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Pressemitteilung

Trendbericht: Fehlurteile vermeiden durch die elektronische Anwaltsakte

(PM) Kln, 13.10.2009 - Kln – Immer mehr Anwlte haben in den letzten Jahren elektronische Akten eingefhrt, um von den Vorteilen einer digitalen Dokumentenhaltung zu profitieren: zeitsparende Aktensuche, hhere Zugriffsgeschwindigkeit, mehr Mobilitt durch zeitlich unbegrenzten Zugriff von verschiedenen Orten aus, bessere Kooperation von Anwlten auf berregionaler oder internationaler Ebene und Einsparung von Archivraum und -kosten. Eine Definition der elektronischen Anwaltsakte als neues Medium forderte Rechtsanwalt Prof. Helmuth Jordan, Stuttgart, auf der diesjhrigen DMS EXPO. Durch Mglichkeiten wie die Aufnahme von Videos als Beweismitteln sei es mglich, Gerichtsverfahren knftig quantitativ und qualitativ noch zu verbessern. Gleichzeitig mssten entsprechende Mechanismen bereitgestellt werden, um Flschungstatbestande zu vermeiden und die Beweissicherheit elektronischer Akten weiterhin zu garantieren.

Gleichwohl begleitet diesen technischen Fortschritt jederzeit die Frage nach Konformitt mit dem Anwaltsgeheimnis. Denn die Gefahr eines rechtswidrigen Zugangs zur Gesamtakte ist durch elektronische Datenvorhaltung nicht kleiner geworden. Die Datensicherung wird deshalb zur Achillesferse des Anwaltsgeheimnisses. Erst vor kurzem sind neue rechtliche Unsicherheiten deutlich geworden durch eine Entscheidung des Finanzgerichts Dsseldorf. Dieses hatte eine Klageerhebung per E-Mail auch ohne qualifizierte Signatur als wirksam anerkannt.

In seinem Vortrag auf der DMS EXPO nannte Prof. Jordan daher die Unvernderbarkeit der Akte als das wichtigste Kriterium fr die elektronische Anwaltsakte. Dazu gehre auch die Unvernderbarkeit des Scandatums, das nicht manipulierbar auf dem elektronischen Dokument festgehalten werden msse. Jordan: „Jede neue Technologie schafft neue Flschungstatbestande. Die Justiz muss sich deshalb in besonderem Mae auf Beweissicherheit verlassen knnen.“

Derart abgesichert stellt die elektronische Anwaltsakte einen wesentlichen Baustein dar, um die Qualitt der tglichen Aktenbearbeitung eines Anwaltes zu verbessern – auch im Interesse der Mandanten. Ohne Medienbruch lassen sich zum Beispiel Gerichtsakten in die Akte bernehmen. Durch Volltextrecherche knnen innerhalb der elektronischen Anwaltsakte viele Ordner auf die entscheidenden Punkte konzentriert werden. Videos lassen sich als Beweismittel problemlos in die Gerichts- und Anwaltsakte bernehmen. Diese knnen in der mndlichen Verhandlung einen weit hheren Beweiswert haben als die Betrachtung einzelner Fotos aus den Videosequenzen. Der elektronische Rechtsverkehr schlielich ist nicht nur ein Mittel zur Kostensenkung, sondern zur quantitativen und qualitativen Verbesserung der Gerichtsverfahren.

Zahlen, Daten, Fakten

Die erste DMS EXPO wurde 1995 in Stuttgart mit knapp 70 Ausstellern aus den Bereichen Elektronische Archivierung, Imaging und Dokumentenmanagement erffnet. 1998 zog das jhrliche Branchen-Highlight nach Essen. Im Jahr 2006 feierte die DMS EXPO ihre erfolgreiche Premiere in Kln und findet seitdem in den neuen Messehallen der Koelnmesse statt.

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