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Leonardo da Vinci – seine Bilder sind nur ein kleiner Teil seines Schaffens

(PM) Berlin, 07.05.2012 - Leonardo da Vinci darf man mit Fug und Recht als Genie bezeichnen. Und zwar als ein Genie, das in vielen unterschiedlichen Bereichen zuhause war. Leonardo da Vinci Bilder nehmen nur einen kleinen Teil in seinem umfangreichen Schaffen ein. Ebenso bekannt sind seine anatomischen Studien, die botanischen Skizzen und berlegungen, Zeichnungen auf dem Sektor der Geometrie, mathematische Berechnungen sowie natrlich die damals als Fantastereien belchelten Darstellungen zu technischen Errungenschaften, die fr die heutigen Menschen als selbstverstndlich gelten. Beispielhaft mgen dazu die Hubschrauber gelten, die er bereits damals als mglich angesehen hat.

Leonardo da Vinci lebte zwar whrend der Renaissance, im 15. und 16. Jahrhundert also, hob sich aber deutlich von den anderen Knstlern seiner Zeit ab. Denn whrend es fr seine Zeitgenossen selbstverstndlich war, die antiken Kunstformen nachzuahmen und letztlich neu zu beleben, ging es ihm selbst darum, den Menschen in der umgebenden Natur abzubilden. Auf den allermeisten seiner Darstellungen von Personen sind einige Pflanzen zu sehen – oft genug stellte er Frauen und Mnner sogar drauen oder zumindest vor einem Blick in die Landschaft dar. Zugleich legte er ganz besonderen Wert auf die Ausgestaltung der Gesichter. Erst nach zahllosen Studien und Skizzen begann er mit dem Malen, um auch tatschlich den Charakter der Persnlichkeiten einzufangen.

Dass Leonardo da Vinci trotz der Vorreiterstellung in der Renaissance mit seinen Bildern nicht aneckte, sondern vielmehr sehr erfolgreich damit war, liegt vor allem an seinem Wesen und dem damit begrndeten Erfolg bei seinen Auftraggebern. Der Knstler fertigte fast ausschlielich lgemlde auf Bestellung an. Das war whrend der Renaissance zwar weitgehend blich, aber Leonardo da Vinci malte fr die einflussreichsten Frstenhuser seiner Zeit. Dazu zhlen vor allem die Medici und die Sforza. Beide Geschlechter waren bekanntlich nicht gerade zimperlich im Umgang mit ihren Untergebenen wie auch mit den Rivalen. Und aufgrund ihrer Vormachtstellung konnten sie sich einen exklusiven Geschmack erlauben, da sie sich in keiner Weise vom Urteil anderer abhngig fhlten.

Hinzu kommt, dass Leonardo da Vinci mit seiner einfhlsamen Art die Menschen fr sich einnehmen konnte. Dabei war er offen und zugnglich, dabei aber sehr sensibel. Misserfolge, die indessen sehr selten vorkamen, machten ihm sehr zu schaffen. Das vermutlich einzige seiner Bilder, das sein Auftraggeber nicht in der ersten Fassung akzeptierte, ist die Madonna in der Felsengrotte aus den Jahren 1483 bis 1486. Der Knstler hatte sich vielleicht sogar bewusst ber die Vorgaben seines Kunden hinweggesetzt und die Heiligen ohne goldenen Schein und noch dazu in einer finsteren Hhle dargestellt. Die zweite Version fand Anklang, aber Leonardo da Vinci beendete es nicht mehr selbst, sondern berlie die abschlieenden Arbeiten daran einem seiner Schler.

Auch whrend seines Aufenthaltes beim Vatikan, wohin in der jngere Bruder von Papst Leo X. – ein Medici brigens – berief, konnte er nicht auf den bis dahin gewohnten Erfolg hoffen. Der Papst lie ihn bespitzeln, weil ihm seine anatomischen Studien suspekt waren. Zudem hatte er sich gegen seine jngeren Malerkollegen Raffael und Michelangelo durchzusetzen – eine Rivalitt, die er keineswegs gewhnt war. Das einzige Bild aus den wenigen Jahren beim Vatikan ist Johannes der Tufer. Dort ist der Heilige vor einem einfarbig dunklen Hintergrund dargestellt, lediglich Gesicht, Oberkrper und ein Arm leuchten hell hervor. Das Besondere an diesem spten Gemlde ist das lchelnde Gesicht des Johannes. Das mit Abstand bekannteste Bild von Leonardo da Vinci Mona Lisa. Dabei handelt es sich um ein sehr kleinformatiges Gemlde, das in den Jahren 1503 bis 1506 entstand. Das eigentmliche und geheimnisvolle Lcheln der Frau faszinierte schon die Zeitgenossen des Malers, und dieser Bann ist bis heute ungebrochen.

Mona Lisa zhlt zu den ganz wenigen Arbeiten, die Leonardo da Vinci nicht im Auftrag ausfhrte. ber die dargestellte Person gibt es viele Spekulationen. Die meisten besagen, dass es sich um eine neapolitanische Hausfrau handelt, was indessen aufgrund der brigen Modelle des Meisters beinahe unwahrscheinlich anmutet. Dieser These widerspricht auch der Umstand, dass sich der Knstler sein ganzes Leben lang nicht von dem einzigartigen Gemlde trennte. Schon der erste Biograf uerte die Vernutung, dass es sich um den heimlichen geliebten Salai handeln knne, wobei Mona Lisa ein Anagramm zu Mon Salai sei.
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