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M+M Versichertenbarometer 2011: Soll die PKV abgeschafft werden?

Sind konkurrierende Kassensysteme aus Versichertensicht sinnvoll?
(PM) Kassel, 23.03.2011 - Anfang 2011 treten gleich mehrere wichtige nderungen zur gesetzlichen Krankenkasse (GKV) und zur privaten Krankenversicherung (PKV) in Kraft. Zum einen steigt der Beitragssatz fr Kassenpatienten und zum anderen wird der Wechsel in die private Krankenversicherung fr Angestellte und Arbeitnehmer deutlich erleichtert.

Die umstrittene Gesundheitsreform des Gesundheitsministers Philipp Rssler (FDP) beschert Kassenpatienten ab dem 01. Januar 2011 einen deutlich hheren Krankenkassenbeitrag. Der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenkasse steigt von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent. Auch Versicherte der privaten Krankenversicherung mssen sich ab Januar 2011 auf hhere Beitrge einstellen. Bis auf wenige Ausnahmen nehmen alle PKV Anbieter eine Beitragserhhung vor, im Durchschnitt erhhen sich die Prmien fr PKV-Tarife um 7 Prozent.

Die gesetzliche sowie die private Krankenkasse stehen in Deutschland seit Jahren in einem harten Konkurrenzkampf. Immer wieder und in der letzten Zeit hufiger wird in der Politik auch ber eine Abschaffung des bisherigen, in PKV und GKV gegliederten, Gesundheitssystems gestritten. Vor allem der Begriff „Zweiklassenmedizin“ wird augenblicklich heftig diskutiert.

Doch soll die Trennung zwischen gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen aufrechterhalten werden? Nein, so die klare Antwort des Bundesverbands der Verbraucherschtzer. Ein Nebeneinander verursache nur zu hohe Kosten und darum gehre die PKV abgeschafft.

Der Verband der privaten Krankenversicherung widerspricht diesen Aussagen. Dagegen gehalten wird, dass vielmehr die PKV durch die hohen Erstattungen dafr sorge, dass die Leistungen - auch in der GKV - auf einem qualitativ hochwertigen Niveau ausgefhrt werden knnen. Zudem mssten viele Beamte und Selbstndige in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht unbedingt den Hchstbeitrag zahlen. Dies wrde aber bedeuten, dass dem gesetzlichen System durch den Entfall der PKV gar nicht so viel Geld zuflieen wrde wie veranschlagt. Das deutsche Gesundheitssystem zhle weltweit zu den leistungsfhigsten und gerade die Trennung zwischen PKV und GKV sorge fr die Effizienzen in diesem System.

Das M+M Versichertenbarometer 2011 zeigt die Meinung der Bundesbrger hierzu deutlich: Lediglich 28,3 der befragten Bundesbrger empfinden die Existenz von zwei konkurrierenden Krankenversicherungssystemen als sinnvoll, die Mehrheit (48,0%) dagegen hlt dies nicht fr sinnvoll.

Das die Existenz von zwei konkurrierenden Krankenkassensystemen in Frage zu stellen ist, zeigt auch die Aussage von Wolfgang Greiner, Professor fr Gesundheitskonomie an der Universitt Bielefeld „Die Tatsache, dass derzeit nur bestimmte Einkommens- oder Berufsgruppen die Mglichkeit der privaten Absicherung haben, ist ausgesprochen angreifbar und erschwert einen echten Wettbewerb zwischen den Systemen“. Dieser Missstand liee sich durch die Abschaffung der PKV beseitigen. „Ich denke, dass es auch die meisten Brger deutlich angemessener fnden, wenn die Wahl des Krankenversicherungssystems nicht mehr von der Hhe ihres Einkommens abhngig wre“, so der Experte.

Entsprechend der mehrheitlich kritischen Einstellung zum momentanen Krankenversicherungssystem fllt auch die Bewertung auf die Frage: „Sollte es in Zukunft weiterhin eine Trennung zwischen gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) geben?“ aus. 6 von 10 Befragte sind gegen eine Trennung, der Rest befrwortet diese. Bemerkenswert dabei ist, dass sogar 41,4% der PVK-Versicherten eine weitere Trennung ablehnen.

Mit dem M+M Versichertenbarometer verffentlicht die M+M Management + Marketing Consulting GmbH (Kassel) nun zum siebten Mal in Folge eine Benchmarkingstudie zur Kundenorientierung im deutschen Krankenkassenmarkt. Zentraler Untersuchungsgegenstand sind die Kundenzufriedenheit und die Kundenbindung sowie deren Zusammenhnge und Wirkungsbeziehungen.

Mehr unter www.m-plus-m.de
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