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Wenn der Kunde zum Entwickler wird – Unternehmen setzen bei Produktneuheiten auf Open Innovation

(PM) , 11.07.2006 - Stuttgart - Wohl kein Unternehmen in Deutschland und darber hinaus wrde sich gerne mangelnde Kundenorientierung vorwerfen lassen. Auf der Geschftsagenda wird der Orientierung an Bedrfnissen und Wnschen der Kunden zumindest mit Worthlsen breiter Raum eingerumt. Die Wirklichkeit aber sieht erheblich anders aus, wie unter anderem Zukunftsforscher Matthias Horx wei. Fr ihn orientieren sich Produktneuheiten in den wenigsten Fllen tatschlich am Verbraucher: „Viele Innovationen werden nicht aus der Kenntnis von Kundenbedrfnissen oder einem echten Kreativittsprozess heraus entwickelt, sondern nur, um mehr Regalflche zu belegen oder bei einem oberflchlichen Trend auch noch dabei zu sein. Dabei kommt dann Wellness-Wurst heraus oder Zahncreme mit grnem Tee“, erklrt er gegenber der Zeitschrift Absatzwirtschaft www.absatzwirtschaft.de. Neue Produkte und Innovationen seinen in der Regel „nur verquirlte Diversifikationen des Vorhandenen oder Scheininnovationen.“ Das wusste schon der sterreichische konom Josef A. Schumpeter. „Die allermeisten Erneuerungen, die wir frher oder spter berrascht oder erstaunt als solche begreifen, existieren lngst. Nur ein kleiner Bruchteil ist wirklich neu. Das Allermeiste ist eine Rekombination aus vorhandenen Ideen und Produkten." Um die Ergebnisse gewaltiger Marktforschungs- und Marketingmhlen zu verfeinern, setzen mittlerweile viele Firmen auf den Kunden als so genannten Co-Innovator. „Immer mehr Firmen verlassen sich bei der Suche nach Neuerungen nicht auf die eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, sondern zapfen zugleich die Schpfungskraft der Kundschaft an“, berichtete Constantin Gillies in der Financial Times Deutschland www.ftd.de. Beim Markenartikler Procter und Gamble www.procterundgamble.de etwa gehen demnach bereits zehn Prozent aller Neuprodukte auf externe Ideen, die so genannte Open Innovation, zurck. Zwar sei nicht jeder Kunde auch ein geborener Erfinder, aber Prognosen der britischen Economist Intelligence Unit eiu.com besttigen, dass die wichtigsten Vernderungen in der Geschftswelt knftig von der Schnittstelle zum Kunden ausgehen werden. Auch Horx hlt ein Pldoyer dafr, „einen etwas „wehmtigen" Abschied von der aufgedrehten und knstlichen Sprache des Marketing zu versuchen und sich wieder dem Wesentlichen der Welt zuzuwenden, nmlich dem Menschen, seinen Bedrfnissen, auch seinen Aversionen und seinen unerlsten Bedrfnissen.“ „Innovationen zu managen ist ein entscheidender Punkt auf dem Weg zum Erfolg“, besttigt auch Axel Schnell vom Stuttgarter IT-Dienstleister Nextiraone www.nextiraone.de. „Ideen fr neue Produkte zu entwickeln, sollte systematisch betrieben werden. Dabei sollten nicht nur die Ideen der eigenen Mitarbeiter, sondern auch der Partner und Kunden genutzt werden". Allerdings drfe man sich nicht auf einseitige Ideen festlegen. „Sie brauchen die innovativen Querdenker genau wie die Vertreter der Kundenmehrheit“, sagt Ellen Enkel, Leiterin des Kompetenzzentrums Open Innovation der Universitt St. Gallen www.item.unisg.ch. Und: „Mit dem Internet ist ein Weg entstanden, den Kunden direkt zu involvieren.“ “Open Innovation ersetzt zwar nicht die klassischen Innovationsvorgnge", wei Frank Piller von der Technischen Universitt Mnchen www.tu-muenchen.de , „das Verfahren optimiert aber die Produktentwicklung." Unternehmen kommen damit auf wirkliche Basisinnovationen und vermeiden zeit- und kostenaufwendige Trial-and-error-Schleifen. Auch Sony www.sony.de hat zur Weiterentwicklung der Software fr die Play-Station eine Web-Site installiert, auf der Kunden Ideen fr neue Spiele entwerfen und diese auch entwickeln knnen. Kurz nach dem Start waren 10 000 Teilnehmer auf dieser Site aktiv. Und Lego www.lego.com bietet Bauksten an, die auf den Konstruktionen namentlich genannter Endkonsumenten entstehen. Deren Entwrfe sammeln die Dnen ber ihre Website und lassen sie von anderen Kunden bewerten. Allerdings zeigt sich, dass Kunden auch durch die Aussicht auf hheren Produktnutzen oder die Mglichkeit, sich mit Experten auszutauschen, zur Mitentwicklung angeregt werden. So veranstaltet der Schweizer Aufzugsanlagenbauer Schindler www.schindler.ch zwei- bis dreimal im Jahr Kundenworkshops: Hier bewerten Architekten und Generalunternehmer Markttrends, die der weltweit zweitgrte Hersteller von Aufzgen zuvor identifiziert hat. Obwohl kein Honorar lockt, nehmen Kunden zahlreich teil.
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