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Pressemitteilung

Zahlungsaufforderungen von Inkassounternehmen besser beachten!

Keine Reaktion ist die schlechteste Alternative
(PM) Bellheim, 15.02.2012 - Hufig erhalten hilfesuchende Schuldner insbesondere im Internet oder von ehrenamtlichen Beratern von Organisationen wie Verbraucherzentralen & Co. den Rat, auf Inkassoschreiben berhaupt nicht zu reagieren. Ein teuerer Rat, in vielen Fllen.

Post vom Inkassobro ist nie angenehm. Es liegt in der Natur des Menschen, dass die Schuld bei den anderen, namentlich dem Auftraggeber des Inkassobros oder dem Inkassounternehmen selbst gesucht wird, sei es objetktiv berechtigt oder unberechtigt. Schnell wird man auerdem im Internet fndig: negative Erfahrungsberichte ber Inkassounternehmen von Schuldnern, eventuell auch ber dasjenige, von dem man gerade Post erhalten hat, sind keine Seltenheit; sie liegen beim Mengeneinzug von Forderungen realiter beinahe in der Natur der Sache. Hufig liest man hier den Rat, es wren ohnhehin nur Zahlungsaufforderungen, passieren werde nichts – man solle einfach nicht reagieren. Selbst Organisationen wie die Verbraucherzentralen stoen in dieses Horn.

Vorsicht vor unprofessioneller Beratung

Auf diese Art und Weise beraten, kann es teuer werden fr den Schuldner, bei Kleinforderungen berschreiten die Kosten hufig die Hhe der Hauptforderung. Dies ist jedoch im brigen nicht die Schuld von Rechtsdienstleistern wie Rechtsanwlten oder Inkassounternehmen, wie es manche Verbraucherschutzorganisationen gerne darstellen. Schuld ist hufig ein Vertrauen in unprofessionelle Beratung. Denn Aufgabe von Beratern ist es, den Sachverhalt im Interesse des Ratsuchenden realistisch und mglichst rechtssicher rechtlich zu beurteilen. Pauschalierende, wenig qualifzierte Betrachtungsweisen, die dem aufgebrachten Ratsuchenden „nach dem Mund reden“ und sich in den Chor von Anklagen bestimmter Arten von Vertragsschlssen oder Branchen einreihen, sind hier vllig fehl am Platz. Aufgabe von Beratung ist es nmlich, eine realistische Einschtzung der rechtlichen Situation abzugeben und ber ein mgliches Kostenrisiko aufzuklren.

Dialog einzig richtige Reaktion

Angesichts dieses Kostenrisikos erscheint der Rat wenig sinnvoll, nicht auf Inkassoschreiben zu reagieren. Einzig und allein richtig ist es im Falle von Einwendungen, diese dem Inkassounternehmen vorzutragen und in einen Dialog einzutreten. Serise Inkassodienstleister prfen diese Einwendungen und besprechen sie mit ihrem Auftraggeber. Kommen Sie zu dem Ergebnis, dass die Einwendungen berechtigt sind, wird der Einzug der Forderung eingestellt. Dies hat den (angeblichen) Schuldner keinen Cent gekostet! Man darf nicht vergessen: Auch Glubiger machen Fehler, geben manche Schuldner irrigerweise an ihr Inkassobro zur weiteren Bearbeitung ab. Falls keine Einwendungen erhoben werden knnen, ist ebenfalls die Kontaktaufnahmen mit dem Inkassobro sinnvoll zur Vereinbarung einer Ratenzahlung. Nahezu jedes Inkassounternehmen nimmt ein ernst gemeintes Ratenzahlungsangebot von Schuldnern an und stellt jegliche weitere Manahmen ein. Auf diese Weise hat der Schuldner Zeit, die Ansprche des Glubigers zu erfllen, ohne gerichtliche Manahmen oder eine Schufa-Meldung befrchten zu mssen. Die Einhaltung ist jedoch in jedem Falle anzuraten, da ein Schuldner ein zweites Mal diese Mglichkeit oft nicht erhlt. Es fallen dann fast unweigerlich die oben genannten Kosten an, die zu einer erheblichen Erhhung der ursprglichen Hauptforderung fhren.

Kostentragungspflicht selbst bei berechtigten Einwendungen mglich

Auerdem ist Folgendes zu bercksichtigen: Ein Schuldner, der erst im Gerichtsverfahren seine Einwendungen vortrgt, muss oft doch entgegen der grundstzlichen Regelung in der Zivilprozessordnung (ZPO) die Kosten des Gerichtsverfahrens tragen, selbst wenn die Einwendungen im Ergebnis zu einer Abweisung der Klage fhren. Er hat genug Gelegenheit gehabt, seine Einwendungen vorzutragen und hat so zumindest einen Teil der Kosten verursacht – er hat sie deshalb auch zu tragen, so oft die Gerichte. Selbst wenn der Schuldner sich demnach vllig im Recht befindet, muss er reagieren, um nicht Gefahr zu laufen, die Kosten des Verfahrens zumindest zum Teil bernehmen zu mssen (Siehe Urteil Amtsgericht: www.evocate-inkasso.de/?p=132).

Das Ergebnis kann daher im Falle des Erhalts eines Inkassoschreibens nur sein, in einen Dialog einzutreten und sich qualifizierten Rechtsrat, in der Regel ber einen Rechtsanwalt, einzuholen, falls man nicht einverstanden ist mit den Aussagen des Inkassobros– dies ist alle mal billiger, als unqualifiziertem Rechtsrat zu vertrauen.
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