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Mehr Frischekontrolle bei Milch, Fleisch und Fisch

(PM) , 03.11.2008 - Etiketten visualisieren den Weg von Lebensmitteln von der Herstellung bis zum heimischen Khlschrank

Mnchen, 31. Oktober 2008 – Verbraucher wnschen sich mehr Informationen ber ihr Essen und fordern von der Lebensmittelindustrie mehr Verantwortung fr Gesundheit und Wohlbefinden. Dies ergab die in fnf Lndern von der PR-Agentur Ketchum durchgefhrte reprsentative Studie „Food 2020“. Bei den Unternehmen der Branche tut sich diesbezglich schon jetzt einiges. So gibt es intelligente Etiketten mit einem so genannten Frischeindikator. Er visualisiert den Frischegehalt von Lebensmitteln und dokumentiert den Weg der Produkte – vom Hersteller, ber die Frischfleischtheken der Supermrkte bis in den heimischen Khlschrank.

Vor allem die Forderung nach mehr Kontrolle hinsichtlich Inhaltsstoffen, Sicherheitsthemen und Qualitt von Lebensmitteln steht bei den Verbrauchern aus allen beteiligten Lndern - USA, Grobritannien, Deutschland, Argentinien und China – ganz oben auf der Wunschliste. Etwa die Hlfte der Deutschen gab zu Protokoll, dass sie mehr und besser darber informiert werden mchten, was wirklich gesund ist. Das Thema Frische spielt dabei eine groe Rolle. Wie aussagekrftig das Mindesthaltbarkeitsdatum ist, das knnen Konsumenten nur begrenzt feststellen. Schlielich gibt es lediglich darber Aufschluss, wie lange Lebensmittel unter bestimmten Lagerbedingungen und vom Hersteller empfohlenen Khltemperaturen geniebar sind. Doch was passiert, wenn beim Transport der Ware bis in den heimischen Supermarkt die Khlung kurzzeitig ausfllt oder wenn Verbraucher mit den gekauften Steaks noch schnell einen Kaffee trinken gehen?

Neue Lebensmittel-Etiketten sollen nun genau dokumentieren, unter welchen Lagerbedingungen ein Produkt vom Hersteller zum Verbraucher gelangt. Mit ihrer Hilfe knnen alle Beteiligten die Einhaltung der Khlkette genau nachvollziehen. Das Technologieunternehmen Bizerba (www.bizerba.de) entwickelte beispielsweise Frische-Etiketten mit einem Time Temperature Indicator, kurz TTI. Auf dem Etikett ist ein Frischesymbol in Form eines Apfels aufgebracht. Ein spezielles Pigment im Innern des Symbols verndert abhngig von Zeit und Temperatur die Farbe des Apfels.

Die Ausgangsfarbe ist dabei dunkelblau. Je lnger die Lagerung andauert bzw. je hher die Lagerungstemperatur steigt, desto blasser wird das Pigment. „Die Verbraucher vergleichen den Farbton mit einem Referenzsymbol und knnen nach dem Kauf erkennen, ob das Produkt entsprechend der Vorschriften des Herstellers gelagert wurde. Der Grad der Entfrbung zeigt dabei an, ob das Frischeprodukt noch bedenkenlos, nur eingeschrnkt oder nicht mehr geniebar ist“, so Marc Bttgenbach, Vertriebsleiter „Labels & Consumables“ bei Bizerba.

Ein Unterbrechen der Khlkette ist so mit dem bloen Auge zu erkennen. Bevor die Ware in den Supermarkt und damit zum Verbraucher gelangt, knnen verdorbene Lebensmittel so auch direkt aussortiert werden. „Das spart Kosten, vermeidet unntigen rger und erhht das Vertrauen der Kunden“, meint Bttgenbach.

hnlichen Produkten, die Frische sichtbar machen sollen, hat TTI einiges voraus . Vor der Aktivierung des Etiketts sind etwa keine bestimmten Lagerbedingungen notwendig, weil sich das Etikett nicht irreversibel selbst aktiviert. Andere Systeme sind daran bisher gescheitert. Auerdem eignen sich viele Etiketten nicht fr den Einsatz im Bereich von Lebensmitteln. Verndert sich die Farbe auf den Etiketten, befinden sich meist chemische Substanzen in unmittelbarer Nhe zu den Frischwaren. Das Pigment auf dem TTI enthlt jedoch keine toxische Substanz und ist fr den direkten Lebensmittelkontakt zugelassen. „Auerdem sind, wie etwa bei den konkurrierenden RFID-Etiketten, keine Schreib- oder Lesegerte fr den Einsatz von TTIs notwendig“, so Bttgenbach.

Bereits seit vergangenem Jahr ist TTI beim Genusshandwerker, einem deutschen Versand fr regionale Spezialitten und frische, handwerklich hergestellte Lebensmittel im Einsatz. Seit September 2008 setzt auch die Schweizer Ernst Kneuss Geflgel AG das intelligente Etikett ein. „Wenn Handel oder Fleischer bei der Khlung Fehler machen, dann bringt das auch unsere Kneuss-Produkte in ein schlechtes Licht. Auch wir brauchen eine Kette, die funktioniert. Wenn wir mit den TTI-Etiketten Fehler aufdecken, beweisen und beheben knnen, strkt das unser Qualittsmanagement“, so Daniel Kneuss, Unternehmensleiter von Kneuss.

Das TTI-Etikett eignet sich fr Fleisch, Fisch, Molkerei- und Fertigprodukte sowie Obst und Gemse. Eine Variante fr Tiefkhlkost ist bei Bizerba bereits in der Entwicklung.

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