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Zusammenfassende Meldung: Strenge Fristen unbedingt einhalten

(PM) Bonn, 11.08.2010 - Die Schonfrist ist vorbei: Bei Geschften mit EU-Unternehmen ist jetzt erhhte Vorsicht im Finanz- und Rechnungswesen gefragt. Es gelten strengere Abgabefristen fr die Zusammenfassende Meldung (ZM). Der Fiskus schreibt Unternehmen vor, innergemeinschaftliche Lieferungen und Dreiecksgeschfte in der Regel monatlich zu melden. Nur bei einem Quartalsumsatz von 50.000 Euro oder weniger ist weiterhin eine vierteljhrliche Abgabe mglich. Vom 1.7.2010 bis zum 31.12.2011 gilt bergangsweise eine Betragsgrenze von 100.000 Euro. Besonders tckisch: Die von Unternehmen hufig in Anspruch genommene Dauerfristverlngerung ist nicht mehr anwendbar. Die Abgabefrist fr die ZM endet schon mit dem 25. des Folgemonats. Berichtigungen einer fehlerhaften ZM mssen innerhalb eines Monats erfolgen. Bisher war dies innerhalb von drei Monaten mglich. Damit wchst der Zeitdruck fr alle meldepflichtigen Unternehmen.

Fristberschreitungen haben weitreichende Konsequenzen. Die Finanzbehrden knnen versptet oder unvollstndig abgegebene ZMs als Ordnungswidrigkeit werten. Es drohen empfindliche Bugelder von bis zu 5.000 Euro. Der Fiskus rumt Unternehmen noch die Mglichkeit ein, falsche oder fehlende Angaben zu berichtigen. Dies hat innerhalb einer Frist von einem Monat zu erfolgen. Noch haben sich nach Einschtzung des Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) nicht alle Unternehmen auf die Neuerungen eingestellt. Der BVBC empfiehlt Finanzverantwortlichen, die Prozesse des Finanz- und Rechnungswesens umgehend den neuen Fristen anzupassen. Neben Strafzahlungen knnen auf Unternehmen andernfalls auch Umsatzsteuernachschauen oder -sonderprfungen zukommen.

Was ist in der Praxis zu beachten? Whrend fr innergemeinschaftliche Lieferungen meist eine monatliche Abgabe der ZM zu erfolgen hat, gilt fr innergemeinschaftliche Dienstleistungen weiterhin eine quartalsweise Frist. Aus Praktikabilittsgrnden ist es sinnvoll, monatlich eine gemeinsame ZM zu erstellen und an das Bundeszentralamt fr Steuern (BZSt) zu bermitteln. Neben einer vorausschauenden Terminplanung sollten Unternehmen unbedingt sicherstellen, dass ihnen eine gltige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) ihrer auslndischen Geschftspartner vorliegt. Sie ist in der ZM zwingend vorgeschrieben. Ist die Steuernummer falsch und kann der Rechnungssteller die Prfung der USt-IdNr. nicht nachweisen, schuldet er den Finanzbehrden die Umsatzsteuer.

„Noch gibt es rund um das Thema ZM viele Informationslcken“, betont Lars Wohlfarth, Vorsitzender des BVBC-Landesverbandes Thringen. „Der Wissensbedarf ist enorm, wie die hohen Teilnehmerzahlen an unseren Veranstaltungen belegen.“ Auf Initiative des Landesverbandes hat der BVBC eine Informationsseite eingerichtet. Unter der Internetadresse www.bvbc.de/zm finden sich ntzliche Praxistipps rund um das Thema ZM. Zudem lsst sich per Direktabfrage eine auslndische USt-IdNr. auf Gltigkeit prfen. Das erspart den Verantwortlichen eine umfangreiche Direktrecherche. Es empfiehlt sich, eine so genannte qualifizierte Anfrage durchzufhren. Nur die schriftliche Antwort des BZSt dient gegenber dem Fiskus als Nachweis der ordnungsgemen Prfung.

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