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News, 24.05.2018
Weltkonjunktur trübt sich ein
Aufschwung der Weltwirtschaft verliert an Dynamik
Das Weltwirtschaftsklima hat sich im zweiten Quartal deutlich eingetrübt. Die aktuelle Wirtschaftslage wird zwar von den Ökonomen weltweit insgesamt nach wie vor ausgezeichnet bewertet, die Prognosen zur weiteren Konjunkturentwicklung sind aber so pessimistisch wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr.

Die Weltkonjunktur hat im zweiten Quartal deutlich an Schwung verloren. Wie aus der aktuellen Erhebung zum ifo World Economic Survey (WES) hervorgeht, ist der ifo Weltwirtschaftsklimaindikator im zweiten Quartal um 9,5 auf 16, 5 Saldenpunkte abgestrzt (Q1/2018: 26,0). Im ersten Quartal war der Indikator, der die Bewertungen zur aktuellen Wirtschaftslage sowie zur Konjunkturentwicklung von 1.155 konomen aus 120 Lndern widerspiegelt, auf den hchsten Stand seit mehr als 11 Jahren geschnellt. Verantwortlich fr die weltweite Stimmungseintrbung sind deutlich pessimistischer Konjunkturerwartungen. Hier strzte der Teilindikator um 17,8 Zhler auf 6,1 Saldenpunkte ab. Das ist der niedrigste Wert seit dem dritten Quartal 2016 (4,1 Saldenpunkte). Die aktuelle Wirtschaftslage ist jedoch insgesamt noch immer bestens. Hier gaben die Bewertungen der WES-Experten im zweiten Quartal gegenber dem 10-Jahreshoch von Anfang des Jahres nur geringfgig auf 27,4 Saldenpunkte. Das ist noch immer der zweitbeste Wert seit ber zehn Jahren. „Der Aufschwung der Weltkonjunktur bleibt weiter intakt, jedoch schwcht er sich ab“, konstatiert ifo-Prsident Clemens Fuest.

Weltwirtschaftsklima verschlechtert sich auf breiter Front

Wie die WES-Umfrage zeigt, hat sich das Wirtschaftsklima in nahezu allen Weltwirtschaftsregionen eingetrbt. Besonders in den USA fallen die Bewertungen sowohl zur aktuellen Wirtschaftslage als auch zu den Konjunkturaussichten merklich schlechter aus als noch zu Jahresbeginn. In der Europischen Union (EU) hat sich die Wirtschaftslage insgesamt zwar noch einmal in verbessert, auch hier haben sich die Konjunkturerwartungen der konomen aber deutlich eingetrbt. Gleiches Bild zeigt sich im Nahen Osten sowie in den GUS-Staaten, Nordafrika und Lateinamerika. Auch in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungslndern wurden die Erwartungen zurckgeschraubt. Die aktuelle Wirtschaftslage wird dagegen hnlich bewertet wie im Vorquartal. Hier liegt der Saldo der Bewertungen nach wie vor im positiven Bereich.

Bezogen auf die weitere Entwicklung der Verbraucherpreise gehen die befragten konomen  weltweit insgesamt von einem Anziehen der Inflation aus. „Einhergehend mit steigenden Inflationserwartungen werden sich die kurz- und langfristigen Zinsen in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften in den nchsten sechs Monaten erhhen“, so Fuest. Des Weiteren erwarten die Experten, dass sich das Wachstum des Welthandels, beeinflusst durch eine Zunahme der Handelsbarrieren, verlangsamen wird, und einen Zuwachs des weltweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,9 Prozent.

cs/ifo; Bild: Free-Photos / pixabay

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