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Pressemitteilung

Life Trust Lebensversicherungsfonds – BAC Quo Vadis?

Exit-Strategien für Anleger
(PM) Hamburg/Bremen, 18.03.2011 - Zahlreiche Lebensversicherungsfonds befinden sich aktuell in einer finanziellen Schieflage. Grnde hierfr sind im Wesentlichen falsche medizinische Gutachten und nicht eingeplante Prmienzahlungen. Privatanlegern drohen bei diesen Anlagevehikeln groe Verluste. Besonders prekr sieht es derzeit bei dem Lebensversicherungs-Fondsanbieter Berlin Atlantic Capital (BAC) aus.

Das deutsch-amerikanische Emissionshaus BAC Berlin Atlantic Capital GmbH ist auf Investitionen im US-amerikanischen Zweitmarkt fr Lebensversicherungen spezialisiert. Das 2004 gegrndete Emissionshaus, mit Standorten in Berlin und Atlanta, hat bis September 2010 insgesamt 22 Beteiligungsangebote initiiert, an denen sich rund 8.000 Anleger mit ber 250 Millionen Euro beteiligt haben.

Wie das Fondsmanagement in einem Bericht vom Januar 2011 besttigt, droht nun den Anlegern von BAC der Verlust ihrer Einlagen. Denn allen Lebensversicherungspolicen von BAC, welche im Lifetrust Asset Pool (LTAP) gebndelt werden, droht die Zwangsverwertung durch die amerikanische Bank „Wells Fargo“. Wir kam es dazu?

Hintergrund der aktuellen Situation bei den Life Trust Lebensversicherungsfonds ist, dass die LTAP im Jahre 2008 einen Kredit in Hhe von 225 Millionen US-Dollar aufnahm, um damit ein Policenportfolio von circa 1.000 Policen aufzubauen. „Dieses gelang jedoch nicht. Im Gegenteil, die Fonds konnten nicht von dem prognostizierten Tod der Versicherungsnehmer profitieren und folglich auch nicht die aufgenommenen Kredite zurckzahlen.“ Die finanzielle Schieflage wird deutlich, wenn ein Blick in den Bericht des Fondsmanagements von 2011 geworfen wird. Dort ist folgendes Zahlenbeispiel zu finden:

„Sollte keine einzige Police fllig werden, so wrden die maximalen Prmienzahlungen bei 630 Millionen US-Dollar liegen. Bei diesem Szenario wrde weiteres Fremdkapital in Hhe von mehreren Millionen Dollar bentigt.“

Der Versuch von BAC, durch ein sogenanntes „Chapter 11 Verfahren“ die Rckzahlung der Darlehensverbindlichkeiten gestundet zu bekommen, ist Anfang Mrz gescheitert. Nun ist zu erwarten, dass „Wells Fargo“ alle Policen „zwangsverkaufen“ wird, um noch einen Teil seiner gewhrten Darlehen zurck zu bekommen. In diesem Falle htten die BAC-Fonds kein eigenes Kapital und die Anleger wrden ihr eingesetztes Geld verlieren.

Folglich stellen sich viele Anleger die Frage nach einer Exit-Strategie. „Hier kommt eventuell die Mglichkeit in Betracht, den Vertrieb der US-Lebensversicherungsfonds ins juristische Fadenkreuz zu nehmen“, erklrt Tiedemann. Die Life Trust Fonds wurden von Banken und unabhngigen Finanzberatern vertrieben. Erfahrungsgem wurden bei Beratungen handwerkliche Fehler gemacht, die zu Schadensersatzansprchen der Anleger fhren knnen. Exemplarisch ist dabei das fehlerhafte Herausstellen der Sicherheit der Anlage, mangelnde rechtzeitige Prospektbergabe und das Verschweigen von Provisionen zu nennen.

Aber auch eine mangelnde Plausibilttsprfung seitens der Anlageberater kann zu Schadensersatzansprchen fhren, wie der BGH im Februar 2011 wiederholt entschied (BGH, Urteil vom 17.02.2011 –III ZR 144/10). „Anlageberater mssen sich zum Beispiel die Frage gefallen lassen, warum sie etwa nicht darauf hinwiesen, weshalb die durchschnittlichen Laufzeit der Policen mit 106 Monaten deutlich lnger ist, als die prognostizierten Laufzeiten der Life Trust Beteiligungen. Von Hinweisen ber die hohe Fremdfinanzierung und deren Risiko und die exorbitanten Prmienzahlungen ganz zu schweigen“, so Tiedemann abschlieend.
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Die Bremer Rechtsanwälte Jan-Henning Ahrens und Jens-Peter Gieschen gründeten 2007 die KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht Ahrens und Gieschen - Rechtsanwälte in Partnerschaft mit Sitz in Bremen und Hamburg. Die ...
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