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Pressemitteilung

Sachsens CDU-Ministerpräsident Stanislaw Tillich will einheitliche Netzentgelte durchsetzen

Neue Studie zeigt: Bleibt es beim Prinzip der regionalen Wälzung, würden strukturschwache Regionen als Folge des Bevölkerungsschwunds besonders leiden
(PM) Berlin, 09.05.2014 - Sachsens CDU-Ministerprsident Stanislaw Tillich will die Kosten fr neue Stromtrassen gerechter verteilen: „Die Energiewende betrifft uns alle, daher sollten Netzentgelte bundeseinheitlich – statt wie bisher regional – umgelegt werden“, sagt Tillich im Gesprch mit BIZZ energy today (Ausgabe Mai 2014, EVT 12.05.2014).

Neue Argumente und Zahlen fr seinen Vorsto hat Tillich bereits in der Schublade, in Form einer von ihm beauftragten Studie der Technischen Universitt Dresden ber die Entwicklung der Netzentgelte bis 2023. 

Die 70 Seiten umfassende Analyse unter Federfhrung des Energiewirtschafts-Professors Dominik Mst soll Mitte Mai verffentlicht werden und lag BIZZ energy today vorab komplett vor.

Laut Studie wrden „neben den ostdeutschen Flchenlndern auch die Kstenlnder Schleswig-Holstein sowie Teile Bayerns von einem bundeseinheitlichen Entgelt profitieren“. Und: „Den zum Teil erheblichen jhrlichen Entlastungen von bis zu 130 Euro pro Dreipersonenhaushalt stehen in den sd- und westdeutschen Flchenlndern vergleichsweise geringe Mehrbelastungen von maximal 30 Euro gegenber.“ 

Schon heute existiert bei Netzentgelten eine Kluft zwischen Stdten und lndlichen Regionen, wie die Studie zeigt. Haushaltskunden zahlen pro Kilowattstunde zum Beispiel im nordbayerischen Aschaffenburg nur 4,1 Cent, im ebenfalls zu Bayern gehrenden Landkreis Lindau am Bodensee liegt die Gebhr 76 Prozent hher, bei 7,2 Cent. Noch mehr mssen Kunden in den neuen Bundeslndern berappen: im Erzgebirge durchschnittlich 8,5 Cent, im Landkreis Rostock 9 Cent und im brandenburgischen Havelland sogar 9,5 Cent. 

Bleibt es knftig beim Prinzip der regionalen Wlzung von Netzinvestitionen, wrden strukturschwache Regionen als Folge des Bevlkerungsschwunds besonders leiden – auch die Heimat der Bundeskanzlerin: In der Uckermark, wo Angela Merkel aufwuchs, zahlen Haushaltskunden heute bereits im Schnitt pro Kilowattstunde 8,3 Cent. Bis 2023 steigt das Entgelt laut Modellrechnung der Studie um 72 Prozent auf 14,3 Cent – das wre ein trauriger Rekord.

Tillichs Ziel einheitlicher Netzentgelte wrde laut Studie 2023 konkret bedeuten: 7,7 Cent pro Kilowattstunde fr Haushalts- und Gewerbekunden, sowie gestaffelte Entgelte von durchschnittlich 2,9 Cent fr die Industrie.
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