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Pressemitteilung

Kleines Knigge-Lexikon

(PM) , 10.10.2007 - Zeitgeme Umgangsformen sind in manchen Punkten durchaus branchenabhngig, verfolgen aber immer das Ziel, dem Einzelnen eine reibungslose Integration in die Gesellschaft zu ermglichen. Wer sich darin auskennt, Fettnpfchen weitrumig zu umgehen, besitzt ein nicht zu unterschtzendes Kapital, mit dem sich wuchern lsst – im Job und privat.

Auslndische Gste im Unternehmen
Halten Sie Stadt- und Einkaufsinformationen in der jeweiligen Landessprache bereit, kmmern Sie sich auch nach Dienstschluss um Ihre Gste, organisieren Sie nur Programmpunkte, die ankommen (z.B. eine Bowling-Partie fr Amerikaner). Bei einem Theater-Besuch achten Sie darauf, dass das Programm nicht zu politisch oder zu offenherzig ist. bergeben Sie keine Geschenke, die die Gste nicht transportieren knnen.

Betriebsfeiern
Betriebsfeste sind eine gute Gelegenheit, Mitarbeiter und Kollegen zwanglos besser kennen zu lernen, bergen aber auch Gefahren und knnen Ihren guten Ruf, den Sie das ganze Jahr ber aufgebaut haben, gefhrden. Darum zerstren Sie Ihr professionelles Image nicht durch:
• einen radikalen "Rollenwechsel" in punkto Outfit. Richten Sie sich nach dem Dresscode auf der Einladung und bleiben sie whrend der Feier komplett angezogen.
• Vergessen Sie den Streit im Bro, seien Sie frhlich, jedoch nicht aufgekratzt.
• Liefern Sie sich keine Schlacht am Buffet, wischen Sie niemandem eins aus, falls Sie einen Beitrag zum Programm leisten. Das kommt unweigerlich zurck.
• Reden Sie nicht ber Themen, die beim Small Talk tabu sind (Geld, Sex, der Fhrungsstil des Chefs, die Zicke aus dem Vertrieb, Ihre letzte Blasenentzndung). Punkten Sie mit Ihren Kindheitserinnerungen an Weihnachten und Ihrem Bildungsurlaub.
• Halten Sie sich mit Alkohol zurck. Sie wissen, wie Sie nach 2, 4, 6 Glsern wirken. Stark Angesuselte bersehen Sie taktvoll.
• Wehren Sie Knutschattacken standhaft ab. Machen Sie niemandem schne Augen und vergreifen Sie sich nicht im Ton.
• Und am Morgen danach sind Sie im Bro – auch wenn es ein bisschen spter wird als eingeplant.

China
Lassen Sie sich einfhren und vorstellen (Handelsdelegationen, Banken ...), da Chinesen mit Fremden keine Geschfte machen. Bringen Sie Ihren eigenen Dolmetscher mit. Chinesen sind im Alltagsleben hufig recht ungeduldig und aggressiv. Je lauter sie sprechen, umso mehr fhlen sie sich im Recht. Arrogantes Auftreten und ein tief sitzendes Minderwertigkeitsgefhl gehen oft Hand in Hand. Falls Sie einen Fehler machen, knnen Sie sich nicht oft genug entschuldigen. Pnktlichkeit ist wichtig, ein klares Nein dagegen beleidigend. Das Heben der Augenbrauen knnte Ablehnung bedeuten.

Dont’s beim Meeting:
• Kommen Sie nicht zu frh oder zu spt zu einer Verabredung.
• Bauschen Sie die Fehler anderer nicht auf. Niemand ist perfekt.
• Stellen Sie andere bei Stilfehlern nicht blo. Es gengt, wenn Sie wissen, wie man es richtig macht.
• Lassen Sie sich nicht ausnutzen.

