VOLLTEXTSUCHE
Pressearchiv
NeueNachricht
Pressemitteilung

Telemedizin als Rezept gegen Abschottung des deutschen Gesundheitssystems - Pilotprojekt belegt Kostenreduzierung und Verbesserung der Patientenversorgung

(PM) , 04.04.2006 - Dsseldorf - In der Debatte ber die Reform des deutschen Gesundheitssystems sollte man sich nach Ansicht von Branchenexperten nicht nur auf die Verbesserung der Einnahmen konzentrieren. Auch bei den Ausgaben knnte selbst bei der bestehenden Gesetzeslage mehr geschehen. „Der Gesetzgeber hat beispielsweise mit dem Paragrafen 140 des Sozialgesetzbuches fr die integrierte Versorgung optimale Freirume und Gestaltungsmglichkeiten fr Leistungserbringer und Leistungserstatter erffnet“, so Professor Harald Korb, rztlicher Direktor der Personal HealthCare Telemedicine Services GmbH www.phts.de in Dsseldorf. Die Fortschritte in der Telemedizin seien dafr ein wichtiger Baustein. Hier entwickele sich eine richtungsweisende Betreuung chronisch kranker Patienten etwa bei Herzinsuffizienz, Hypertonie, Diabetes, Asthma und chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen. An integrierten Versorgungsmodellen fhre kein Weg vorbei, um die Gesundheitskosten zu reduzieren. „Noch sind die Strukturen in Deutschland sektoral voneinander abgeschottet. Erst mit einer entsprechenden telemedizinischen Plattform ist eine sektorbergreifende Versorgung der Patienten mglich“, sagt Korb. Es msse eine durchgehende Linie von der ambulanten ber die stationre bis hin zur rehabilitativen Versorgung gewhrleistet sein, die auch die husliche Pflege mit einschliee. „Fr Klinik, niedergelassenen Facharzt und Hausarzt werden sich viele Vorteile ergeben, wenn sich die einzelnen medizinischen Institutionen als Partner im Sinne eines Qualittsverbundes zusammenschlieen“, prognostiziert Korb und verweist auf ein bundesweites Telemedizinprojekt seines Unternehmens mit der Taunus Betriebskrankenkasse www.taunus-bkk.de. „Die Statistiken belegen, dass bei lteren Menschen die Herzinsuffizienz der hufigste Aufnahmegrund in die Klinik ist. In ber 50 Prozent aller Flle wird innerhalb von sechs Monaten ein erneuter stationrer Aufenthalt erforderlich“, sagt Cordula Gierg, Direktorin und Mitglied der Unternehmensleistung der Taunus Betriebskrankenkasse. Allein die Kosten fr dieses Krankheitsbild lgen bei fnf bis zehn Milliarden Euro pro Jahr. Die heute vorliegenden Daten zeigten sehr berzeugend, dass mit der Telemedizin die Hospitalisierungsrate, die Liegedauer, die Hufigkeit wiederholter Dekompensationen mit Intensivpflichtigkeit und die Wiederaufnahmerate deutlich abnehmen wrden. „Die vorhandenen Mglichkeiten im Sinne einer Kostendmpfung werden noch nicht optimal genutzt“, so das Resmee von Gierg. Die Akzeptanz fr telemedizinische Dienstleistungen bei den Patienten sei jedenfalls sehr gro. Bei rund 70 bis 80 Prozent der Versicherten steige das Gefhl der Sicherheit. „Die schnelle und zielgerichtete Hilfe im Notfall verringert das individuelle Risiko, die ngste nehmen ab“, konstatiert Gierg. Zudem seien fast 90 Prozent der berzeugung, dass die Teilnahme am Herzinsuffizienz-Programm das Verhltnis zum Hausarzt verbessere und ihm die Behandlung durch ein Mehr an Informationen leichter gemacht werde.
DRUCKEN| VERSENDEN | RSS-FEED |
SOCIAL WEB
PRESSEFACH
NeueNachricht
Ettighofferstr. 26a
53123 Bonn
zum Pressefach
Anzeige
PRESSEARCHIV
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG