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USA-Entsendung und Zusammenarbeit mit Amerikanern: Ohne Vorbereitung ist das Scheitern laut Trainer Daniel Donahey vorprogrammiert

Interkulturelles Training USA ist nach Auffassung des USA-Trainers Daniel Donahey, Milemark Communication Nürnberg, wichtiger als je zuvor: Von jedem einzelnen Mitarbeiter wird die Interaktion mit US-Partnern positiv oder negativ beeinflusst.
(PM) Nrnberg, 12.09.2014 - Noch nie wurden so viele deutsche Mitarbeiter fr einen lngeren Aufenthalt in die USA entsandt. Die Vorbereitung fr den Einzelnen ist wichtig, aber vor allem schtzt sie das Unternehmen selbst vor einem wirtschaftlichen Schaden. Auch wer „nur“ in Deutschland mit amerikanischen Geschftspartnern zu tun hat, sollte sich das entsprechende Knowhow aneignen, da es gravierende Unterschiede in der Geschftskultur gibt, die man einben sollte.

USA-Trainingsspezialist Daniel Donahey nennt im Interview die Grnde:

Herr Donahey, Sie trainieren seit ber 24 Jahren deutsche Mitarbeiter, die mit Amerikanern zusammenarbeiten. Wenn Sie mit einem Wort zusammenfassen mssten, was die wichtigste Komponente fr die Deutschen im Umgang mit amerikanischen Partnern ist, welche wre es?

Daniel Donahey: Die amerikanische Erwartungshaltung verstehen lernen.

Welche sind Ihrer Erfahrung nach die drei hufigsten Fehler, die deutsche Mitarbeiter im Umgang mit Amerikanern machen?

Daniel Donahey: Deutsche Mitarbeiter denken - wie Mitarbeiter aus anderen Kulturen auch - nicht darber nach, dass andere Lnder eine ganz andere Denk- und Arbeitsweise haben knnten als sie, und zwar auch solche Lnder, die ihnen hnlich vorkommen. Die drei schlimmsten Fettnpfchen der Deutschen in den USA sind: Zu direkte Kommunikation, falscher Zeithorizont und Respektlosigkeit, ohne diese zu bemerken.

Dass Deutsche im Ausland oft unhflich wirken, ist bekannt, aber mit mehr Hflichkeit ist es ja Ihrer Erfahrung nach nicht getan. Was bedeutet denn „falscher Zeithorizont“?

Daniel Donahey: Amerikaner denken in anderen Zeitdimensionen als Deutsche. Whrend deutsche Teams ihre Projekte langfristig planen und von der Feinplanung bis zum Ziel in weiter Ferne alles vorab besprechen, nach Plan beginnen und ihn 1:1 abarbeiten, gehen amerikanische Unternehmen anders vor: Die Teams haben ein Ziel, das kurzfristig erreicht werden soll und fr das voller Einsatz erwartet wird. Langfristige Ziele werden nicht nach Plan abgearbeitet. Stellt sich heraus, dass ein kurzfristiges Ziel nicht erreichbar ist, wird die Vorgehensweise flexibel und rasch gendert. Hier stoen deutsche und amerikanische Arbeitswelten grundstzlich frontal aufeinander.

Warum wirkt sich dies schdlich auf die wirtschaftliche Soliditt eines Unternehmens aus?

Daniel Donahey: Bei der transatlantischen Zusammenarbeit ist es meist so, dass sich deutsche und amerikanische Teams zunchst eine Zeit lang gegenseitig verrgern und „hochschaukeln“. Durch die stndigen interkulturellen Missverstndnisse kommt es fortlaufend zu rger auf beiden Seiten bis zu dem Punkt, an dem nichts mehr vorangeht: Emails werden nicht beantwortet, Deadlines nicht eingehalten, der Produktionsprozess kommt fast zum Erliegen. Aber keiner wei, woran es liegt.

Was kann man dann noch tun?

Daniel Donahey: Hier hilft nur noch: Aufklrung ber die unterschiedliche Vorgehensweise im tglichen Geschftsalltag anhand konkreter Beispiele und Einben der grundlegenden kommunikativen Regeln, mndlich und schriftlich. Dann ndert sich die Situation sofort und alles luft einwandfrei. Dies ben wir in meinen Coachings und Trainings.

Stt es auf Widerstand bei den Deutschen, wenn nur sie sich auf „die Amerikaner“ einstellen sollen und nicht umgekehrt?

Daniel Donahey: Am Anfang manchmal schon, aber wenn man erklrt, dass es sich einfach nur um eine Kommunikationstechnik handelt, die man nicht emotional betrachten sollte, klappt es sehr gut. Und ich gehe regelmig auch in die Partnerunternehmen in den USA und trainiere die Mitarbeiter dort fr die Zusammenarbeit mit deutschen Kollegen. Das ist dann wirklich optimal.

Was raten Sie Deutschen, die in die USA entsandt werden?

Daniel Donahey: Die Vorbereitung ist das A & O. Ein Coaching ist ein Muss, das sich auszahlt. In den USA wird ein unvorbereiteter deutscher Mitarbeiter immer Schwierigkeiten im Geschftsalltag bekommen, sogar wenn er schon lngere Zeit in den USA gelebt hat. Der Grund sind mangelndes Knowhow und fehlendes Verstndnis fr die amerikanische Erwartungshaltung an ihn. Aber ein Vorbereitungstraining ffnet die Augen und macht die Details klar und dann geht es ganz von alleine. Informationen: www.milemark.de.

Daniel Donahey von Milemark Communication ist Coach, Trainer, Referent und Keynote Speaker zu allen Themen rund um interkulturelle Geschftsbeziehungen zwischen Deutschland und den USA. Auerdem fhrt er internationales Vertriebstraining und Verhandlungstraining in Unternehmen durch (www.milemark.de).
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