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Social Commerce - die hohe Kunst des vernetzten Kommerz

Geht Social Commerce konform mit der eigentlichen Natur des Miteinanders in sozialen Netzwerken und Internet-Communitys? Die Antwort eines neuen Praxisleitfadens lautet eindeutig „Ja“.
(PM) Dsseldorf, 14.03.2012 - Fest verankert ist in uns Menschen das Bedrfnis nach Erfahrungsaustausch. Das Social Web bietet eine neue Arena fr diesen Dialog in der digitalen Welt. Noch findet die kaufrelevante Online-Kommunikation nicht primr auf Facebook, Twitter und Co. statt, sondern eher auf Shopping- und Preisvergleichsseiten, in Verbraucherforen und Internet-Communitys, betont der Praxisleitfaden, der von absatzwirtschaft – Zeitschrift fr Marketing gemeinsam mit dem Beratungshaus Mind Business heute verffentlicht wurde.

Das Angebot an Produkten und Dienstleistungen wird aufgrund der Verlagerung der Produktsuche ins Social Web immer transparenter. Besser informierte Kunden, die jederzeit Preise, Qualitt, Lieferzeiten und Werturteile berblicken, sind zugleich einflussreichere Kunden. „Der soziale Filter entscheidet zuknftig ber Tops und Flops“, betont Karl-Heinz Land, Senior Vice President von MicroStrategy.

Aus diesem vernderten Kundenverhalten folgt der erste, vergleichsweise einfache Schritt in Richtung Social Commerce: Unternehmen sollten auf ihrer Website oder in ihrem Online-Verkaufskanal die soziale Navigation dazuschalten. Denn werden Social Plugins gesetzt, knnen Unternehmen Produktempfehlungen generieren und im sozialen Netzwerk verbreiten. Sie erhhen den Traffic im Onlineshop und untersttzen die Kaufberatung und damit die Abschlusswahrscheinlichkeit.

Ein zweiter Schritt sind Kaufangebote in Social Networks. Dabei darf Social Commerce jedoch nicht gleichgesetzt werden mit E-Commerce in einem Netzwerk wie Facebook. „Falsch wre es, den bestehenden Webshop einfach in Facebook hinein zu verlngern“, sagt Prof. Peter Gentsch, Partner bei Mind. Einen bestehenden Onlineshop mit Facebook zu verknpfen, hlt er fr wichtiger und effektiver, als einen Shop in Facebook zu integrieren. Die hohe Kunst des vernetzten Kommerz ist dabei der Aufbau einer Community: Mit den Fans zu kommunizieren, sie als Produkttester oder Ideengeber zu engagieren, ihnen spezielle Angebote zu unterbreiten und sie damit als Markenbotschafter zu gewinnen, fhrt dazu, dass beide Seiten des Marktes – Anbieter und Kunden – gleichermaen profitieren. Das Unternehmen ist Teil der Kommunikation, es wird als serviceorientiert und innovativ wahrgenommen.

Was knnen Unternehmen tun, um diese Entwicklung als Teil ihrer Geschftsstrategie zu nutzen? Die Studienautoren formulieren dazu vier Kernforderungen:

Neues Denken gefordert – Teil der Kommunikation werden!

„Social Commerce erfordert eine neue Denkhaltung, ein Verstndnis fr die unverrckbaren Kaufmotive und fr die Werkzeuge, die den Kunden auf seiner Reise durch den Kaufprozess begleiten“, betont Bernhard Steimel, Inhaber von Mind Business. Denn der heute eher technikgetriebene E-Commerce vernachlssige, dass der Kaufakt ein Erlebnis fr den Kunden darstellt. Mithilfe von Social Software kann eine aktive Beteiligung der Verbraucher erreicht und die Kommunikation der Kufer untereinander gefrdert werden. Daher sollten Unternehmen ihr traditionelles Verstndnis von Markenfhrung berdenken: Sie sind nicht lnger nur in der Rolle des „Senders von Botschaften“, sondern mssen Meinungsfhrer aktiv einbinden.

Reifegrad des Social Media Engagements testen

Viele Unternehmen haben bereits in den letzten Jahren in Social Media Marketing investiert und Unternehmensauftritte in Facebook & Co. realisiert. Nach der Phase des Reichweitenaufbaus stellt sich fr viele die Frage „Was nun?“. „Das Social Media Maturity Modell bietet Unternehmen hierzu die Mglichkeit, eine professionelle und systematische Verortung vorzunehmen, um ausgehend davon die nchsten Schritte zu planen“, so Prof. Gentsch.

End of Business as usual – Fahrplan fr die digitale Transformation entwickeln

Unternehmen, die neue Nutzenversprechen fr ihre Kunden definieren oder ihre Prozesse transformieren wollen, sollten nach berzeugung Steimels hierfr neue Fhigkeiten entwickeln. Diese mssen sie in die Lage versetzen, flexibler und schneller auf vernderte Kundenanforderungen reagieren zu knnen. Dazu zhlen unter anderem die Strkung der Zusammenarbeit mit Kunden und Communitys, eine weitreichende Cross-Channel-Integration und eine bessere Vernetzung der Mitarbeiter.

Die Studie steht kostenfrei unter www.marketingit.de/content/whitepaper/ gegen Bezugsnachweis zum Download zur Verfgung.
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