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Pressemitteilung

So bleibt der Weihnachtsbaum lange frisch

Proplanta gibt Tipps zum Weihnachtsbaumkauf: Die Frische des Baumes, der richtige Umgang mit ihm und die Baumart sind entscheidend, damit man lange Freude an seinem Christbaum hat.
(PM) Stuttgart/Hohenheim, 09.12.2009 - Rund 500 Millionen Euro werden die Deutschen auch in diesem Jahr fr 28 Millionen Weihnachtsbume ausgeben, die an den Festtagen die gute Stube oder den Arbeitsplatz zieren. Etwa 80 Prozent der Ware stammt aus heimischen Anbaugebieten, insbesondere aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Der Rest, vor allem die billigere Ware in Baumrkten oder Tankstellen, kommt meist aus Dnemark.

Tipps zum Christbaumkauf

Verschiedene Faktoren entscheiden darber, wie lange der Christbaum in voller Pracht stehen bleiben kann. Bume aus den nrdlichen Nachbarlndern haben weite Transportwege hinter sich und werden ab Ende Oktober eingeschlagen. Die Haltbarkeit ist daher oft krzer und auch die Umweltbilanz ungnstiger als bei einheimischer Ware. Weihnachtsbume knnen bei vielen Forstmtern direkt im Wald oder bei regionalen Anbietern ab Hof gekauft oder sogar selbst geschlagen werden. Dann wei der Kufer, woher sein Baum stammt und dass er frisch ist. Anbieter sind im Agrarbranchenbuch Agrifinder unter www.agrifinder.com in der Rubrik "Direktvermarkter" zu finden.

So bleibt der Baum lange frisch

Hinauszgern lsst sich das Nadeln der Bume zudem, wenn man einige Tipps beherzigt. Nach dem Kauf sollte der Baum langsam an wrmere Raumtemperaturen gewhnt werden. Bis kurz vor dem Fest steht er daher am besten in einem khlen Raum in einem Eimer mit Wasser. Das Transportnetz sollte dabei entfernt werden. Wird der Baum schlielich ins Zimmer geholt, krzt man mit einer Sge den Stamm ein wenig, damit er das Wasser besser aufnehmen kann. Anschlieend steht er am besten in einem Christbaumstnder mit Wasserdepot. Ein Zusatz von Zucker oder Frischhaltemitteln zum Wasser ist dabei nicht notwendig. Die Nhe von Heizkrpern sollte allerdings gemieden werden.

Weihnachtsbaumpreise etwas hher als im Vorjahr

Die Preise fr die Weihnachtsbume liegen in diesem Jahr rund zehn Prozent hher als 2008. Der laufende Meter ist durchschnittlich zwei Euro teurer als im Vorjahr. Bei einer Nordmanntanne muss man daher mit einem Preis von 19 bis 21 Euro fr den laufenden Meter rechnen. Neun bis elf Euro kostet der Meter Blaufichte und rund 6,50 Euro bis 8,50 Euro der Meter Fichte. Fr welche Baumart man sich letztlich entscheidet, hngt jedoch nicht nur vom Preis, sondern auch von der individuellen Vorliebe ab.

Die Baumarten - eine Entscheidungshilfe

Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) zhlt seit einiger Zeit zu den beliebtesten Christbumen und hat mittlerweile einen Marktanteil von 80 Prozent. Sie braucht rund 10 Jahre, um Zimmerhhe zu erreichen. Daher ist sie mit Abstand der teuerste Christbaum. Sie stammt aus dem westlichen Kaukasus und der Nordosttrkei, in Mitteleuropa wird sie praktisch nur als Weihnachtsbaumkultur angebaut. Sie zeichnet sich durch krftiges Grn, weiche, nicht stechende Nadeln, eine gleichmige Wuchsform und vor allem durch ihre hohe Nadelfestigkeit aus.

Die Blau-Fichte oder Stech-Fichte (Picea pungens) stammt aus Nordamerika und wurde nach ihren blau schimmernden, stark stechenden Nadeln benannt. Sie hat eine mittlere Haltbarkeit, preislich liegt sie unter der Nordmanntanne. Ihre starken, gleichmigen ste lsst sie besonders fr schweren Baumschmuck und echte Kerzen geeignet erscheinen.

Die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) ist im Westen Nordamerikas heimisch und wurde im 18. Jahrhundert in Mitteleuropa eingefhrt. Sie hat weiche, dnne Nadeln mit intensivem Zitrus-Duft. Aufgrund ihrer dnnen, biegsamen Zweige ist sie eher fr leichten Baumschmuck geeignet. Ihre Haltbarkeit ist etwa mit der der Blaufichte zu vergleichen, preislich ist sie etwas gnstiger als diese.

Die Amerikanische Rotfichte (Picea rubens) ist der preiswerteste Weihnachtsbaum, hat aber von allen Arten auch die geringste Haltbarkeit. Bereits nach wenigen Tagen in warmen Rumen nadelt sie schon. Daher sollte sie erst kurz vor dem Fest geschlagen werden. Ihre Nadeln sind dunkelgrn und nur mig stechend.

Die Edeltanne (Abies nobilis bzw. A. procera) kommt ebenfalls aus Nordamerika. Sie liegt etwa auf dem gleichen Preisniveau wie die Nordmanntanne. Ihre weichen, blaugrnen Nadeln duften intensiv nach Orangen und sind lange haltbar. Den Geruch kann man noch verstrken, indem man die am Stamm befindlichen Harztaschen mit einer Nadel aufsticht. Allerdings ist ihr Wuchs eher ungleichmig.

Die Schwarzkiefer (Pinus nigra), heimisch im sdlichen Europa, ist vor allem in Berlin und im Osten Deutschlands ein beliebter Weihnachtsbaum, da andere Nadelbume auf den sandigen Bden im Nordosten des Landes schlecht gedeihen. Ihre langen, dunkelgrnen Nadeln sind im Zimmer ber Wochen haltbar.

Die Weitanne (Abies alba), als einheimische Baumart ursprnglich der „klassische Weihnachtsbaum“, sollte man aus kologischen Grnden nicht kaufen. Sie steht auf der Roten Liste der bedrohten Pflanzenarten.
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