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Versorgungswerke im Dschungel der FATCA-Pflichten

Multinationale Unternehmen müssen Reporting-Pflicht unter den US-amerikanischen Steuerregelungen überprüfen – ein Verstoß kann teuer enden
(PM) Mnchen, 17.09.2013 - Zur Umsetzung von FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act), dem im Jahr 2010 von der amerikanischen Steuerbehrde erlassenen Gesetz zur Verschrfung der Reporting-Pflichten von Finanzinstituten, wurden fr Deutschland umfangreiche Ausnahmeregelungen fr Finanzinstitute geschaffen. Dennoch knnen internationale Pensionsplne und deren Finanzierungsinstrumente von Unternehmen mit Sitz in der Bundesrepublik als Finanzinstitute eingestuft werden und damit unter die FATCA-Pflicht fallen. Dies gilt insbesondere fr Einrichtungen in Staaten, mit denen die USA noch keine bilateralen Abkommen geschlossen haben. International ttige Unternehmen mit Sitz in Deutschland sollten deshalb unbedingt klren, ob ihre auslndischen Organisationen, respektive deren betriebliche Versorgungswerke, betroffen sind. Die Nichteinhaltung der FATCA-Pflichten kann schlielich gravierende Folgen nach sich ziehen: „Bei einem Versto gegen die FATCA-Vorschriften knnen 30 Prozent Quellensteuer auf smtliche Einknfte aus den USA verloren gehen“, sagt Florian Burg, Experte fr internationale Fragestellungen bei Aon Hewitt. „Kaum ein Jahr vor Inkrafttreten des Gesetzes wissen viele Unternehmen noch nicht, inwieweit die FATCA-Regelungen fr sie relevant sind.“

Wer seine Reportingpflichten nicht erfllt, kann viel Geld verlieren. Es ist deshalb fr international ttige Unternehmen unerlsslich, die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in einer Vielzahl von Lndern genau zu analysieren. „Wenn ein Pensionsplan, der unter den FATCA-Regelungen als Finanzinstitut eingestuft wird, Einknfte aus den USA generiert, bestehen umfassende Reportingpflichten. Fr deutsche Finanzinstitute, insbesondere im Bereich von betrieblichen Versorgungswerken, gibt es zwar weitreichende Ausnahmetatbestnde, diese gelten jedoch nicht fr deutsche Konzerntchter im Ausland“, mahnt Marc Oliver Heine, ebenfalls Experte fr internationale Fragestellungen bei Aon Hewitt. FATCA sei deshalb fr deutsche Konzerne eine tiefgreifende Herausforderung, da der Aufwand fr die notwendige Analyse und eventuelle Einhaltung der Vorschriften nicht unterschtzt werden drfe. Eile ist geboten, denn die FATCA-Vorschriften treten bereits in weniger als einem Jahr, am 1. Juli 2014, in Kraft. Bis zum 25. April 2014 mssen sich die Finanzinstitute bei der amerikanischen Steuerbehrde registriert haben. Das Internetportal www.irs.gov/FATCA fr die Registrierung ist seit August dieses Jahres eingerichtet.
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