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Pressemitteilung

Umweltschutz im Aufschwung

WWF-Jahresbericht: Einnahmen und Herausforderungen auf Rekordniveau
(PM) Berlin, 05.02.2013 - Der WWF Deutschland (www.wwf.de/) kann sich ber eine stetig wachsende Untersttzung fr seine Natur- und Umweltschutzarbeit freuen. Wie aus dem am Dienstag vorgestellten Jahresbericht (bit.ly/WWF-Jahresbericht-2011-2012) hervorgeht, kletterten die Einnahmen der Umweltstiftung im vergangenen Geschftsjahr auf ein neues Rekordniveau von 56,5 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von rund zehn Prozent. Der Lwenanteil stammte aus Zuwendungen privater Frderer, deren Anzahl sich auf ber 438.000 erhhte. „Der Panda ist auf Wachstumskurs und das ist angesichts der Herausforderungen auch notwendig“, sagt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. „Die Bedrohung der biologischen Vielfalt ist heute so gro wie nie. Da ist es wichtig, dass wir unsere Arbeit weiter ausbauen knnen.“

Neben dem Naturschutz in Deutschland konzentrierte sich die Arbeit des WWF im letzten Geschftsjahr auf sieben internationale Schlsselregionen, die fr den globalen Artenschutz von herausragender Bedeutung sind. Als groe Erfolge erwhnt der Jahresbericht unter anderem die Ernennung des Gorilla-Schutzgebiets Dzanga-Sangha im Kongobecken (bit.ly/schutzgebiet-kongo-becken) zum Weltnaturerbe der UNESCO sowie ein Abkommen zum Schutz des Regenwaldes zwischen Ecuador, Kolumbien und Peru. Eine Flche von 1,6 Millionen Hektar soll hier dauerhaft vor der Abholzung gerettet werden. „Die Zerstrung des Planeten und damit unserer eigenen Lebensgrundlagen ist kein unabwendbares Schicksal. Unsere Erfolge zeigen, dass Mensch und Natur im Einklang miteinander leben knnen“, so Eberhard Brandes. Dies verdeutliche auch das WWF-Engagement in Deutschland. So habe man zum Beispiel im Naturschutzgroprojekt „Mittlere Elbe“ in Sachsen-Anhalt mit der Rckverlegung des Elbdeichs begonnen. Der erste 2,4-kilometerlange Bauabschnitt des neuen Deichs, der einmal eine Gesamtlnge von 7,3 Kilometer erreichen wird, konnte im vergangenen Sommer fertiggestellt werden. Die neu entstehende berflutungsflche werde einerseits seltenen Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten, andererseits auch den Menschen vor Ort als natrlicher Hochwasserschutz dienen.

Fr die erfolgreiche Realisierung solcher Projekte sei der Dialog mit den Betroffenen von herausragender Bedeutung. „Die Menschen wollen eingebunden werden und das zu Recht. Deshalb entscheidet der WWF niemals ber Kpfe hinweg, sondern versucht stets mit Argumenten zu berzeugen und auf mgliche Sorgen einzugehen“, sagt Brandes. Ob beim Hochwasserschutz vor der eigenen Haustr oder der Abholzung des Regenwaldes auf der anderen Seite der Erde – die ffentlichkeit msse fr die drngenden Umweltprobleme sensibilisiert werden. Nur so knne sich etwas zum Besseren ndern. Groe Hoffnung setze der WWF insbesondere auf ein wachsendes Bewusstsein bei den jungen Menschen, weshalb sich die Umweltstiftung immer strker in der Jugend- und Bildungsarbeit engagiere. So habe man im vergangenen Jahr den „2 Grad Campus“ ins Leben gerufen, eine Schlerakademie, an der Jugendliche ber mehrere Wochen mit renommierten Wissenschaftlern an der Minderung des Klimawandels forschten.

Parallel zu groen Erfolgen habe man aber auch empfindliche Rckschlge einstecken mssen. Das zuvor starke und international als vorbildlich geltende brasilianische Waldgesetz sei empfindlich geschwcht worden. Nach einem von der Agrarlobby forcierten Gesetzentwurf sollten illegal gerodete Flchen im Nachhinein legalisiert werden, zustzlich drohten weitere Millionen Hektar Regenwald durch die Aufweichung von Schutzvorschriften den Kettensgen zum Opfer zu fallen. Durch eine kurzfristig anberaumte internationale Kampagne habe der WWF immerhin dazu beitragen knnen, dass Prsidentin Rousseff den Gesetzentwurf in zwlf Punkten mit einem Teil-Veto blockierte. Nun msse sich das Parlament erneut mit dem Vorhaben auseinandersetzen, wodurch sich weitere Mglichkeiten zum Protest erffneten.

Fr die Zukunft sieht WWF-Vorstand Brandes zahlreichen weitere Herausforderungen auf die Naturschtzer zukommen, denn der massiv wachsende Ressourcenverbrauch der Menschheit sei auf einem absoluten Rekordniveau angelangt: „Schon heute verbrauchen wir 1,5-mal so viel natrliche Ressourcen wie sich jhrlich erneuern. Man muss kein Experte sein, um zu erkennen, dass das nicht lange gutgeht.“ Daher fordert der WWF neben einem besseren Schutz der kosysteme eine effizientere und umweltfreundlichere Produktionsweise und vernderte Konsumgewohnheiten. Hierfr setzt die Umweltstiftung auch auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Man wolle sich nicht allein mit Kritik begngen, sondern auch konkret zeigen, wie man es besser machen kann. So berate der WWF beispielsweise die Edeka-Gruppe, um den kologischen Fuabdruck des Unternehmens langfristig zu minimieren. „Der WWF steht fr einen ganzheitlichen Ansatz im Naturschutz“, fasst Brandes zusammen. „Von den Verbrauchern ber die Politik bis zu den Unternehmen – alle mssen ihren Teil beitragen.“
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