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Pressemitteilung

Top-Thema auf der IDACON 2012: Die neue EU-Datenschutzverordnung

(PM) Kissing, 26.06.2012 - „Gerade unter den Vorzeichen des Datenschutzrechts im europischen Wandel“ wnscht der Bayerische Staatsminister des Innern Joachim Herrmann der IDACON 2012 in seinem Gruwort einen erfolgreichen Verlauf. Zum inzwischen 12. Mal treffen sich vom 15. bis 17. Oktober 2012 Datenschtzer aus ganz Deutschland auf dem Kongress fr Datenschutzbeauftragte in Wrzburg. Auch in diesem Jahr veranstaltet die WEKA-Akademie den Branchentreff unter der bewhrten Leitung des Regierungsvizeprsidenten von Mittelfranken Dr. Eugen Ehmann. Fr Datenschutzbeauftragten eine ausgezeichnete Gelegenheit zum Informations- und Erfahrungsaustausch.

„Die Themenflle der datenschutzrechtlichen Praxis wird gerade heuer noch durch eine Vielzahl von neuen Fragen ergnzt, die die zu Jahresbeginn eingeleitete Gesamtreform des Europischen Datenschutzrechts mit sich bringt“, betont Joachim Herrmann in seinem Gruwort und verweist fr einen erfolgreichen Wissens- und Meinungsaustausch auf die IDACON 2012. Dort erwartet Datenschutzbeauftragte hochkartige Fachexperten und gewinnbringende Impulse.

Wie vom Bayerischen Staatsminister des Innern angekndigt, liegt ein Schwerpunkt der Veranstaltung auf der EU-Datenschutzverordnung, die die alte Richtlinie 95/46/EG ablsen und als unmittelbar geltendes Recht ab 2014 einheitlich in allen EU-Staaten gelten soll. Der offizielle Entwurf der Europischen Kommission zur Allgemeinen Europischen Datenschutzverordnung liegt seit Januar vor und wirft viele Fragen auf.

Einen wertvollen, umfassenden Einblick in die Legislativvorschlge der Europischen Kommission zur EU-Datenschutzreform gibt Dr. Horst Heberlein von der Generaldirek-tion Justiz der Europischen Kommission. Ausfhrlich berichtet er ber die Inhalte und vermittelt den Teilnehmern wertvolles Hintergrundwissen zu Grnden und Zielen.
Welche Vorbereitungen die Umsetzung der EU-Datenschutzverordnung erforderlich macht, wo die Knackpunkte liegen und welche Zielkonflikte existieren, erfahren die Teilnehmer vom Chefsyndikus der SCHUFA Holding Dr. Wulf Kamlah.
Die EU-Datenschutzverordnung bringt vor allem den Betroffenen neue Rechte. Den Unternehmen werden vielerorts neue Pflichten auferlegt. So sind die Vorgaben der neuen Verordnung, mit dem Zweck der Abschreckung, z.B. mit sehr hohen Strafmglichkeiten verbunden. So kann ein Bugeld bis zu 2% des gesamten Umsatzes betragen und zwar des weltweit gettigten Umsatzes eines Jahres. Selbstregulierung, Bugelder und Verwaltungszwang lautet daher der Vortrag von Thomas Kranig, Prsident des Bayerischen Landesamts fr Datenschutz, zu einem Thema, das die Wirtschaft verunsichert.

Die praktischen Auswirkungen der neuen EU-Verordnung auf die Gestaltung von Cloud-Computing-Modellen thematisiert Fachanwltin fr IT-Recht Dr. Christine Bierekoven. Das Thema Kommunikation sieht Marco Biewald, Geschftsfhrer der Verdata Datenschutz als Herausforderung voller Chancen fr den Datenschutzbeauftragten. Ob der Datenschutzbeauftragte als Gewinner der EU-Verordnung gelten kann, fragt Dr. Eugen Ehmann in seinem Ausblick auf 2013. Er bespricht, welche Chancen und Gefahren sich aus der neuen Verordnung ergeben und gibt Tipps fr die rechtzeitige Sicherung der persnlichen Stellung.

Am zweiten Kongresstag erhalten die Teilnehmer Antworten und fundierte Lsungsvorschlge fr ihre tgliche Arbeit zu einer Vielzahl von Fragestellungen: Einen berblick ber den Stand von Technik und Recht bei Verschlsselung geben Dr. Oliver Stiemerling, Geschftsfhrer der ecambria systems, und Rechtsanwalt Dr. Jrgen Hartung. Worauf Datenschutzbeauftragte bei Smartphones und Apps zu achten haben, vermitteln Christof Hfner, Legal and Compliance Counsel bei Nokia Siemens Networks, und Rechtsanwltin Isabell Conrad. Welche Rechte haben Mitarbeiter am eigenen Bild? Diese Frage beantwortet Rechtsanwalt Dr. Robert Selk.

Bewerberscreening, Zollscreening, Auswertung von Fan-Pages und Erstellungen von Nutzerprofilen. Wie weit darf Screening gehen? Diesem Thema widmet sich Rechtsanwltin Silvia Bauer. Spuren und Profile im Netz - Cookies, Web-Bugs, Analyse-Tolls und Plug-ins – welche Techniken werden zur Erstellung von Nutzungsprofilen eingesetzt und inwieweit entsprechend die Techniken den datenschutzrechtlichen Vorgaben des Telemediengesetzes? Antworten darauf gibt Heidi Schuster, Referentin fr Datenschutz und IT-Sicherheit der Max-Planck-Gesellschaft zur Frderung von Wissenschaften.

Wie lasse ich mich verschwinden? Dies offenbart schlielich Vilma Niclas, Rechtsanwltin und Journalistin und gibt Informationen zu Online-Archiven und zur Haltbarkeitsdauer von Fotos und Texten im Internet und sozialen Netzwerken.

Ort, Termin und Teilnehmergebhren

Der zweitgige Kongress findet am 15./16. Oktober 2012 in Wrzburg statt. Die Teilnahme kostet 1.290,- Euro zzgl. MwSt. pro Person. Weitere Informationen unter www.idacon.de .
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