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Fachartikel, 28.02.2014
Marketingtrends
Wie Unternehmen morgen werben werden
In der Welt der Werbung gilt der Ausspruch des griechischen Philosophen, dass nichts so beständig ist wie der Wandel, in ganz besonderem Maße. Was gestern noch gut funktioniert hat, kann schon morgen völlig passé sein.

Die Redaktion des  Informationsdienstes TrendScanner hat fnf Thesen zur Zukunft des Marketing aufgestellt. Nachfolgend was die Zukunft in Sachen Werbung, PR und Co. bringen wird und wie sich Unternehmen heute schon auf diese Entwicklung einstellen knnen.

1. Werbung 1.0 verschwindet aus dem Internet

Platte Reklame, aufdringliche Banner und auf Hochglanz polierte Werbeseiten verlieren an Bedeutung genau wie die Suchmaschinenoptimierung mit ihren Tricksereien. Das Schlagwort fr die Zukunft lautet: Content Marketing.

Unternehmen sollten das Internet vor allem nutzen, um Kunden Informationen zu bieten, die ihnen weiterhelfen. Der Grund: Statistiken zeigen, dass die meisten Neukunden per Suchmaschine auf ein Produkt aufmerksam werden! Das heit, sie haben bei Google ein konkretes Problem eingegeben und suchen eine schnelle Lsung; und nur Firmen, die sie bieten, machen das Geschft.

Ihre Agenda:

  • Setzen Sie einen Firmenblog auf, in dem Sie Kundenprobleme und -fragen besprechen.
  • Bieten Sie dort nutzwertige Informationen zu Ihren Produkten und Ihrem Markt.
  • Sprechen Sie im Blog und auf der Website auch kritische Themen an, zum Beispiel Produktprobleme. Denn tun Sie dies nicht, berlassen Sie Kritikern das Feld.

2. Social Media verliert Sonderstatus

Bei Facebook & Co. prsent zu sein gehrt fr Unternehmen in Zukunft zum Pflichtprogramm. Allerdings ist ein gesunder Realismus angesagt: Fans und Likes allein sorgen nicht fr Umstze.

Ihre Agenda:

  • Pflegen Sie Ihren Auftritt im Mitmachnetz, nutzen Sie den Kanal, um den Kunden zuzuhren: Was loben sie? Was wird kritisiert?
  • Fragen Sie gezielt nach, welche Produkte oder Produkteigenschaften die Community wnscht. Denn: Wer nach seiner Meinung gefragt wird, fhlt sich als Kunde ernst genommen.
  • Daneben sollten Sie Ihren Facebook-Auftritt vor allem nutzen, um sich als Arbeitgeber bekannt zu machen.

3. Knigsdisziplin: online mit offline verknpfen

Im Internet Fans einzusammeln ist nicht schwer; die Aufgabe besteht in Zukunft darin, die Onlinekontakte zu monetarisieren.

Ihre Agenda:

  • Finden Sie neue Wege, Erkenntnisse, die Sie online gewonnen haben, im Geschft nutzbringend einzusetzen.

Ein Beispiel: Der Elektronikhndler Conrad hat auf seiner Website eine Kommentar- und Bewertungsfunktion eingefhrt.  Die hier geuerten Meinungen nutzt das Unternehmen auch in den Lden: Positive Kundenstimmen werden ausgedruckt und unter die jeweiligen Artikel gehngt. Vertrauenswrdige Verfasser ldt Conrad auerdem ein, neue Produkte zu testen und ihre Meinung online zu hinterlassen. Zeigen sich hier Mngel, kommt der Artikel gar nicht erst in den Laden.

4. Die alten Zielgruppen haben ausgedient

Kundengruppen waren frher wie in Stein gemeielt, etwa: mnnlich, ber 40, vermgend. Diese Klassifizierungen verlieren an Bedeutung – ganz einfach, weil die Kundschaft immer bunter wird.

Ihre Agenda:

Ruhen Sie sich nicht auf alten Zielgruppenanalysen aus. Fragen Sie sich: Wen sprechen wir noch nicht an? Zuwanderer etwa werden vom Marketing nach wie vor oft vernachlssigt, dabei wchst diese Kufergruppe rasant. Die Zahl der Zuwanderer aus Griechenland und Spanien etwa hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt.

Auerdem sollten Sie prfen, ob es sich lohnt, Zielgruppen des anderen Geschlechts anzusprechen. Hintergrund: Die Aufteilung in Frauenprodukt/Mnnerprodukt ist berholt , weil die traditionellen Rollen verschwinden. Mnner geben zum Beispiel fr Feuchtigkeitscremes und andere Kosmetika mittlerweile mehr aus als fr Rasierprodukte.

5. Krisenmanagement wird Alltag

Unzufriedene Kunden gab es immer schon, doch sie sind zunehmend in der Lage, im Netz einen Entrstungssturm heraufzubeschwren.

Hinzu kommt: Es gibt mehr Kunden im Rentenalter, die schlichtweg gengend Zeit haben, einen Konflikt auszufechten. Bei Banken etwa hat die Zahl der Kundenbeschwerden mit 13.556 Fllen im vergangenen Jahr einen Rekordwert erreicht! Auf diese zunehmend kritischen Kunden mssen Sie reagieren.

Ihre Agenda:

  1. Richten Sie einen Kundenbeirat ein, um Feedback und Verbesserungsvorschlge zu bekommen.
  2. Beobachten Sie intensiv soziale Medien wie Facebook und Twitter; so erkennen Sie potenzielle Problemflle, bevor sie sich zu einem Entrstungssturm im Netz (Shitstorm) hochschaukeln knnen.

 

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