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Fachartikel, 11.07.2018
Transformation 4.0
So schafft der Mittelstand den digitalen Wandel
Die Digitalisierung stellt den Mittelstand vor tiefgreifende Herausforderungen und bringt hier neue Gewinner und Verlierer hervor. Wie Mittelständler digitale Geschäftsmodelle entwickeln, Innovationshürden beseitigen und zukunftswichtigen Transformationsprojekten den Weg ebnen können.

Die Hotel- und die Taxibranchen sttzten sich bis vor kurzem auf jahrhundertealte Geschftsmodelle. Wohl die wenigsten ahnten, wie viel Innovationspotenzial noch in diesen Mrkten steckt – bis die Verantwortlichen durch Airbnb und Uber wachgerttelt wurden. Das Bemerkenswerte: Die beiden Unternehmen besitzen weder Fahrzeuge noch Hotels. Man mag von beiden Unternehmen halten, was man mchte, doch sie haben ihre jeweilige Branche auf den Kopf gestellt – und zwar mit Innovationen, die fast ausschlielich technologiegetrieben sind. Ihre Fhigkeit, Unterknfte und Transportdienstleistungen schneller, einfacher, gnstiger und effizienter zu vermitteln, hat smtliche Wettbewerber unter Zugzwang gesetzt – niemand kann es sich jetzt noch leisten, einfach so weiterzumachen wie bisher.

Auch Mittelstndler stehen vor der Herausforderung, ihre Geschftsmodelle zu berdenken: Ist mein Angebot angesichts der digitalen Konkurrenz noch attraktiv genug oder muss ich es anpassen? Eine bessere Nutzererfahrung schaffen? Digitale Vertriebs- oder Marketingkanle erschlieen? Diese bung will mit Bedacht durchgefhrt werden. Eine umfassende Sicht auf alle relevanten Unternehmensdaten kann Richtungsentscheidungen sttzen. Digitalisierungsprojekte haben zudem gemein, dass die Zeit langsam drngt. Die zweite groe Aufgabe fr die Geschftsleitung lautet deshalb, die Innovationsbremsen im Unternehmen zu lsen. Jetzt.

Diese sieben Tipps seien Mittelstndlern ans Herz gelegt, um die Chancen des digitalen Wandels fr sich zu erschlieen:

1. Cloud

Legacy-Systeme knnen zu Innovationsbremsen werden. Wer seine IT- oder Digital-Profis damit beschftigt, Updates zu fahren oder Systeme warten zu mssen, blockiert sie fr Transformationsprojekte. Cloud-Anwendungen werden vom Anbieter auf dem aktuellen Stand gehalten und skalieren mit der Entwicklung des Unternehmens.

2. Konsolidierte Systeme

Mit den Jahren sammeln sich in Unternehmen viele Einzelanwendungen fr jeweils spezifische Aufgaben an. Neben der angesprochenen Update-Herausforderung verhindern diese ber lange Zeit gewachsenen Infrastrukturen auch eine Gesamtsicht auf relevante Daten. Wer dagegen beispielsweise alle HR- und Finanzsysteme auf einer Plattform konsolidiert, erhlt damit auch bergreifende Einblicke, die ihm bei der weiteren Planung helfen knnen.

3. Analysen fr alle

Disruptive Innovationen gehen in Unternehmen nicht ausschlielich von der Fhrungsetage aus, sondern knnen aus allen Teilen der Belegschaft kommen. Damit sich dieses Potenzial entfalten kann, brauchen Mitarbeiter Zugriff auf die fr ihren Bereich relevanten Daten. Per Rollen- und Rechtemanagement lassen sich in moderner Management-Software Zugriffe granular steuern, sodass Mitarbeiter auf Grundlage von Echtzeitdaten strategisch handeln, Entscheidungen dezentral treffen und ihre Budgets zukunftsgerichtet investieren knnen.

4. Skills heute

Smarte HCM-Systeme helfen den Verantwortlichen bei der Zusammenstellung ihrer Innovationsteams. Skills sind fr zugriffsberechtigte Manager transparent, sodass neue Teams schnell und agil zusammengesetzt werden knnen.

5. Skills fr morgen

Manager, die aus den Finanzdaten ablesen knnen, welche neuen Wege sich auszahlen und welche Teams diese vorantreiben, knnen dieses Feedback an die Personalabteilung weitergeben. Diese kann mit dessen Hilfe Aus- und Weiterbildungsprogramme priorisieren, die die jeweiligen Fhigkeiten fr erfolgreiche Projekte in den Vordergrund stellen.

6. Innovationsumfeld

An Innovationsprojekten wirken oft sehr viele Mitarbeiter mit. Manager sollten deshalb insgesamt auf ein modernes Technikumfeld achten, denn veraltete Anwendungen, auch nur an einigen Stellen, tun dem Innovationsklima nicht gut. Niemand rgert sich gerne mit Technologie herum – schon gar nicht die, die technikgesttzt Neues schaffen sollen.

7. Betriebsrat frh ins Boot

Zu den wichtigsten Einflussgren in mittelstndischen Unternehmen gehrt der Betriebsrat. Auch im Rahmen von Transformationsprojekten verlangt er Mitsprache. Wenn etwa ein Unternehmen eine neue technische Lsung fr das Personal- und Finanzwesen anschafft, dann mchte er wissen, ob diese seine Anforderungen an Transparenz, Datenschutz und Sicherheit erfllen kann – besonders dort, wo es um die Verarbeitung personenbezogener Mitarbeiterdaten geht.

Fazit

Digitale Transformationsprojekte in mittelstndischen Unternehmen und die damit verbundene Neuausrichtung zentraler Geschftsprozesse erfordern eine zeitgeme technologische Basis – fr kontrollierbares und nachhaltiges Wachstum sowie fr strategische Innovation. Darber hinaus ist es wichtig, alle Stakeholder in den Prozess mit einzubeziehen – angefangen bei den einzelnen Mitarbeitern, die unter den richtigen Voraussetzungen oft ihre ganz eigene Innovationskraft entfalten, bis hin zum Betriebsrat, dessen Einbindung in digitale Prozesse stets einem klaren Plan folgen muss.

Was die Hotel- und die Taxibranchen erlebt haben, wird frher oder spter auch allen anderen Branchen bevorstehen. Wer die Konkurrenz von Disruptoren wie Uber und Airbnb auch morgen nicht frchten mssen will, der sollte heute den notwendigen Wandel anstoen und jetzt die Voraussetzungen schaffen, um im digitalen Zeitalter nachhaltig erfolgreich zu sein.

Bild von StockSnap / pixabay; Lizenz: CC0 Creative Common

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ZUM AUTOR
ber Christoph Kull
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Christoph Kull ist Geschäftsleiter Vertrieb und Marketing DACH bei Workday. Workday ist ein führender Anbieter von Enterprise-Cloud-Anwendungen für das Finanz- und Personalwesen. Das Unternehmen wurde 2005 gegründet und bietet ...
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