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Chef gegen Chef - Firma verkaufen oder Partnerwechsel?

Wie oft kommt es vor, dass ein Geschäftsführer-Team große Schwierigkeiten miteinander hat. Nicht selten Endet so ein Fall im Niedergang der Firma. Was tun? Austeigen oder schließen? Es gibt noch eine dritte Lösung!
(PM) Mmbris, 15.03.2013 - Es kommt immer wieder vor, dass ein Geschftsfhrer-Team groe Schwierigkeiten miteinander hat. Geredet wird darber erst, wenn es richtig schlimm ist. Mindestens einer von beiden, plant bereits im Stillen seinen Anteil zu verkaufen, oder einfach die Firma zu schlieen. Hauptsache der rger hat ein Ende. Bis dahin ist schon viel Porzellan zerschlagen. Es gab widersprchliche Anweisungen an Mitarbeiter, abweichende Fhrungsstile und keine einheitliche Kultur. Der wenig vorbildliche Umgang miteinander setzt sich durch die Hierarchien fort. Am Ende kostet der Konflikt Energie, Zeit, Geld und vielleicht sogar Kunden. Nicht selten Endet so ein Fall im Niedergang der Firma.

Typische Auslser sind: enttuschte Erwartungen, unterschiedliche Werte, abweichende Ziele, vllig unterschiedliche Kommunikations- und Fhrungsstiele. Das alles ist vllig normal. In einem guten Team, in dem man zeitnah und konstruktiv ber Schwierigkeiten kommuniziert, kann man alles aus der Welt schaffen. Fehlen Vertrauen oder die kommunikativen Fhigkeiten, dann wird’s schnell brenzlig.

Es begann vielleicht ganz harmlos, mit dem unerwarteten Verhalten des Partners. Menschen suchen dann eine Erklrung fr das Verhalten des Partners. Noch aus der Steinzeit stammt der Reflex, beim Anderen eine negative Absicht zu unterstellen. Ab sofort sammelt Geschftsfhrer A fr seine „Geschichte“, der andere sei der Bsewicht, Beweise. Wenn man danach sucht, findet man sie auch. Jedes Verhalten wird negativ ausgelegt, und auf einem gedanklichen Zettel geklebt. Wie bei Rabattmarken im Supermarkt, gibt es auch bei diesem vollen Zettel am Ende eine berraschung. Es knallt gewaltig, weil sich die angesammelte Wut auf einmal lst. Oder alle vermeintlichen Missetaten werden in kleineren oder greren Racheakten heimgezahlt. Beides trgt nicht gerade zur Verbesserung der Situation bei. Das Ende einer jeden Eskalation ist klar: gemeinsam in den Abgrund.

Will man das vermeiden ist Eile angezeigt! Je eher die Geschftsfhrung etwas unternimmt, desto eher kommt man zurck zu einem konstruktiven Dialog und desto geringer ist der Schaden. Was kann Teamentwicklung und Kommunikationstraining hier leisten?

Schritt 1: Bevor alles den Bach runter geht, muss man sich im Klaren darber werden, „was will ich wirklich?“ Ist es wichtiger dem „Feind“ keinen Millimeter mehr zu berlassen oder haben vielleicht doch das berleben der Firma, das eigene Vermgen, die Mitarbeiter eine grere Bedeutung fr mich?

Schritt 2: Jeder muss zunchst bei sich selbst anfangen. Denn jeder Konflikt hat zwei Seiten. Die Kontrahenten mssen sich klar darber werden: „Was ist mein Anteil an dem Konflikt?“ Wichtig ist auch, „Wie sehe ich den Anderen?“ Mit einem „Bsewicht“ rede ich aufgrund des „ethischen Geflles“ anders, als mit einem gleichberechtigtem Partner auf Augenhhe. Diese Haltung muss erst korrigiert werden.

Schritt 3: Nun gilt es Gemeinsamkeiten zu finden – „Common Ground“. Das sind insbesondere gemeinsame Ziele, z.B. wollen beide das wirtschaftliche Wohl der Firma. Aber auch gemeinsame Werte (z.B. Ehrlichkeit, Zuverlssigkeit, Menschlichkeit, usw.) knnen helfen. Nur, jeder Mensch hat andere Werte und setzt andere Prioritten. Sobald aber in den Top-Ten-Werten der Streithhne passende Werte auftauchen, kann man sich dort treffen.

Schritt 4: Sptestens jetzt muss man eine teamfhige Kommunikation installieren. Es gibt elementare Regeln in der Teamkommunikation. Deren Einhaltung ist notwendig, damit sich die Kontrahenten zuhren und sich vollstndig verstehen. Fhlt sich einer Angegriffen, schaltet er sofort auf Gegenwehr, der Dialog ist vorbei. Weil das anfangs noch schwierig ist, sollte unbedingt ein erfahrener Teamcoach, Kommunikationstrainer oder ein Mediator dabei sein.

Schritt 5: Erst jetzt kann man beginnen Vertrauen und Verstndnis aufbauen. Hier beginnt also die langfristige Arbeit der Teamentwicklung. Sie ist dringend notwendig, um Rckflle zu vermeiden. Wenn den Teilnehmern erst bewusst wird, welche Denkstrukturen und Verhaltenstendenzen den Anderen antreiben, ist einfacher sein Verhalten einzuschtzen und zu tolerieren. Bestenfalls kommt man sogar soweit, die Strken jedes Partners auszuarbeiten und die anfallenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten nach diesen Strken zu verteilen. Auch zum Vertrauensaufbau gibt es bungen und Regeln.

Schritt 6: Nun kann man Regeln fr den Umgang miteinander entwerfen. Niemand will zurck zum Rabattmarken sammeln. Folglich ist es wichtig festzulegen, wie oft man darber redet, wie man gerade miteinander auskommt.

Unternehmen sind mageblich erfolgreicher, wenn die Chefetage ein eingespieltes Team ist. In exzellenten Teams gibt es gemeinsame Ziele, klare Rollen und feste Regeln. Nur um dahin zu kommen, muss die Teamkommunikation funktionieren. Das alles ist keine Selbstverstndlichkeit. Deshalb gibt es Profis fr Teamkommunikation und Teamentwicklung - auch fr die Chefetage.
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Peter Rach ist freiberuflicher Trainer für Team und Kommunikation. Sein Herz schlägt für Teamwork und Freude an der an der Arbeit. Deshalb entwickelt der Autor unter der Firmierung Peter Rach Team & Kommunikation Teams zu ...
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