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News, 13.02.2019
Weltkonjunktur im Abwind
Weltwirtschaftsklima auf Siebenjahrestief
Die Zeichen in der Weltwirtschaft stehen immer mehr auf Abschwung. Vor allem in den USA und der Europäischen Union (EU) haben sich die Konjunkturprognosen zu Beginn des Jahres stark verschlechtert. Aber auch in den Ländern Asiens und Nordafrikas sowie dem Nahen Osten stockt die Konjunktur.
Der Himmel am weltweiten Konjunkturhorizont verdunkelt sich auf breiter Front.
Der Himmel am weltweiten Konjunkturhorizont verdunkelt sich auf breiter Front.

Die Weltkonjunktur zeigt immer strkere Bremsspuren: Wie aus dem World Economic Survey (WES) des Mnchener ifo Instituts hervorgeht, hat sich das ifo Weltwirtschaftsklima im ersten Quartal zum vierten Mal in Folge eingetrbt. So gab der Gesamtindikator, der die Lageurteile und Konjunkturprognosen von weltweit mehr als 1.200 konomen aus 122 Lndern widerspiegelt, zu Beginn des Jahres um weitere 11,1 auf -13,1 Punkte ein. Das notiert der Indikator aktuell so niedrig wie seit dem vierten Quartal 2011 nicht mehr. „Die Weltkonjunktur schwcht sich zunehmend ab“, konstatierte der ifo-Prsident Clemens Fuest.

Verantwortlich fr den Absturz des Indikators ist eine starke Verschlechterung der weltweiten Lageurteile gepaart mit immer pessimistischeren Konjunkturerwartungen. So stufen die konomen die aktuelle Wirtschaftslage trotz Einbruch der Bewertungen um 9,6 auf 2,6 Punkte insgesamt zwar immer noch leicht positiv ein, allerdings zugleich so schlecht wie seit dem ersten Quartal 2017 nicht mehr. Noch schwerer wiegt jedoch, dass sich konjunkturelle Abwrtssog verstrken drfte, wie die Konjunkturerwartungen der konomen zeigen. Hier strzte der Saldenwert gegenber dem vierten Quartal 2018 mit dem vierten Rckgang in Folge um 12,0 auf -27,7 Saldenpunkte ab. Demnach gehen alle weltweit befragten konomen in ihrer jeweiligen Wirtschaftsregion von einer sich weiter abschwchenden Konjunktur aus. Einzig in Lateinamerika sehen die Befragten einen leichten wirtschaftlichen Aufschwung.

Konjunkturindikatoren weltweit abwrtsgerichtet

Stark verschlechtert im Vergleich zum Vorquartal hat sich das Wirtschaftsklima insbesondere in den USA. Wie das ifo Institut berichtet, brachen hier sowohl die Lageurteile als auch die Erwartungen zur weiteren Konjunkturentwicklung zu Beginn des Jahres ein. Wenig besser sieht die Lage in der Europischen Union (EU) aus, wo die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Konjunkturaussichten ebenfalls deutlich negativer bewertet werden als im Vorquartal. Auch in Nordafrika, im Nahen Osten und in der Gemeinschaft Unabhngiger Staaten erwarten die befragten konomen eine weitere Verschlechterung, hier stehen die Zeichen sogar auf Rezession. In den Schwellen- und Entwicklungslndern hat sich die Entwicklung nach stark rcklufigen Bewertungen im dritten und vierten Quartal dagegen im ersten Quartal auf dem Niveau des Vorquartals stabilisiert.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft allgemein betrachtet, gehen die befragten konomen weltweit insgesamt von einem schwcheren Wachstum der privaten Konsumausgaben, rcklufigen Investitionen und einem weniger dynamischen Welthandel aus. Daneben erwarte eine, wenn auch stark rcklufige Mehrheit der Befragten Fuest zufolge einen Anstieg der kurz- und mittelfristigen Zinsen  sowie eine weltweite Abwertung des US-Dollars.

cs/ifo; Bild: Mabel Amber / pixabay; Lizenz: CC0 Creative Commons

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