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Pressemitteilung

Management-auf-Zeit - Erfahrungen aus der Schweiz (Auszüge einer Studie von Skillpool und DemoSCOPE)

(PM) , 27.04.2007 - Wissen und Erfahrung „mieten“: Management-auf-Zeit hat heute einen festen Platz bei der Rekrutierung von Fhrungskrften, wie eine aktuelle Studie zeigt. Um die Vorteile dieser Arbeitsform noch besser nutzen zu knnen, ist allerdings ein Wandel der Unternehmenskultur ntig. Management-auf-Zeit hat sich zu einem etablierten Instrument in der Personalbeschaffung entwickelt. So haben drei von vier Schweizer Unternehmen in den letzten fnf Jahren Manager-auf-Zeit eingesetzt. Dies zeigt eine neue Studie, die zum ersten Mal fr die Schweiz derart durchgefhrt worden ist; 85 Fhrungskrfte aus 68 KMU und Grossunternehmen wurden dazu befragt. Breites Einsatzgebiet: Fr welche Aufgaben engagieren Schweizer Unternehmen hauptschlich Manager auf Zeit? Die Studie nennt folgende Schwerpunkte: In den meisten Fllen setzen Schweizer Unternehmen Manager-auf-Zeit fr ein kon-kretes Projekt ein. Die Einstze sind ebenfalls verbreitet bei der berbrckung von Vakanzen, bei fehlendem Know-how im Unternehmen und beim pltzlichen Ausfall einer Fhrungskraft. Ebenso werden externe Krfte fr Change- und Krisenmanage-ment oder bei Sanierungen und Restrukturierungen eingesetzt. Der Einsatzbereich umfasst nahezu smtliche Unternehmens-sparten, wie die Befra-gung gezeigt hat: Hufig werden Manager-auf-Zeit in eingesetzt, in den Bereichen Finanzen, Controlling, Human Resources und EDV eingesetzt. Als weitere Sparten werden Marketing, Produktion/Technik, Logistik oder Unternehmensentwicklung genannt. Die meisten Engagements dauern zwischen vier und zwlf Monaten. Dabei liegt der Einsatzgrad meist zwischen 80 und 100 Prozent. Transparente Kosten: Der Tagesansatz ist die ideale Form der Honorierung, erklren drei von vier der Befragten. Andere Varianten wie erfolgsorientiertes Honorar, Pauschal- oder Stundenhonorar werden seltener erwhnt. Bei Management-auf-Zeit Einstzen sind die Kosten transparent, bei Festangestellten jedoch nicht. Die wenigsten Unternehmen wissen, wieviel sie eine eigene Fhrungskraft tatschlich kostet, dies hat die Untersuchung verdeutlicht. Nur 45 Prozent der Unternehmen verfgen ber eine Vollkostenrechnung fr das Kader. Bei weiteren 12 Prozent ist eine solche zwar vorhanden, den Linienvorgesetzten aber nicht bekannt. Auch verfgen nur wenige der befragten Unternehmen ber einen Umrechnungsfaktor, um ausgehend vom Bruttosalr die vollen Kosten einer eigenen Fhrungskraft zu ermitteln – das heisst inklusive Beschaffungs- und Einfhrungskosten, Fringe Benefits, Weiterbildungen sowie administrativer Aufwendungen fr Lohnbuchhaltung, AHV- oder Pensionskassen-Abrechnung. Dies erschwert einen adquaten Vergleich mit Management-auf-Zeit, wo Kosten nur fr effektiv erbrachte Leistungen anfallen und sich das Mandat jederzeit dem Arbeitsvolumen anpassen lsst. Positive Erfahrungen: Die Umfrage hat gezeigt, dass die Fhrungskrfte mit der Dienstleistung zufrieden sind. ber 80 Prozent der Management-auf-Zeit-Einstze sind erfolgreich abgeschlossen worden. Als direkten Nutzen wird am hufigsten die rasche Verfgbarkeit genannt. Ebenfalls geschtzt werden Flexibilitt, Kompetenz, Erfahrung und die Leistungs-fhigkeit des Managers-auf-Zeit beurteilt. Das Kosten-Nutzen-Verhltnis wird von den meisten Unternehmen als gengend bis gut eingeschtzt. Ein altes Muster: So positiv diese flexible Arbeitsform bewertet wird: In vielen Unternehmen gehorcht der Beschaffungsprozess noch immer althergebrachten Regeln. Angewendet werden meist die gleichen Kriterien wie bei der Besetzung einer Festanstellung. Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang auch, dass nur 10 Prozent der befragten Unternehmen ber einen dokumentierten Notfallplan verfgen, um den Ausfall einer Fhrungskraft zu meistern oder Vakanzen zu berbrcken. Gesucht werden Manager auf Zeit in erster Linie im persnlichen Netzwerk der Fhrungs-krfte. Erst danach greifen diese auf spezialisierte Unternehmen zurck. Werden externe Mitarbeitende in Betracht gezogen, so fehlt oft ein klarer Selektionsprozess. Dies alles hat zur Folge, dass nur selten eine Auswahl von mehreren Personen vorhanden ist. Wachsende Bedeutung: Management-auf-Zeit wird in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen, darber sind sich die Schweizer Fhrungskrfte einig. Begrndet wird dies mit dem raschen technologischen Wandel, dem Kostendruck, der demografischen Entwicklung und den allgemein steigenden Anforderungen an ein Unternehmen. In der Regel greifen Unternehmen erst dann auf externe Fhrungskrfte zurck, wenn sich Projekte nicht mehr mit fest angestellten Mitarbeitenden umsetzen lassen. Damit nehmen die Unternehmen das Risiko in Kauf, das eigene Personal einer Doppelbelastung auszusetzen und Marktchancen zu verpassen. Kulturelle Barrieren: Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch erscheint, lsst sich mit der Unternehmens-kultur erklren. … Lsungsorientiertes Handeln steht noch zu wenig im Vordergrund. Die Fokussierung auf die Kosten (ohne die Vollkosten zu kennen) fhrt vielmehr dazu, dass bei der Besetzung einer Kaderstelle oder bei einem Projekteinsatz oft nur die zweit- oder drittbeste Lsung gewhlt wird. Damit Untersttzung von Auen nicht nur in Notlagen und unter grtem Zeitdruck gesucht wird, muss sich die Kultur in den Unternehmen wandeln. Dann lassen sich auch bei der regulren Beschaffung externe Lsungen prfen, und die Unternehmen knnen hinsichtlich Verfgbarkeit, Flexibilitt und Know-how von externen Fhrungskrften profitieren. Dieser Wandel findet nicht einfach im Kopf statt. Die Konzepte und Verfahren bei der Suche von Kaderleuten und Projektleitern mssen angepasst werden, damit Manager-auf-Zeit in den ordentlichen Beschaffungsprozess einbezogen werden. Dabei sollten Unternehmen stets nach der besten Lsung streben. Nicht in allen Fllen macht es Sinn, eigenes Personal und Know-how aufzubauen, sowohl hinsichtlich Qualifikation wie Wirtschaftlichkeit. Auf diese Weise wird die Basis fr eine problemlsungsorientierte Kultur gelegt. Mit der Entscheid zugunsten von Management-auf-Zeit, gilt es, dieses Mandat zu planen: Wer sich vorgngig Klarheit ber das konkrete Ziel eines Einsatzes verschafft, kann daraus die detaillierte Aufgabenstellung ableiten und ein Anforderungsprofil erstellen. Gleichzeitig sollte sich ein Unternehmen ber den zeitlichen Verlauf des Einsatzes bewusst werden. Je nach Intensitt lassen sich unterschiedliche Phasen planen, wodurch sich das Engagement auf das Wesentliche beschrnken lsst. Fazit : Management-auf-Zeit hat heute einen festen Platz in der Arbeitswelt, viele Schweizer Unternehmen haben ber die letzten Jahre positive Erfahrungen damit gesammelt. Diese Arbeitsform wird in Zukunft noch mehr Anwendung finden. Dies gelingt um so besser, je schneller interne Prozesse und Ablufe angepasst werden. Die Transparenz in der Kostenstruktur ist zu verbessern. Und der Beschaffungsprozess ist derart anzupassen, dass externe Kandidaten von Anfang an bercksichtigt werden. Damit wird es den Unternehmen leichter fallen, an Flexibilitt zu gewinnen, Vakanzen zielgerichtet zu besetzen, Projekte rasch und effektiv umzusetzen und dadurch grundstzlich erfolgreicher zu sein. (Von Reto Grendelmeier)
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