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Pressemitteilung

Die Generation 50 plus und die Auswirkung auf die Tourismusbranche

Manager sind gefordert jetzt umzudenken, um ihr Unternehmen demographiefest und somit sicher für die Zukunft zu machen.
(PM) Bad Vilbel/Frankfurt am Main, 29.04.2013 - Kaufkraft von ber 720 Mrd. € jhrlich – Tendenz steigend

Die Aussicht auf hohe Umstze in den lukrativen „reifen Kundensegmenten“ hat auch Bewegung in die Tourismusbranche gebracht, die auf den wachsenden Hedonismus der „Generation 50+“ setzt. Ein Beispiel fr die zielgenaue Ansprache der „Generation 50+“ liefert ein bekannter Reiseveranstalter. Mit seinem Konzept bietet der deutsche Veranstalter qualitativ hochwertigen Urlaub und zielgruppengerechte Programme insbesondere fr aktive ltere an. Der Kundenfokus liegt – laut Reiseveranstalter – auf der Altersgruppe der „Best Ager“ bzw. der „Generation 50+“, die fr den Tourismuskonzern schon heute eine beraus wichtige Rolle spielt und weiter an Bedeutung gewinnt.

Mehr Bewegung bei den lteren

Je jnger desto fauler – so lauten Ergebnisse verschiedener Studien. Die bis Mitte 40-jhrigen liegen gerne am Strand oder am Pool und sind weniger aktiv im Urlaub, als die etwas ltere Personengruppe ab Mitte 50. Das liegt daran, dass die bis 45-jhrigen einen aktiven Alltag im Beruf und Familie haben. Die ltere Generation fhlt sich freier (durch den Auszug der Kinder z.B.) und will das Leben im Jetzt und Hier genieen. Man gnnt sich was.

Fr die Unternehmen stellt der demographische Wandel zustzliche Wachstumschancen dar. Allerdings erfordert deren Nutzung, dass die Unternehmen bereits heute die strategischen Weichen fr eine erfolgreiche Entwicklung im Markt von morgen stellen.

Die demographische Entwicklung fhrt schon heute dazu, dass einzelne Marktsegmente sich im Hinblick auf ihre Umsatzpotenziale und ihre Zielgruppenprofile deutlich verndern. Whrend einzelne Teilmrkte neu entstehen, werden andere marginalisiert. Fr das Produkt- und Dienstleistungsspektrum schliet sich die Frage an, ob es „demographiefest“ ist bzw. welcher Anpassungen es bedarf, um es „demographiefest“ zu machen. „Demographiefest“ soll in diesem Zusammenhang bedeuten, dass ein Produkt bzw. eine Produktkategorie oder eine Dienstleistung auch in einer weiter alternden Gesellschaft mit ihren sich verndernden Anforderungen einen positiven Beitrag zum Unternehmensergebnis leisten kann. Das heit nicht zwingend, dass es mittel- und langfristig keine attraktiven Mrkte fr „Jugendprodukte“ mehr geben wird. Entscheidend ist, dass die Unternehmen bei der kontinuierlichen berprfung und Weiterentwicklung ihres Produkt- und Dienstleistungsspektrums die Auswirkungen der demographischen Entwicklung analysieren und bercksichtigen.

Umsetzungsfehler in der Praxis

Dennoch treten in der bisherigen Unternehmenspraxis hufig dieselben Umsetzungsfehler bei der Zielgruppenansprache auf, wie z.B. der „Seniorenteller-Effekt“: Die direkte namentliche oder indirekte Ansprache der Zielgruppen als Senioren bzw. die Bezeichnung von „Senioren-Handy“, „Senioren-Rabatt“ oder dem Zusatz „Senior“ bzw. „50-plus" wird von den Zielgruppen eindeutig als negativ, als Abwertung der eigenen Persnlichkeit empfunden. So gaben in einer Erhebung von Datamonitor 98 Prozent der Befragten an, den Ausdruck „Senior“ als Bezeichnung fr die eigene Person abzulehnen. Eine klare Mehrheit lehnt sogar die Bezeichnung „50-plus“ ab. Wir empfehlen Unternehmen, nicht in die „Generationsfalle“ zu tappen, sondern sich ber die Lebensstile ihrer Kuferschaft, d. h. nach psychographischen Segmentierungskriterien, im Markt zu positionieren.

Der „Silver-Surfer“-Effekt: Ein weiteres hufig anzutreffendes Problem liegt in der Darstellung der lteren Konsumenten begrndet. Viele Testimonials bzw. Models werden entweder zu alt, zu klischeehaft und zu wirklichkeitsfern dargestellt oder aber auch zu jung, zu dynamisch und zu makellos.

Etwa drei Viertel der in den Zielgruppen Befragten fhlen sich durch die Abbildung junger Models ausgegrenzt. Vor allem Frauen im Alter um die 50 fhlen sich in besonderem Mae von solchen Models angesprochen, die im gleichen Alter sind und ihrem Alter entsprechend gut aussehen. Mit einer „allzu beschaulichen Inszenierung des Lebensabends“ knnen sich die reifen Kunden jedoch ebenfalls nicht identifizieren. Inzwischen gelten die beschriebenen Herangehensweisen an Darstellung und Ansprache lterer Menschen in der Werbung als berholt, nicht zuletzt dadurch bedingt, dass sich das Verhltnis der Jngeren gegenber den lteren gewandelt hat. „Alt sein“ wird auch in einer jungen Zielgruppe immer weniger stigmatisiert, da der Generationenbruch dank der Popkultur kleiner wird, so dass ltere Stars wie Mick Jagger und Tina Turner durch ihr selbstbewusstes Verhalten auch die Jngeren beeindrucken.

Wer nicht an die Zukunft denkt, wird bald Sorgen haben.
(Konfuzius, chin. Philosoph, 551-479 v. Chr.)

Bislang trgt das unternehmerische Handeln dem Wandel wenig Rechnung. Es mangelt an Konzepten, der ntigen Entschlossenheit, an Kenntnis ber die besonderen Ansprche lterer Zielgruppen. Deshalb ist es unabdingbar auch fr die fr die Tourismusbranche sich diesem Thema zu stellen.
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