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Pressemitteilung

Nur schlecht drauf oder auf dem Weg in die Psychose?

EU-gefördertes Forschungsteam PRONIA entwickelt ein Prognose-Tool, um psychotische Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Wissenschaftler der LMU München sind federführend beim Projekt
(PM) Mnchen, 23.01.2015 - Psychosen frh erkennen und gezielt behandeln: Wenn die Therapie rechtzeitig erfolgt, bewahrt das Betroffene oft vor einer langwierigen und schwerwiegenden Erkrankung. Viele Patienten suchen erst nach Jahren, lange nach dem Auftreten erster Krankheitszeichen, professionelle psychotherapeutische oder psychiatrische Versorgungseinrichtungen auf. PRONIA setzt hier an: Das von der Europischen Union gefrderte Forschungsprojekt PRONIA entwickelt ein neuartiges Prognose-Tool zur Frherkennung psychotischer Erkrankungen. Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universitt Mnchen (LMU) sind federfhrend beim Projekt.

PRONIA steht fr „Personalised Prognostic Tools for Early Psychosis Management”. Das Diagnostik-Tool basiert auf selbstlernenden Algorithmen. Es kombiniert Daten aus neuropsychologischen und neurokognitiven Tests mit bildgebenden Verfahren, genetischen Untersuchungen sowie ergnzenden Interviews. Als telemedizinische Anwendung soll PRONIA bereits in vier Jahren rzten und Kliniken weltweit zur Verfgung stehen.

„Das Interesse an innovativen diagnostischen Mglichkeiten ist riesig“, erlutert Priv. Doz. Dr. med. Nikolaos Koutsouleris (37) von der Psychiatrischen Klinik der LMU Mnchen, der wissenschaftliche Koordinator des Projekts. Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft fr Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zeigen, dass etwa jeder dritte Erwachsene im Laufe seines Lebens an einer psychischen Strung erkrankt. Etwa 30 Prozent der Erkrankungen nehmen einen chronischen Verlauf. Neben dem Leid der Betroffenen weisen die Daten auch auf die volkswirtschaftliche Dimension hin. Allein die direkten und indirekten Kosten von Schizophrenie addieren sich in Europa auf rund 150 Milliarden Euro pro Jahr.

„Das Tool kann helfen, psychotische Erkrankungen zu erkennen, bevor sie ausbrechen“, erklrt PRONIA-Projektkoordinator Koutsouleris. Der Mediziner schtzt, dass PRONIA den Ausbruch der Krankheit mit bis zu 90 Prozent Genauigkeit vorhersagen kann. Die Europische Union frdert PRONIA innerhalb des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms. Hinter PRONIA steht ein Konsortium von elf Partnern aus Wissenschaft, Forschung und Industrie. Die Frdersumme liegt bei sechs Millionen Euro. Projektstart war der 1. Oktober 2013. Forschungspartner der LMU Mnchen sind die Universitten Melbourne, Turku, Birmingham, Udine, Basel und Kln.
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�BER GABO:MI

Als Projektmanagement-Partner begleitet GABO:mi das von der Europäischen Union geförderte Projekt. Über das Forschungsprojekt PRONIA, das Diagnostik-Tool und seine Anwendungsmöglichkeiten informieren wir Sie bei der Pressekonferenz am 28. Januar 2015 um 10 Uhr im PresseClub München, Marienplatz 22, 80331 München
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