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Mario Ohoven: „Jugendwahn in den Unternehmen muss ein Ende haben“

(PM) , 26.09.2008 - Demografischer Wandel zwingt zum Umdenken

Berlin - Wirtschaftsbild-Autor Christof Schssler www.wirtschaftsbild.de warnt Unternehmen davor, bei der Personalrekrutierung einseitig auf junge Fhrungskrfte zu setzen. Noch nicht einmal zehn Prozent aller Beschftigten arbeiten bis zur offiziellen Ruhestandsgrenze. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter von Mnnern liegt bei 59,8 und dasjenige von Frauen liegt bei 60,5 Jahren. Schssler bucht diese Entwicklung auf das Konto der „seligen Frhpensionierung aus der unbezahlbaren sozialpolitischen Ideenschmiede Nobbi Blms”. Nach Erkenntnissen des Fraunhofer-Instituts fr Arbeitswirtschaft und Organisation sprechen fr die lteren Semester Wissen und Erfahrung, Arbeitsmoral, Qualittsorientierung, Zuverlssigkeit, Loyalitt, Fhrungsfhigkeit und soziale Kompetenz. Auerdem fehlen jngere Arbeitnehmer unter 24 Jahre sogar zwei Drittel hufiger als ihre 55- bis 65-jhrigen Kollegen.

„Der demografische Wandel zwingt zum Paradigmenwechsel in der Einstellung von Unternehmen zum Wert lterer Mitarbeiter“, so Mario Ohoven, Prsident des Bundesverbandes mittelstndische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de. Der Jugendwahn vieler Personalchefs msse ein Ende haben. Als positive Beispiele nennt Ohoven die Firmen Lufthansa und BMW, wo man eine vorbildliche und weitsichtige Personalpolitik betreibe. Nach massivem Stellenabbau wrden auch den Automobilbauern in den nchsten Jahren die qualifizierten Fachkrfte ausgehen. Gegenwrtig stehe in Deutschland von den ber 55-jhrigen noch etwas mehr als ein Drittel im aktiven Berufsleben. Der bedrohliche Personalengpass im Mittelstand impliziere eine „Handlungsaufforderung an uns alle, egal ob Unternehmer, Manager, Politiker oder Arbeitnehmer".

Schssler empfiehlt ein strategisches Programm zum Umgang mit einer lter werdenden Belegschaft. So sei an eine regelmige Personalentwicklung durch Weiterbildung, die Vermeidung jeglicher Form der Altersdiskriminierung, die Vernderungen von Entlohnungssystemen – Akkordarbeit ist ber 50-jhrigen Arbeitern nicht mehr zutrglich -, die Abschaffung der Vergtung nach Dienstalter und andere Manahmen zu denken.

Dass Unternehmen, die sich fr diesen Weg entscheiden, fr eine Entlastung der Renten- und Krankenkassen und fr mehr Lohnsteuer setzen, steht fr Udo Nadolski, Geschftsfhrer des Dsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash www.harveynash.de, fest. Ein Geschftsfeld von Harvey Nash ist das Interims Management. Dort setzt man auf die Kompetenz lterer Manager. Nadolski skizziert die Strken der Senior Manager wie folgt: „Wir raten unseren Kunden, Positionen im gehobenen Management, die fr eine eingeschrnkte Dauer auf ein bestimmtes Unternehmensziel hin eingerichtet werden, mit Senior Managern zu besetzen. Die Ergebnisse solcher Einstze werden von den Unternehmen in der Regel als positiv und Gewinn bringend bezeichnet, da sie von der Persnlichkeit und der Kompetenz profitieren konnten, die im eigenen Unternehmen nicht mehr aufzufinden waren.”

Siehe auch: www.wdr.de/tv/monitor/pdf/040603b_altersdiskriminierung.pdf; http://www.focus.de/jobs/branchen/tid-6540/demografischer-wandel_aid_62893.html; www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,304268,00.html; http://www.welt.de/welt_print/article1544824/Der_Jugendwahn_hat_ausgedient.html; www.das-parlament.de/2007/31/Thema/16826133.html; http://www.computerwoche.de/job_karriere/arbeitsmarkt/1867409/index6.html; www.visavis.de/modules.php?name=News&file=article&sid=8803; http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,163124,00.html.

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