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Zahl der Notenfälschungen gestiegen – Kartenbetrug nimmt ab
(PM) Ratingen, 06.07.2010 - Zahl der Notenflschungen gestiegen – Kartenbetrug nimmt ab

Kartenzahlung ist nach wie vor das Zahlverfahren der Wahl, wenn es um Sicherheit vor Betrug geht. Denn whrend das Aufkommen von Falschgeld in Deutschland 2009 zunahm, tragen die Manahmen der deutschen Kreditwirtschaft zur Eindmmung der Zahlungskartenkriminalitt Frchte: Der Betrug mit Debitkarten ist deutlich rcklufig. In erster Linie ist dies dem entschlossene Handeln aller beteiligten Parteien zu verdanken. Es sorgte mithin dafr, dass Schden durch betrgerische Kartenkriminalitt minimiert wurden. Dies besttigen eine aktuelle Untersuchung der im Auftrag der deutschen Kreditwirtschaft agierenden EURO Kartensysteme GmbH (EKS), Zahlen der Deutschen Bundesbank sowie die Polizeiliche Kriminalstatistik 2009.

Falschgeldbetrug nimmt zu

Die Polizeiliche Kriminalstatistik meldet fr das Jahr 2009 eine Zunahme der in Verkehr gebrachten Blten um 21,5%.[1] Laut Bundesbank verursachten diese mit 3,1 Mio. Euro einen nominell um 0,4 Mio. EUR geringeren Schaden gegenber 2008; die Flschungen waren im Vergleich zum Vorjahr mehrheitlich Scheine mit geringerem Nennwert. Zu den beliebtesten Flschungen gehren demnach 50- sowie 20-Euro-Scheine. Gemeinsam machten diese 77% der festgestellten Blten aus.[2] Durch das erhhte Falschgeldaufkommen wchst fr Verbraucher aber dennoch die statistische Wahrscheinlichkeit, Opfer von Falschgeldbetrug zu werden.

Manahmen gegen Kartenbetrug zeigen Wirkung

Schden durch Kartenbetrug im Handel konnten im gleichen Zeitraum erfolgreich bekmpft werden. So nahm die Zahl der von der Polizei erfassten Flle von Debitkartenbetrug ohne PIN um 14%, der Betrug mit PIN um 2,2% im Vergleich Vorjahresniveau ab.[1] Zwar stieg die Anzahl der Angriffe auf Geldautomaten und Trffnersysteme. Doch die enge und nachhaltige Zusammenarbeit der Kreditinstitute und der Zahlungsdienstleister, wie beispielsweise dem Marktfhrer easycash, trug Frchte: Im Vergleich zum starken Anstieg 2008 stagnierte 2009 die Zahl der Betrugsdelikte – und das, obwohl der Anteil der Kartenzahlung am Gesamtumsatz des Einzelhandels um 1,5% auf 37,5% zunahm.[3] Eine zentrale Rolle bei der Bekmpfung des Betruges von Debitkarten ohne Verwendung der PIN kommt dem EHI Retail Institute zufolge der KUNO-Datenbank [4], einem Gemeinschaftsprojekt der Polizei, des Handels und der Zahlungsverkehrsdienstleister, zu. Sie verzeichnete 2009 eine Abnahme der Sperrmeldungen um 4,4% in Relation zum Vorjahr.[5] „Vor dem Hintergrund der Europisierung von Zahlungsarten unter dem Stichwort SEPA ist es erfreulich zu sehen, wie durch eine Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft beim kostengnstigen und ausfallsicheren ELV Sicherheitslcken geschlossen werden knnen,“ kommentiert Marco Atzberger, Mitglied der Geschftsleitung im EHI, die positive Entwicklung der KUNO-Datenbank.
Auch Investitionen in gezielte Prvention, Aufklrungsarbeit und technische Sicherungen zahlten sich aus. berdies konnten die Strafverfolgungsbehrden 164 Tter dingfest machen.
Insgesamt liegt der Gesamtschaden durch Betrug bei Debitkarten im niedrigen Promillebereich des gesamten Zahlungsverkehrsvolumens von 136,9 Mrd. Euro.[3] Schden, die Verbrauchern durch Manipulationen an Geldautomaten oder POS-Terminals entstehen, werden berdies von der Kreditwirtschaft ersetzt. Falschgeld hingegen wird eingezogen und die entstandenen Ausflle tragen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, die betroffenen Verbraucher.

Kreditkarten und Daten im Fokus der Kriminellen

Einen Anstieg weist die Polizeiliche Kriminalstatistik im Bereich des Betruges mit Kreditkarten und Daten von Zahlungskartendaten aus. Urschlich ist hier in erster Linie die Kriminalitt im Internet. International operierende Banden handeln dort Kreditkarten und deren Daten, mit Vorliebe auch von Bundesbrgern: Diese gelten als sehr solvent. Die Cyberkriminellen verursachten einen Zuwachs von 13% im Bereich des Betruges mit Kreditkarten und 68,6% beim Betrug mit Daten von Zahlungskarten.[1]
Um diesen Taten wirkungsvoll entgegenzutreten zu knnen, sehen Experten vor allem den Gesetzgeber in der Pflicht: Behrden mssen sowohl personell als auch im Hinblick auf die Mglichkeiten der Strafverfolgung gestrkt werden. Desweiteren appellieren sie an die Vorsicht der Verbraucher, die allzu leichtfertig Daten im Internet preisgben und den Strafttern so ihr Tun erleichtern.

[1] Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
[2] Quelle: Deutsche Bundesbank, 2010
[3] Quelle: EHI Retail Institute, „EHI-Research: Zahlung und Kundenbindung per Karte“, 2010
[4] Kriminalittsbekmpfung im Unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen
[5] Quelle: EHI Retail Institute, 2010
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