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Trendsport Pokern:

(PM) , 14.08.2008 - Bis zu sechs Millionen Deutsche zocken online und offline - Staatliche Glcksspiel-Verbote werden mit einem Mausklick berwunden

Berlin/Dsseldorf - Rund 30 Milliarden Euro geben die Deutschen jhrlich fr die unterschiedlichsten Formen von Glcksspielen aus. Per Internet ist der Weg zum scheinbar schnellen Geld krzer als jemals zuvor. „Der ewige Traum, ohne Arbeit ber Nacht zu Reichtum zu gelangen, scheint zum Kennzeichen einer ganzen Generation geworden zu sein. Statt zum Wetten nach Grobritannien, zum Roulettespiel ins Casino oder zum Daddeln in die Spielhalle am Bahnhof zu fahren, reichen heute wenige Mausklicks, und schon rollt der Rubel“, schreibt die Wirtschaftswoche www.wiwo.de.

Die Rolle des Staates ist dabei eine doppelte: Einerseits hebt er den mahnenden Zeigefinger und warnt vor mglicher Spielsucht, andererseits hlt er gerne die Hand auf und sucht findig selbst nach Wegen, um ber Steuereinnahmen vom Glcksspielboom zu profitieren. „Im Windschatten der Spielsuchtbekmpfung kassierte der Staat im Jahr 2006 durch Lotteriesteuern und Spielbankabgabe 4,1 Milliarden Euro. Bei keinem Glcksspiel sind Gewinnchance und -ausschttung so klein wie bei den landeseigenen Lottogesellschaften, auch wenn deren berschsse fr gute Zwecke ausgegeben werden. Um diese Pfrnde zu sichern, gilt in Deutschland seit Januar ein neuer, rechtlich umstrittener Staatsvertrag, der das Spielen im Internet und Fernsehwerbung fr Glcksspiel untersagt“, so die Wiwo.

Unterschiedliche Auslegungen des geltenden Rechts haben in den letzten Jahren zudem zu irrsinnigen Verboten gefhrt. „Die Folgen sind teilweise skurril: So darf die SKL-Show mit Gnther Jauch wegen des Werbeverbotes nicht mehr ausgestrahlt werden. Ex-Tennisstar Boris Becker dagegen darf munter fr Poker werben, weil die Online-Pokeranbieter ihrerseits in Deutschland nur fr Internet-Seiten werben, auf denen ausschlielich mit Spielgeld gepokert wird. Doch die Pokerportale, auf denen um echtes Geld gespielt wird, sind nur einen Mausklick entfernt“, so der Bericht des Magazins. „Es ist immer das Gleiche. Bis ein Glcksspiel gesetzlich zugelassen ist, sind lngst neue Spiele in Mode, andere Internet-Seiten gegrndet oder neue Mrkte erobert.“

Nach Ansicht von Peter Schatton, Vorstand des Dsseldorfer Sportwettenanbieters Top-Wetten AG www.top-wetten-ag.de, hinkt die staatliche Gesetzgebung der Realitt hinterher. Denn mit jedem staatlichen Verbot eines Wettbros oder eines Pokerturniers wachse ein virtuelles Gaming-Angebot aus den Tiefen des Netzes. Die Grenzen werden mit einem Mausklick berwunden. Wird ein Angebot in Deutschland verboten, werden die Geschfte eben im Ausland gemacht. In Deutschland bleibt dann kein Steuer-Euro. „Frher brachte man den Lottoschein in die Annahmestelle und tippte Zahlen. In Zeiten von Web 2.0 ndert sich das deutlich“, sagt Schatton im Gesprch mit dem Online-Magazin NeueNachricht www.ne-na.de. Online-Gaming, Online-Wetten und auch Online-Pokern zhlen nach seiner Ansicht zu den grten Gewinnern im rasant wachsenden Internet. „Pokern ist lngst die neue Trendsportart der Generation Web 2.0“, so der Top-Wetten-Chef, der unter anderem die Wettplattform Betwitch www.betwitch.com entwickelt hat. Nach Angaben der Pokerverbnde, so berichtet die Wirtschaftswoche, pokern immerhin zwischen zwei und sechs Millionen Deutsche online und offline.
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