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Spritpreis-Horror: Druck auf Logistikbranche steigt

(PM) , 05.08.2008 - Outsourcing von Transport und Lagerhaltung wichtiger Eckpfeiler

Vallendar/Pfffikon - Rund 180 Milliarden Euro investiert die deutsche Wirtschaft jhrlich in die Logistik, um fr jeden Bundesbrger 45 Tonnen an Fracht zu bewegen – dafr rollen allein 1,9 Millionen LKWs auf den Strassen, insgesamt umfasst die Branche 2,5 Millionen Erwerbsttige, so eine Studie des Fraunhofer Instituts www.fraunhofer.de. Damit stnde die Logistikwirtschaft an dritter Stelle der groen deutschen Wirtschaftsbranchen, direkt hinter dem Fahrzeugbau und der Gesundheitswirtschaft. Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung von einer rapiden Expansion zeige sich jedoch, dass die Basisdaten zu Fahrzeugen und Beschftigten sich nur sehr verhalten bewegen. Lediglich die „Tonnenkilometer“-Leistungen wrden durch die Globalisierungseffekte nach oben getrieben, weil die Transportdistanzen zunehmen.

Um die gigantischen Warenstrmen ber immer grere Distanzen berhaupt transportieren zu knnen, bergeben Unternehmen Logistikaufgaben gerne an externe Dienstleister. Die erfolgreiche Gestaltung dieses so genannten Outsourcings wird dabei zu einem wichtigen Eckpfeiler der erfolgreichen Unternehmensfhrung. Die Unternehmen profitieren von den globalen Transportnetzen und knnen durch diesen Fremdbezug eigene Mitarbeiter-Ressourcen freisetzen und auf die eigentlichen Kernbereiche fokussieren. Vorrangig geht es beim Auslagern von Logistikdienstleistungen um die klassischen Aufgaben Transport, Lagerhaltung und Zollabfertigung. Speditionen, Paketdienste, LKW-, Schifffahrts-, Bahn- und Luftfrachtunternehmen wickeln derzeit rund 79 Milliarden des gesamten Umsatzvolumens ab – Tendenz steigend.

Doch den Dienstleistern stehen harte Zeiten ins Haus, wie der jngste Fall des Unternehmens FexEx beweist. Die hohen Spritpreise haben den zweitgrten US-Paketdienst in die roten Zahlen fahren lassen, im Schlussquartal des Geschftsjahres 2007/2008 schrieb der Konzern ein Minus von 156 Millionen Euro. „Der Druck auf die Logistik und Transportunternehmen wird auch in Zukunft enorm steigen. Das Ziel muss es daher sein, die Logistik dahingehend zu optimieren, dass das gleiche Volumen mit weniger Bewegung transportiert wird“, erklrt Reto Gianotti, Vice Managing Director Sales and Marketing bei PESA www.pesa.ch. Bei Kurierdienstleistungen bestimme vor allem die Gre der Pakete, wie viele Einheiten auf einem LKW verladen werden knnen. „Die Volumen- und Grenangaben beruhen allerdings hufig auf ungenauen Schtzungen der Auftraggeber. Mit automatischen Scanner- und Wiegesystemen lsst sich aber das genaue Volumen von Paketen bestimmen, so dass Transportfahrzeuge und Flugzeuge effektiver beladen werden knnen“, so Gianotti weiter.

Einer Studie der Otto Beisheim School of Management www.whu.edu zufolge liegt der Anteil des Outsourcings in Europa bei durchschnittlich 65 Prozent. Dabei reiben die Interessen von Logistikdienstleistern und Auftraggebern hufig aneinander, Vertragsvereinbarungen erweisen sich oftmals als schwierig. Denn whrend Auftraggeber ein Hchstma an Flexibilitt fordern, um sich Marktfragenachschwankungen besser anpassen zu knnen, wollen Dienstleister langfristige Vertrge abschlieen, um eigene Investitionen in Technologie zu amortisieren. „Unsere Studie kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Auftraggeber und Logistikdienstleister in Zukunft erfolgreicher zusammen arbeiten. Ein Ergebnis verweist zum Beispiel auf die Wahl und die Ausgestaltung von Vergtungsstrukturen in den Vertrgen. Der richtige Ansatz kann sich hier sehr positiv fr den Kunden, aber gleichzeitig auch fr den Logistikpartner auswirken", so Professor Jrgen Weber von der WHU.

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