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Pressemitteilung

Medizin und Kultur unter einem Dach?

(PM) , 22.10.2008 - (fet) – Was haben Kultur und Medizin gemeinsam? Zugegeben, wie es scheint auf den ersten Blick nicht viel. Doch um Patienten ganzheitlich zu erfassen und therapieren zu knnen, gehren medizinische Kenntnisse und die Bercksichtigung sozio-kultureller Gegebenheiten zusammen. Der neue Studiengang "Komplementre Medizin-Kulturwissenschaft-Heilkunde" verbindet erstmals Gesundheit mit Kultur und bietet somit einen neuen Ansatz in der Prvention und Therapie im Gesundheitswesen.

Am 11. Juli 2007 grndete sich das Institut fr transkulturelle Gesundheitswissenschaften (IntraG) an der Kulturwissenschaftlichen Fakultt der Europa-Universitt Viadrina. Grndungsmotivation von IntraG ist das Schaffen eines Exzellenzzentrums fr komplementre Medizin, Prvention und Gesundheitsfrderung mittels Forschung und Lehre, Beratung und Fortbildung. Gemeinsam mit verschiedenen Institutionen aus Medizin und Politik mchte die IntraG international und breitflchig eine effektive und pragmatische Gesundheitsfrderung erreichen. Dazu zhlt beispielsweise, in Schulen das Unterrichtsfach "Gesundheitserziehung" zu etablieren sowie Manahmen zur Qualittssicherung fr familienfreundliche Kliniken zu erarbeiten.

Besonderes Augenmerk gilt beim Institut fr transkulturelle Gesundheitswissenschaften der Kulturwissenschaft. "Transkulturelle Gesundheitswissenschaften gehen davon aus, dass im Prozess der Gesunderhaltung und Heilung gerade auch den Faktoren Sprache, Kommunikation und Kultur eine wichtige Bedeutung zukommt", erlutert Prof. Dr. Hartmut Schrder von der Universitt Viadrina. Hierbei soll die Kulturwissenschaft einen Brckenschlag zwischen Geistes- und Sozialwissenschaften einerseits und den naturwissenschaftlich orientierten Fchern andererseits schaffen.

Fr die Umsetzung der angestrebten Ziele dient unter anderem der Aufbau eines Masterstudiengangs: "Komplementre Medizin-Kulturwissenschaft-Heilkunde". Dieser ab dem Sommersemester 2009 an der Europa-Universitt Viadrina in Frankfurt (Oder) angebotene Studiengang erfolgt in Kooperation mit der Internationalen Gesellschaft fr Biologische Medizin e.V. in Baden-Baden. Ausbildungsinhalt ist es kommunikations- und kulturwissenschaftliche Aspekte mit komplementrmedizinischen und ethnomedizinischen in Verbindung zu setzen. Ausgerichtet ist die fortfhrende Ausbildung auf approbierte rzte, Apotheker, Psychotherapeuten sowie weitere therapeutische und beratende Berufsgruppen mit Hochschulabschluss im Gesundheitsbereich. Der Studiengang versteht sich dabei nicht als Konkurrenz zur Schulmedizin, sondern als Ergnzung zu medizinischen Fragestellungen sowie Verfahren. Im Mittelpunkt steht die Einbeziehung aller Kenntnisse und Erfahrungen zur Heilung von Krankheiten und zur Erhaltung der Gesundheit.

Weitere Informationen zum Institut fr transkulturelle Gesundheitswissenschaften sowie dem Masterstudiengang finden Sie unter www.intrag-online.eu/.

Redaktion: Anja Baustian
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