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Typische Erfolgsbarrieren in Softwareprojekten

(PM) , 30.10.2008 - (hringen, 30.10.2008) Nach einer Erhebung des Softwarehauses Gebert mssen die IT-Entwicklungsabteilungen der Unternehmen regelmig einen hohen Aufwand in die Nachbearbeitung ihrer neuen oder modifizierten Software-Lsungen stecken, weil sich im Produktivbetrieb vielfltige Probleme zeigen. Die Schwierigkeiten reichen von Inkonsistenzen unter Praxisbedingungen bis zur unzureichenden Revisionsfhigkeit. In jedem fnften Fall sogar liegen die erforderlichen Mehrleistungen durchschnittlich bei ber 20 Prozent im Vergleich zum eigentlichen Entwicklungsaufwand. Der Geschftsfhrer Fritz Gebert hat deshalb die aus Praxissicht fnf bedeutendsten Erfolgsbarrieren von Softwareprojekten skizziert:

1. Schlechte Softwareverwaltung/Dokumentation: Sie resultiert nicht zuletzt daraus, dass beim Einsatz der blichen Programme zur Source- oder Versionsverwaltung wie CVS, Subversion, Git oder Mercurial nur Abhngigkeiten auf der Source-Ebene Bercksichtigung finden. Diese Systeme knnen deshalb nur begrenzt helfen, Inkonsistenzen zu vermeiden. Notwendig ist vielmehr eine Softwareverwaltung, die ebenso Querbezge - beispielsweise auch zwischen Programmen und Skripten - analysieren und verwalten kann. Sie muss zudem durchgngig in den gesamten Entwicklungsprozess integriert sein.

2. Unklare Prozesse in der Softwareentwicklung: Eine geringe Transparenz der Ablufe erzeugt Unklarheiten, verunsichert die Entwickler, erhht den Kommunikationsbedarf und erzeugt dadurch anschlieend in unterschiedlichem Umfang Fehlverhalten. Dies geht nicht nur zulasten der Effizienz, sondern die nachtrglichen manuellen Korrekturen bergen immer auch eine hhere Fehleranflligkeit in sich, da selbst bei der Anpassung eines Skripts oder dem Kopieren einer Datei intransparente Entwicklungen mit hohem Folgerisiko entstehen.

3. Programmierstandards werden nicht genau beachtet: In der Regel sind die Programmierstandards in internen Handbchern hinterlegt, die in der Praxis aber selten in die Hand genommen werden. Als Konsequenz nutzt jeder Entwickler eigene Interpretationen der Standards. Durch die Nutzung unterschiedlicher Methoden entstehen spter jedoch mitunter erhebliche Diskrepanzen in der Anwendung. Dies fhrt bestenfalls zu einer nachtrglichen Bearbeitung, es ist aber auch mglich, dass methodische Bugs trotz Testing noch eine lngere Zeit im Programm schlummern. Fr kritische Softwareobjekte ist deshalb eine Vorgehensweise nach dem Generierungsprinzip zu empfehlen. Es vermeidet die Probleme bereits in ihrer Entstehung und macht die Ergebnisse portabel.

4. Personelle Fluktuation in der Entwicklung: Je unklarer die Prozesse in der Softwareentwicklung und die festgelegten Standards sind, umso negativer wirken sich personelle Vernderungen im Verlauf von Entwicklungsprojekten aus. Dann bedeutet jede Fluktuation den Verlust von Know-how und spezifischer Erfahrung mit der Applikation, ohne dass ein ausreichender Transfer auf einen neuen Mitarbeiter gewhrleistet werden kann. Diese Probleme verschrfen sich sogar, wenn hufig wechselnde externe Ressourcen eingesetzt werden.

5. Fachliche Defizite der Mitarbeiter: Gerade komplexe Softwareprojekte bentigen ein ber alle beteiligten Entwickler hinweg hnliches fachliches Niveau. Eine solche Situation ist in der Praxis aber vielfach nicht anzutreffen, vielmehr sind hufig fachliche Defizite einzelner Mitarbeiter festzustellen. In einem klar definierten Entwicklungsprozess mit festgelegten Standards und einem Tool fr das Software Processing werden Mitarbeiter hingegen so untersttzt, dass fachliche Schwchen kompensiert werden knnen. Denn solch eine integrierte Softwareverwaltung versorgt sie mit allen Informationen, die sie fr die tgliche Entwicklungsarbeit bentigen. Damit kann jeder seine Aufgabe im Entwicklungsprozess korrekt erledigen und die definierten Schnittstellen beachten.

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