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Pressemitteilung

Steuertipps.de beseitigt Zweifel bei der Besteuerung von Firmenwagen

(PM) , 13.07.2009 - Die sieben grten Irrtmer der Ein-Prozent-Methode
Mannheim, 06. Juli 2009. Die Besteuerung des Privatanteils bei Firmenwagen und Betriebs-Pkw muss kein Buch mit sieben Siegeln sein: Besonders die pauschale Ein-Prozent-Methode macht es Angestellten mit Firmenwagen und Selbststndigen mit Betriebs-Pkw leicht. Denn fr die private Nutzung mssen Arbeitnehmer einen geldwerten Vorteil als Arbeitslohn versteuern, den so genannten „Nutzwert“. Bei der Ein-Prozent-Methode wird einfach jeden Monat ein Prozent des Listenpreises versteuert. Die Alternative zu dieser Pauschalregelung: Es wird ein Fahrtenbuch gefhrt. Da hier jede Fahrt einzeln erfasst werden muss, wird der Anteil der Privatnutzung des Firmenwagens beziehungsweise Betriebs-Pkws auf den Kilometer genau ermittelt und versteuert.

Die Experten der Akademischen Arbeitsgemeinschaft rumen jetzt auf mit den grten Irrtmern bei der Ein-Prozent-Methode. Weitere wichtige Hinweise fr Arbeitnehmer geben die Experten des Fachverlages fr Steuern, Geld und Recht in der Verffentlichung „Dienst- oder Firmenwagen - Wie Arbeitnehmer weniger Lohnsteuer zahlen“, erhltlich als pdf-Download fr nur 9,90 Euro unter www.steuertipps.de/Firmenwagen.

Die sieben grten Irrtmer bei der Ein-Prozent-Methode fr Selbststndige mit Betriebs-Pkw - die Experten der AAV stellen klar:

Irrtum 1: Fr einen Leasing-Pkw oder einen Mietwagen gilt die Ein-Prozent-Methode nicht.
Wird ein Leasing-Pkw oder ein Mietwagen zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt und kein Fahrtenbuch gefhrt, ist auch hier zwingend der Privatanteil nach der Ein-Prozent-Methode zu berechnen.

Irrtum 2: Die Ein-Prozent-Methode fr die Ermittlung des Privatanteils ist zwar einfach, aber im Ergebnis immer ungnstiger als die Ermittlung nach der Fahrtenbuch-Methode.
Die Ein-Prozent-Methode ist nicht in jedem Fall ungnstiger: Wird ein teures Automodell berwiegend fr private Fahrten genutzt, ist die Ein-Prozent-Methode deutlich gnstiger als die Fahrtenbuch-Methode. Jeder Nutzer eines Firmenwagen oder Betriebs-Pkws sollte deshalb zunchst eine grobe Vergleichsrechnung aufstellen.

Irrtum 3: Wer bei einem Pkw mit der Ein-Prozent-Methode angefangen hat, muss auch spter dabei bleiben.
An die einmal gewhlte Methode ist der Nutzer nicht auf Dauer gebunden. Von Jahr zu Jahr kann das Verfahren gewechselt werden. Ein Umstieg von der Ein-Prozent-Methode auf die Fahrtenbuch-Methode kann angebracht sein, wenn der Pkw abgeschrieben ist oder die Kostendeckelung greift.

Irrtum 4: Wenn ein zum Betriebsvermgen gehrender Pkw zu mindestens zehn bis hchstens fnfzig Prozent betrieblich genutzt wird, muss ein zeitaufwendiges Fahrtenbuch gefhrt werden, damit der Privatanteil berechnet werden kann.
Ein Fahrtenbuch ist nur dann zwingend, wenn der Pkw zu ber 50 Prozent betrieblich genutzt wird und der Ein-Prozent-Methode entgangen werden soll. Bei einer betrieblichen Nutzung bis zu 50 Prozent dagegen gengen im Allgemeinen reprsentative Aufzeichnungen fr drei Monate. Das geht auch nachtrglich anhand des Terminkalenders. Bei den Fahrten sind nur der Reisezweck und die Gesamtstrecke anzugeben. Der Kilometerstand zu Beginn und Ende einer Fahrt ist nicht erforderlich.

Irrtum 5: Erstattungen der Versicherung nach einem Unfallschaden sind als Betriebseinnahmen zu bercksichtigen.
Im eigenen Interesse sollte der Besitzer eines Firmen- oder Betriebs-Pkws die Versicherungsleistung nicht als Einnahmen, sondern als "negative Betriebsausgaben" buchen, also mit den Kfz-Kosten saldieren. Vorteil: Sowohl im Falle der Kostendeckelung als auch bei der Fahrtenbuch-Methode sinkt dadurch der zu versteuernde Privatanteil.

Irrtum 6: Das mit der Kostendeckelung ist so kompliziert, dass es nur Steuerexperten verstehen.
Wenn der Pkw niedrige Kosten verursacht, der Listenpreis jedoch hoch ist, sollte sich der Besitzer unbedingt mit dem Thema Kostendeckelung befassen, da sonst ein viel zu hoher Privatanteil versteuert wird. Die Beispiele in der Verffentlichung „Dienst- oder Firmenwagen - Wie Arbeitnehmer weniger Lohnsteuer zahlen“, verstehen auch Autofahrer ohne steuerrechtliche Ausbildung. Selbststndigen mit Betriebs-Pkw empfehlen die Experten der AAV, bei der Berechnung der Umsatzsteuer auf keinen Fall die einfache 80-Prozent-Regel anzuwenden, sondern besser von der (geschtzten) tatschlichen betrieblichen Nutzung auszugehen. So kann viel Umsatzsteuer gespart werden.

Irrtum 7: Wenn ein Fahrzeug bei der Kfz-Steuer nicht als Pkw, sondern als "anderes Fahrzeug", beispielsweise Gelndewagen eingestuft wird, muss man keine Privatnutzung nach der Ein-Prozent-Methode versteuern.
Auf die Behandlung bei der Kfz-Steuer kommt es nicht an. Entscheidend sind Bauart und Ausstattung des Fahrzeugs. Ist es fr den Transport von Gtern bestimmt, findet die Ein-Prozent-Methode keine Anwendung, da es sich dann nicht um einen Personenkraftwagen im Sinne dieser Vorschrift handelt. Ist es dagegen fr die Befrderung von Personen bestimmt, ist die Ein-Prozent-Methode anzuwenden.

ber steuertipps.de

Das Online-Angebot steuertipps.de bietet Verbrauchern Tipps und Hilfestellungen rund um das Thema Steuern. Neben fundierten Informationen berichtet der Newsbereich ber aktuell diskutierte Steuerentscheide und deren Auswirkungen auf den Verbraucher. steuertipps.de ist ein Online-Angebot der Akademischen Arbeitsgemeinschaft, die sich seit ber 30 Jahren in den Bereichen Steuern, Geld und Recht als Informationsdienstleister und Softwareanbieter etabliert hat. Die Akademische Arbeitsgemeinschaft ist Teil des internationalen Verlagsunternehmens Wolters Kluwer. In Deutschland ist Wolters Kluwer Deutschland seit 20 Jahren am Markt. An 23 Standorten werden rund 1.000 Mitarbeiter beschftigt.

Weitere Informationen unter www.steuertipps.de

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