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Pressemitteilung

Studie: Kommunikation zur Energiewende kommt nicht an

Die Kommunikation zur Energiewende empfinden die Deutschen als eher kompliziert, demotivierend, abstrakt, unverständlich und ineffizient – das glauben zumindest die Kommunikationsexperten aus der Energiebranche.
(PM) Kln, 28.03.2013 - Das Institut fr Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universitt Dsseldorf befragte Ende Januar – in Kooperation mit der Fachgruppe Energie des Bundesverbands Deutscher Pressesprecher und der Klner Agentur K1 – rund 500 Kommunikationsexperten ber die strategische Kommunikation zur Energiewende. An der anonymisierten Online-Befragung unter Leitung von Prof. Ulrich Rosar nahmen rund 150 PR-Profis aus Unternehmen, Institutionen, Stadtwerken, NGOs und Verbnden teil.

Intensive Kommunikation – schlechte Qualitt

Die Intensitt der Kommunikation zur Energiewende stufen ber 70 Prozent der befragten Profis als hoch oder sehr hoch ein. Allerdings, so ihre Einschtzung, lasse die Qualitt noch zu wnschen brig: Fast 60 Prozent bewerten die Qualitt als gering bis sehr gering – gefragt war an dieser Stelle nach der Relevanz der Beitrge, der Glaubwrdigkeit der Beteiligten, der Einbringung unterschiedlicher Standpunkte oder der verstndlichen Darstellung komplexer Zusammenhnge. Immerhin: 90 Prozent der Befragten glauben, Kommunikation knne mithelfen, dass die Energiewende von allen gesellschaftlichen Schichten getragen werde.

Keine Vorreiterrolle fr NGO’s

Auf die Frage, wer in der Kommunikation mit der Bevlkerung zuknftig die Vorreiterrolle bernehmen solle, nennen die PR-Profis Politik, Wirtschaft und regionale Versorger. In der aktuellen ffentlichen Diskussion werden aber auch Umwelt- und Naturschutz- sowie Verbraucherschutzorganisationen wahrgenommen. Nach dem Bundesministerium fr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und den Energiekonzernen werden sie als nchste genannt.

Pressearbeit ist das wichtigste Instrument

Befragt nach zustzlichem Personal und Budgets zeigen sich die Kommunikationsmanager wenig optimistisch: Gut die Hlfte der Befragten wei jetzt schon, dass kein zustzliches Budget bereitsteht, zwei Drittel besttigen, dass kein zustzliches Personal zum Einsatz kommt. Klarheit auch bei der Frage, welche Instrumente die Experten bei der Kommunikation zur Energiewende fr wichtig erachten. Hier rangiert Pressearbeit mit weitem Abstand vor Personaler Kommunikation und Public Affairs. Als weniger wichtig fr das eigene Unternehmen werden Social Media und TV/Radio eingestuft – fr den gesamten Prozess der Energiewende wird Fernsehen und Radio hingegen eine hohe Bedeutung beigemessen.

Politiker kommunizieren nicht professionell

Bei den handelnden Personen ergibt sich eine durchgngige Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung in der ffentlichen Diskussion und der Professionalitt der Beitrge. So werden die Politiker Altmaier, Rsler, Merkel, Oettinger und Trittin zwar am meisten wahrgenommen, professionelles Auftreten attestiert man aber allenfalls dem Fraktionschef der Grnen Jrgen Trittin und dem Bundesumweltminister Peter Altmaier. Bei den Verbnden ragt besonders Hildegard Mller heraus. Die Hauptgeschftsfh-rerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erhlt in der Bewertung der Professionalitt den hchsten Wert aller abgefragten Persnlichkeiten.

Die Ergebnisse der kompletten Studie knnen gegen eine Schutzgebhr angefordert werden. Nhere Informationen auf www.dialog-e.net .
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