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FIR e. V. an der RWTH Aachen
Pressemitteilung

Neues Internetportal soll Rheumapatienten helfen

Innovatives Forschungsprojekt RhePort21 wird Früherkennung von Rheuma ermöglichen
(PM) Aachen, 06.06.2013 - „Etwa 2 Prozent der Bevlkerung sind von einer chronischen entzndlich-rheumatischen Krankheit betroffen“, sagt Dr. Wolfgang Vorbrggen, ehemaliger Leitender Arzt der Radiologischen und Nuklearmedizinischen Abteilung der Rheumaklinik Aachen. Jedoch erfolgt die Erkennung rheumatischer Krankheiten hufig erst spt. Leidgeplagte Patienten erhalten oft erst eine Diagnose, wenn sie eine lange Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich haben. Je spter die Diagnose gestellt wird und die Behandlung beginnt, desto schlechter sind die Chancen auf einen gnstigeren Krankheitsverlauf. Ein neues Internetportal soll jetzt Betroffenen helfen, frher eine Ursache fr ihr Leiden zu finden und handeln zu knnen.

In dem durch das Ministerium fr Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) des Landes Nordrhein-Westfalen gefrderten Forschungsprojekt „RhePort21“ (Rheumaportal fr das 21. Jahrhundert) entwickeln das FIR an der RWTH Aachen und die MUL Systems GmbH gemeinsam mit Partnern aus medizinischen Fachkreisen seit Oktober 2012 eine Internetplattform und ein damit verbundenes Dienstleistungskonzept, mithilfe derer Fachrzte deutlich frher als bisher eine Diagnose stellen knnen.

Bei dem Verdacht, an Rheuma erkrankt zu sein, knnen Betroffene knftig auf der geplanten Internetseite einen von Medizinern entwickelten Onlinefragebogen ausfllen, der anschlieend von Fachrzten ausgewertet wird. Die Antworten aus dem Fragebogen ermglichen zeitnah eine erste Einschtzung des Krankheitszustands, auf deren Basis umgehend weitere Untersuchungen eingeleitet werden knnen.

„Die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien kann die Rheumatologen erheblich bei der Diagnose und der anschlieenden Versorgung untersttzen. Dem Patienten verschafft dies wertvolle Zeit und erhht die Chance auf eine frhzeitige Therapie der Krankheit“, erklrt der FIR-Wissenschaftler Arno Schmitz-Urban.

Das FIR erarbeitet in dem Forschungsprojekt das Betreibermodell fr das aufzubauende Netzwerk. Dabei untersucht das Institut, welche technischen und inhaltlichen Anforderungen ein derartiges Portal erfllen muss. Zudem erarbeitet das FIR ein Dienstleistungskonzept, das langfristig den wirtschaftlichen Nutzen der Plattform sicherstellen soll. „Durch das Portal, das wir aufbauen, sollen vorhandene Ressourcen effizienter genutzt, Wissen konsolidiert und eine zeitgeme Versorgungsstruktur geschaffen werden“, so Dr. Gerhard Gudergan, Leiter des Geschftsbereichs Forschung am FIR. Neben den humanitren Aspekten des Rheumaportals erfllt die Plattform auch einen wirtschaftlichen Nutzen. Denn je spter Rheuma erkannt wird, desto schwieriger und auch teurer ist eine Therapie. So belaufen sich beispielsweise die Kosten in Deutschland allein fr Medikamente pro Patient auf circa 20.000 Euro pro Jahr.

Die Arbeiten in dem Forschungsprojekt konzentrieren sich vorerst auf die Stdteregion Aachen und die angrenzenden Kreise Dren, Heinsberg und Mnchengladbach. An dem Projekt sind neben dem FIR und der Rheumaklinik acht niedergelassene Rheumatologen, zwei rheumatologische Ambulanzen, eine radiologisch-nuklearmedizinische Gemeinschaftspraxis, die internistisch-rheumatologische Abteilung des Medizinischen Zentrums der Stdteregion Aachen sowie die Uniklinik RWTH Aachen (Geschftsbereich IT) und die MUL Systems GmbH beteiligt. Zur Optimierung der Zusammenarbeit und der Behandlungsprozesse innerhalb des Rheuma-Netzwerks soll der Dokumenten- und Befundaustausch ber die Kommunikationsplattform FallAkte Plus der Uniklinik RWTH Aachen erfolgen. Diese wird durch die Healthcare IT Solutions (HITS), ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Uniklinik RWTH Aachen, betrieben.

Weitere Informationen ber das FIR und das Forschungsprojekt „RhePort21“ sind auf der Internetseite des FIR abrufbar:
www.fir.rwth-aachen.de
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