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Studie: Die Zeit der Quereinsteiger in der IT soll vorbei sein

(PM) , 01.09.2008 - Nicht-Informatiker haben Berufschancen durch den demografischen Wandel

Hamburg/Dsseldorf, 1. September 2008, www.ne-na.de - Der klassische Informatik-Absolvent ist begehrter denn je: Der Anteil der Stellenanzeigen, die ein Informatik-Diplom zur Bedingung machen, stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent, so eine Studie des Softwarehauses PPI www.ppi.de. Mehr als 80 Prozent der Jobangebote der 100 fhrenden deutschen IT-Unternehmen verlangen von Berufseinsteigern einen Studienabschluss in Informatik. „Damit hat sich der Hype um Quereinsteiger und Schnittstellen-Informatiker in der deutschen IT-Wirtschaft merklich abgekhlt. Ingenieure, Wirtschaftsinformatiker und Wirtschaftswissenschaftler sehen sich deshalb mit einem Nachfrage-Rckgang konfrontiert. Sie stehen mit durchschnittlich weniger als 28 Prozent deutlich seltener auf der Personal-Wunschliste der IT-Branche“, berichtet das Onlinemagazin Silicon www.silicon.de. Der Grund fr die groe Nachfrage nach Informatik-Absolventen sei eindeutig: Die IT-Branche suche mittlerweile vor allem flexible Generalisten. Nur vier Prozent der Stellenanzeigen verlangen gezielt nach einem speziellen Studienschwerpunkt. Vielmehr wnschen sich die Personalverantwortlichen der fhrenden deutschen IT-Unternehmen Mitarbeiter, die sich whrend ihres Studiums eine breite Wissensbasis angeeignet haben und vertieftes Know-how in drei bis vier Disziplinen vorweisen knnen.

„Die grten Einstiegschancen fr Nicht-Informatiker bestehen dabei zurzeit in der Hardwareentwicklung und im IT-Vertrieb. Whrend bei Hardware-Herstellern verstrkt Ingenieure gesucht werden, ist der IT-Vertrieb vor allem auf der Suche nach Wirtschaftswissenschaftlern“, so Silicon. Der Harvey Nash-Manager Michael Zondler www.harveynash.com/de/ hlt diese Momentaufnahme fr sehr kurzsichtig. „Schon 2020 steigen, demographisch bedingt, doppelt so viele Akademiker aus dem Arbeitsleben aus, wie Absolventen auf den Markt kommen. Hierfr bentigen Unternehmen schnelle und pragmatische Lsungen, um den Spagat zwischen Anspruch und Marktrealitt zu meistern. McKinsey kalkuliert das Defizit in ihrer Studie ‚Deutschland 2020’ auf 1,2 Millionen Akademiker. Schwerpunkte zur Lsung bleiben die beliebten Quereinsteiger und die innerbetriebliche Fortbildung“, prognostiziert Zondler, Spezialist fr IT- und Engineering-Projekte. Sptestens jetzt mssten sich auch die lokalen Top-Player weit ber die geographischen Grenzen – etwa nach Asien und Osteuropa – wagen, um im Spiel zu bleiben. „Hier hat der Standort Deutschland einen Vorteil. Ein Absolvent in technischen Disziplinen bei uns bekommt immer noch das vierfache Gehalt als sein Kollege in Tschechien, Ungarn, Polen oder der Slowakei“, resmiert Zondler im Gesprch mit NeueNachricht www.ne-na.de.

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