VOLLTEXTSUCHE
Pressearchiv
Redaktionsbro conovo
Pressemitteilung

Land- und Forstwirtschaft - Neue Gewerbegrenzen im Blick

Schon bald gelten für alle Betriebe strengere Regeln zur Abgrenzung zwischen Land- und Forstwirtschaft (LuF) und Gewerbe. Wer sich nicht darauf einstellt, riskiert hohe Zusatzkosten.
(PM) Bonn, 26.10.2012 - Die Zeit drngt: Nur noch im laufenden Wirtschaftsjahr besteht ein Wahlrecht, ab dem Wirtschaftsjahr 2013/14 werden die Neuregelungen fr alle Betriebe zur Pflicht. Betroffen sind alle Land- und Forstwirte, die neben der Vermarktung ihrer Urproduktion Zukaufsware veruern oder Dienstleistungen erbringen.

Viele Ttigkeiten unterliegen jetzt strengen Bedingungen und Umsatzgrenzen, andernfalls droht die steuerliche Umqualifizierung zum Gewerbebetrieb. Welche Einstufung der Fiskus vornimmt, hat eine groe Tragweite. Neben der Bedeutung fr die Einkommen-, Gewerbe- und Umsatzsteuer ergeben sich Konsequenzen auch fr die Erbschaftsteuer oder die Feststellung des Einheitswertes fr Immobilien, der mageblich fr die Bemessung der Grundsteuer ist.

Viele Unternehmen haben noch keine hinreichenden Vorkehrungen getroffen, warnt die Wirtschaftskanzlei DHPG. Um gewerbliche „Infektionen“ zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, gewerbliche Teilbetriebe auszulagern. Land- und Forstwirte sollten die Konsequenzen fr das eigene Unternehmen genau prfen und ihre Betriebsstrukturen bei Bedarf anpassen. Denn: Viele steuerliche Auswirkungen lassen sich im Vorfeld erkennen und mit organisatorischen oder vertraglichen Manahmen abmildern oder sogar vermeiden. Dies gilt insbesondere fr die neuen Regelungen zur Unterscheidung zwischen Handelsumsatz und Dienstleistungen. Gerade in diesen Bereichen besteht Gestaltungsspielraum.

Schon vergleichsweise kleine Abweichungen knnen groe Wirkungen haben. Finanzbehrden knnen nicht nur Teilumstze neu bewerten, sondern auch ein Unternehmen im Ganzen steuerlich neu einstufen. Im schlimmsten Fall kann dies beispielsweise bei Personengesellschaften (z.B. GbR oder KG) dazu fhren, dass smtliche Einknfte des landwirtschaftlichen Betriebes zu gewerblichen Einknften umqualifiziert werden. Dies hat u.a. zur Folge, dass Steuervorteile nicht mehr genutzt werden drfen und die Unternehmen gewerbesteuerpflichtig werden. Nicht nur in steuerrechtlicher Hinsicht drohen Verschlechterungen. Auch in anderen Bereichen, in denen landwirtschaftliche Unternehmen privilegiert werden, bringt die Gewerblichkeit Nachteile mit sich, etwa der Verlust der Privilegierung beim Baurecht im Auenbereich oder Nutzungsnderungsanzeigen. Einzelfragen sollten mit einem fachkundigen Berater durchgesprochen werden, um gewerbliche „Infektionen“ zu umgehen.
PRESSEKONTAKT
conovo media GmbH
Herr Thomas Koch
Kolumbastr. 5
50667 Köln
+49-221-356860-0
E-Mail senden
Homepage
ZUM AUTOR
�BER DHPG

Die DHPG ist mit über 400 Mitarbeitern an neun Standorten in Deutschland vertreten und gehört somit zu den 15 größten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland. Sie ist aktives Mitglied von NEXIA ...
DRUCKEN| VERSENDEN | RSS-FEED |
SOCIAL WEB
PRESSEFACH
Redaktionsbro conovo
Deutz-Mlheimer Str. 183 d
51063 Kln
zum Pressefach
Anzeige
PRESSEARCHIV
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG