentrale in Essen startete 1969 mit der Erfindung von induktiven Nherungssensoren. Die deutsche Produktion in Tettnang am Bodensee garantiert von Anfang an Markenqualitt. „efector“ steht heute fr Positions- und Fluidsensorik, Objekterkennung, Diagnose- und Identifikationssysteme. Die Marke „ecomat“ ist Synonym fr Kommunikations- und Steuerungssysteme. Mit berdurchschnittlicher Produktqualitt, auergewhnlichen Innovationen und der stetigen Nhe zum Kunden setzte ifm 2007 ber 410 Mio. € um.

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