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Pressemitteilung

Projekt 'Strukturbasierte Umweltbewertung von Chemikalien' erfolgreich abgeschlossen

Neue, kostenfreie Datenbank 'EstiMol' für Lebenszyklus-Hintergrunddaten wird am DBU-Stand auf der Hannover Messe vom 13. bis 17. April 2015 in der Halle 2, Stand B45 von der ifu Hamburg GmbH präsentiert.
(PM) Hamburg, 09.04.2015 - Um Umweltwirkungen eines Produktes ber seinen gesamten Lebenszyklus zu bewerten, werden bei der kobilanzierung Hintergrund-Datenbanken genutzt, um alle Vorketten abzubilden. Dabei tauchen immer wieder Stoffe auf, insbesondere Chemikalien, fr die keine geeigneten Daten zur Verfgung stehen. Als Ergebnis des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefrderten Projektes 'Strukturbasierte Umweltbewertung von Chemikalien' stellt die ifu Hamburg GmbH die Datenbank 'EstiMol' auf der Hannover Messe 2015 vor. 'EstiMol' enthlt fr 14 000 Substanzen die berechneten Werte fr Carbon Footprint (GWP100), den kumulierten Energieaufwand (KEA) und den EcoIndicator 99.

Zusammenhang zwischen Moleklstruktur und Umweltauswirkungen

Indikatoren fr Chemikalien knnen ermittelt werden, da es bei ihrer Herstellung einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Moleklstruktur und den verursachten Umweltauswirkungen gibt. An der ETH Zrich wurden neuronale Netze mit einer groen Anzahl hochqualitativer Datenstze trainiert. So knnen Aussagen ber potenzielle Umweltauswirkungen getroffen werden, auch ohne spezifisches Wissen ber den Herstellungsprozess.

"Das Tool liefert eine wertvolle komplementre Sichtweise ber die reine Stoff- und Mengensicht hinaus", erlutert Prof. Dr. Konrad Hungerbhler, Professor am Departement Chemie und Angewandte Biowissenschaften der ETH Zrich. "Moleklstrukturen sind die Sprache der Chemiker! Mit EstiMol ergibt sich eine massive Vereinfachung, weil auch die energetische Betrachtung mit eingeschlossen wird, etwas was bei Fokussierung auf stoffliche Umsetzung gerne vernachlssigt wird. EstiMol bietet damit einen ersten Einstieg in eine Lebenszyklus-Perspektive."

Hrden abgebaut - Mehrwert fr kobilanzierer

Das Projekt 'Strukturbasierte Umweltbewertung von Chemikalien' baut auf die Vorarbeiten an der ETH auf und hatte u.a. zum Ziel, diese Daten einfacher zugnglich zu machen. Durch die automatisierte Auswertung von Moleklstrukturmerkmalen lieen sich 40 000 Substanzen berechnen.

Projektleiterin Mieke Klein von der ifu Hamburg GmbH erlutert: "Wir erhalten regelmig Anfragen nach Hintergrunddatenstzen, die es in den gngigen kommerziellen Datenbanken einfach nicht gibt".

Einschrnkungen transparent kommunizieren

Bei allen Vorteilen, die die Methode bietet, gibt es auch Einschrnkungen: Die untersuchten Chemikalien mssen petrochemischen Ursprungs sein und eine Reihe von Voraussetzungen der Moleklstruktur erfllen. Deswegen haben lediglich 14 000 von 40 000 in der Datenbank enthaltenen Substanzen valide Ergebnisse. "Es handelt sich um eine Abschtzung, keinen vollwertigen Ersatz fr Sachbilanz-Datenbanken", sagt Klein. "Es ist jedoch ein praktikabler Weg, mit den Datenlcken umzugehen, sei es um einen Wert zu erhalten oder um priorisieren zu knnen, welche Substanzen detaillierter untersucht werden sollten."

Dr. Maximilian Hempel, Leiter des DBU-Referates Umweltchemie, ergnzt: "Die EstiMol Datenbank bietet gerade fr mittelstndische Unternehmen eine einfache und praktikable Mglichkeit Umweltwirkungen von Chemikalien abzuschtzen".

Die Datenbank 'EstiMol' ist unter www.umberto.de/de/estimol/ kostenlos zugnglich.
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