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Pressemitteilung

Urheberrecht: Ist die Verwendung von Storify oder ähnlicher Kuratierungstools auf der eigenen Webseite zulässig?

Der Einsatz von Kuratierungsdiensten, wie etwa storify, wird derzeit immer beliebter. Jedoch bergen sich in dem Einsatz auch rechtliche Risiken, welchen sich der Nutzer bewusst sein sollte.
(PM) Saarbrcken, 07.10.2015 - Kuratierungsdienste stellen vereinfacht ausgedrckt dem Webseitenbetreiber Werkzeuge zur Verfgung, um (Fremd-)inhalte einfach und ohne groe Problem aufzufinden und zu ordnen. Im Ergebnis handelt es sich hierbei um ntzliche Tools, welche helfen die vielen Informationen, die sich zu verschiedenen Themen im Internet finden, zu kanalisieren und diese so fr die eigene Webseite aufzubereiten.

Rechtlich problematisch wird der Einsatz solcher Tools, sobald die Fremdinhalte, welche auf der eigenen Webseite vervielfltigt oder verbreitet werden, urheberrechtlich geschtzt sind. Ob Urheberrechtsschutz besteht, hngt davon ab, welches konkrete Werk vorliegt: Texte sind beispielsweise nach 2 UrhG nur urheberrechtlich geschtzt, wenn sie eine hinreichende Schpfungshhe (d. h. bestimmte Qualitt, Kreativitt, Lnge des Textes) aufweisen. Bilder bzw. Audio- und Videoinhalte sind hingegen grundstzlich urheberrechtlich geschtzt.

Sind die Fremdinhalte urheberrechtlich geschtzt und wird beim Einsatz der Kuratierungsdienste nicht nur (rechtlich in der Regel unproblematisch) einfach auf diese Fremdinhalte verlinkt, sondern werden die Inhalte zum Beispiel unmittelbar auf der eigenen Webseite verffentlicht, ist fr den Nutzer solcher Tools hchste Vorsicht geboten, da hier eine Haftungsfalle vorliegt und Abmahnungen drohen.

Fazit

Bei dem Einsatz von Kuratierungsdiensten ist aus urheberrechtlicher Sicht Vorsicht geboten, da es aus unserer Sicht derzeit praktisch nicht mglich ist, diese 100 % rechtssicher zu benutzen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass auf den Einsatz der Tools umfnglich verzichtet werden muss. Im Zweifel sollten die Inhalte rechtlich berprft und die Fragen hinsichtlich der Urheberrechtslage abgeklrt werden. So werden die rechtlichen Risiken beim Einsatz von Kuratierungsdiensten zumindest minimiert.
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