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Machtwechsel in China: Die Zeichen stehen auf Wohlstand

Öffnung des Landes wird weiter vorangetrieben ++ Kommentar von Hu Xiaolong, Geschäftsführer Staufen China
(PM) Kngen/Shanghai, 22.11.2012 - Seit dem 15. November steht mit Xi Jinping ein neuer Mann an der Spitze der Kommunistischen Partei Chinas sowie des Militrs, im Mrz kommenden Jahres bernimmt er mit dem dritten Amt als Staatsprsident vollstndig die Rolle des bisherigen Machtinhabers Hu Jintao. Die Marschrichtung der nchsten Jahre ist dabei klar: solides Wachstum, das auf mehr Wohlstand und Innovation basiert.

Vor allem die Innovation soll als Treiber fr Wachstum massiv gefrdert werden. China begngt sich nicht mehr damit, nur die verlngerte Werkbank des Westens sein – es will zum Entwicklungszentrum der Welt aufsteigen. Hochqualifiziertes Personal und die Untersttzung der Regierung sind dafr ein fruchtbarer Nhrboden. Auch Qualitt und Effizienz werden entsprechend eine grere Rolle bei chinesischen Unternehmen spielen. Produkte aus der Volksrepublik sollen den Wettbewerb in absehbarer Zeit nicht mehr nur ber den Preis schlagen – sondern vielmehr eine ernstzunehmende Konkurrenz in technologischer Hinsicht werden. Gleichzeitig wird die moderne Dienstleistungsindustrie als wichtiger Wirtschaftssektor ausgebaut.

Fr europische Unternehmen bedeutet diese Entwicklung in China jedoch nicht nur starken Wettbewerb – es tun sich auch neue Chancen auf. Die direkten Eingriffe des Staates in den Markt sollen deutlich reduziert werden, mit dem Ziel, gleiche Marktbedingungen fr Firmen aller Rechtsformen zu schaffen. Darber hinaus will die Regierung den Inlandskonsum strken und erreichen, dass sich das Pro-Kopf-Einkommen bis 2020 im Vergleich zu 2010 verdoppelt. Dies wird zwar vor allem ber ein steigendes Lohnniveau geschehen, was den Kostenvorteil des Standorts weiter schmlert. Die Potenziale, die dafr im chinesischen Absatzmarkt geweckt werden, wiegen diesen Nachteil aber deutlich auf.

Es scheint, als wrde die Geschftsttigkeit fr europische Unternehmen in China in absehbarer Zeit einfacher werden. Auch der Korruption sagt die neue Parteispitze klar den Kampf an. Obwohl der Kostenvorteil langsam verloren geht, warten im Land der Mitte also viele Mglichkeiten auf investitionswillige Firmen. Entscheidender Erfolgsfaktor bleibt aber weiterhin der Wille, sich mit dem Land und seinen Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Nur dann wird es gelingen, diese Mglichkeiten auch tatschlich zu nutzen.

ber den Autor

Hu Xiaolong ist Geschftsfhrer der Staufen Shanghai Consulting Academy Ltd. Der 36-jhrige Diplom-Ingenieur und Diplom-Wirtschaftsingenieur aus Shanghai lebte fnfzehn Jahre in Deutschland und leitet seit 1. Januar 2012 gemeinsam mit Markus Franz die Staufen-Dependancen in Shanghai und Shenyang. Dort bert er deutsche wie chinesische Unternehmen in Sachen Lean Management, schlanke Prozesse, Supplier Management und Sourcing.
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