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Virsona.com: Digitaler Plausch mit Marylin und Co.

(PM) , 10.07.2008 - Stimme als Interaktionsmedium verleiht Echtheit und Verbindlichkeit

Silicon Valley/Berlin - Ein Flirt mit Marylin Monroe, die Relativittstheorie mit Albert Einstein diskutieren oder mit dem frheren US-Prsidenten Ronald Reagan ber dessen Amtszeit? Die Kommunikation mit historischen Persnlichkeiten im digitalen Jenseits ermglicht die Website Virsona.com www.virsona.com. Deren Grnder Peter Hodge und Eric Rand haben die Software ihrer Plattform mit Unmengen an Informationen „gefttert und darauf trainiert, Fragen zu analysieren und mglichst korrekt zu beantworten“, berichtet die Wirtschaftswoche www.wiwo.de. Aber: Bislang kann man nur schriftlich mit den Promis kommunizieren, per Tastatur im Chat. Das Grnderduo setzt nach Wiwo-Angaben „dabei auf die Zusammenarbeit mit Hollywood. Die Filmstudios knnten virtuell belebte Kinofiguren wie Indiana Jones oder Star-Trek-Captain Kirk nutzen, um die Fans zum Kauf von Kinokarten und DVDs zu verleiten. Nach dem gleichen Muster knnte die Werbeindustrie verfahren: Meister Proper von Procter & Gamble gibt Putztipps, das Michelin-Mnnchen fabuliert ber den richtigen Reifendruck.“

Auch wenn es den Virsona-Machern nicht darum geht, realistische Abbilder der historischen Figuren zu erschaffen, sondern deren Persnlichkeit abzubilden, wre der Schritt vom Chat zur Sprachausgabe konsequent, die den virtuellen Plausch erst zu einem nahezu authentischen Gesprch machen wrde. „Mit der menschlichen Stimme wird eine Erwartung, eine Vermutung der Echtheit, der Verbindlichkeit verknpft, die bei keinem anderen Darstellungsmedium zhlt“, sagt der Berliner Medienwissenschaftler und Zukunftsforscher Norbert Bolz www.medienberatung.tu-berlin.de/index.php?akt=a&id=52&kategorie=Mitarbeiter. Fr Bolz ist die Bedeutung der Stimme lngst definiert: „Wenn Sie auf Ihr Auto zugehen und knnen es ffnen und starten, indem Sie es ansprechen, das lsst sich niemals berbieten“, erlutert er einen alten Traum der Zivilisation. „Nichts erscheint uns so vertraut wie die Stimme“, besttigt Mladen Dolar, Professor fr Philosophie an der Universitt Ljubljana www.uni-lj.si, in seinem Buch „His master’s voice - Eine Theorie der Stimme“. Diese sei das natrlichste Interaktionsmedium schlechthin. „Unaufhrlich gebrauchen wir unsere Stimmen und hren wir Stimmen zu; unser ganzes Sozialleben ist durch Stimmen vermittelt“, so der Philosoph.

Experten bewerten die Zunahme von sprachgesteuerten Serviceangeboten daher als folgerichtig. „Knftig werden wir immer mehr Bereiche sehen, in denen sich Sprachlsungen durchsetzen - Banken, Versicherungen, mter. Der Grund liegt darin, dass der Sprachcomputer rund um die Uhr erreichbar ist. Die Unternehmen knnen damit Standardprozesse an das Sprachdialogsystem bergeben und Mitarbeitern mehr Zeit fr beratungsintensivere Ttigkeiten verschaffen“, berichtet Lupo Pape, Geschftsfhrer des Berliner Unternehmens SemanticEdge www.semanticedge.de. Es wrden schrittweise neue Systeme in verschiedenen Branchen an den Markt kommen, die neue Qualittskriterien erfllen, aber eben auch die entsprechende Technologie haben, um das berhaupt leisten zu knnen. Sprachverarbeitende Technologie, davon ist auch Norbert Bolz berzeugt, werde in der Servicegesellschaft eine noch grere Rolle spielen, auch wenn der Voice Self Service dem Kunden eine andere emotionale Einstellung abverlange als der Internet Self Service, wo man genau wisse, dass man mit einem Programm im Dialog stehe.
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