E-Mails
Obwohl Sie sich hier kurz fassen, knnen E-Mails den gleichen Stellenwert wie ein Brief haben. Auch sie werden oft archiviert und geben Auskunft ber Ihren persnlichen Stil. Deshalb verfassen Sie Ihre E-Mails – externe wie interne – genauso sorgfltig wie Ihre Briefe in einem sachlichen, serisen, hflichen Stil.
Fr E-Mails gelten dieselben Grundregeln wie fr die klassische Korrespondenz. Also gehren Anrede und Gruformel hinein. Bei guter Bekanntschaft drfen es schon einmal lockere Formulierungen sein, zum Beispiel nur "Gru". Wer antwortet, kann sich nach den Schlussworten des Absenders richten.
Umgangssprache, durchgehende Klein- oder Groschreibung sowie Tipp- und Rechtschreibfehler sind auch in E-Mails nicht akzeptabel. Geht die E-Mail ins Ausland, werden Umlaute ausgeschrieben. Die Abkrzung "MfG" (Mit freundlichen Gren) zerstrt jede gut gemachte Nachricht!
Bei einem effizienten E-Mail-Management formulieren Sie eine aussagekrftige Betreffzeile, stellen das Wichtigste an den Anfang, also in die ersten Zeilen, erklren, was sich im Anhang befindet, nehmen Abstand von "Pingpong"-Mails (falls doch, die Betreffzeile aktualisieren), vom cc-Absicherungswahn und von unklaren Betreffzeilen. Bei Ja-/Nein-Antworten kann die Betreffzeile genutzt werden. Tragen Sie Streit persnlich aus, nicht per E-Mail, antworten Sie nicht im Affekt und seien Sie vorsichtig mit Humor, Sarkasmus und Ironie. Bei lngeren Geschftsreisen schalten Sie einen "Abwesenheitsassistenten". Einladungen zu offiziellen Terminen, Festlichkeiten sowie Beileidsbekundungen sind nur stilvoll per Brief. Auf Weihnachts-, Neujahrs- und Geburtstagskarten darf per Mail geantwortet werden.

Fax
In bestimmten Fllen knnen Sie auf demselben Fax antworten. Wollen Sie nicht direkt auf das Dokument schreiben, benutzen Sie einen Klebezettel, den Sie hinterher entfernen knnen. Ein Fax darf ruhig handschriftlich sein, wenn es nicht durch eine furchtbare Klaue unleserlich wird.
Vorsicht: In den meisten Firmen knnen auch Kollegen(innen) das Fax zu sehen bekommen. Vertrauliche Sachen sollten daher nur per Brief geschickt werden. Notieren Sie auf jedem Fax, fr wen es bestimmt ist, sofern es nicht an einen einzelnen Selbststndigen geht.

Firmenwagen
Sind Sie mit dem Firmenwagen zum Kunden unterwegs? Dann begutachten Sie Ihren fahrbaren Untersatz sehr kritisch von auen und innen: Ist Ihr Wagen aufgerumt und sauber? Entsorgen Sie allen Abfall, leeren Sie den Aschenbecher. Halten Sie Ihr Auto blitzsauber fr den Fall, dass Sie jemanden chauffieren mssen.

Gren
Gren kann man gar nicht genug. Dabei ist der Blick in die Augen obligatorisch. Gegrt wird immer dann, wenn man eine Zeitlang dicht beieinander ist oder/und gemeinsame Gastgeber/Interessen hat. Wer neu auf eine andere Gruppe stt, grt die Anwesenden. Im Geschftsleben zhlt die Autoritt/die Hierarchie, d.h. der Jngere wird als Vorgesetzter z.B. von dem lteren Mitarbeiter gegrt. Souverne Menschen pochen nicht auf ihr Recht: Der Chef "darf" ruhig als erster seine Sekretrin gren.

Handy
Nicht dort lauthals telefonieren, wo andere ein Recht auf Ruhe, Entspannung, Konzentration und Genuss suchen – niemand ist allein auf der Welt.
Sie haben es weiter nicht ntig, stndig darzustellen, wie enorm wichtig und beliebt sie sind. Sie verwenden Ihr Handy nur, wenn es fr den Arbeitsfluss unabdingbar ist. Fr wichtige Personen erreichbar zu sein, wo immer Sie sind, ist fr Ihre Karriere ntzlich. Leisten Sie sich dennoch hin und wieder den Luxus, unerreichbar zu sein. Und bedenken Sie als umsichtigen Mensch: Das Klingeln eines Handys im Beisein anderer bedeutet in vielen Fllen eine Strung oder die Unterbrechung eines Gesprchs.

Klingeln im Meeting
• Schalten Sie vor einem Meeting grundstzlich Ihr Handy aus. Haben Sie das einmal vergessen, entschuldigen Sie sich kurz und stellen auf Mailbox um. Die sollte immer aktiv sein, um Anrufer nicht zu enttuschen.
• Nun kann es aber sein, dass Sie ein wichtiges Telefonat erwarten, das keinen Aufschub erlaubt. Teilen Sie dies am Anfang des Meetings der Runde mit und legen Ihr Telefon, auf Lautlos-Modus gestellt, offen hin. Meldet es sich, bitten Sie um Entschuldigung und gehen hinaus, um mit dem Anrufer zu sprechen.
• Gute Variante: Sie bergeben ihr Handy einer Sekretrin, die Sie fr einen bestimmten Anruf herauswinkt.
• In den USA heit das Handy "cellular"/"cell phone", in Grobritannien "mobile".
• Achten sollten wir auch auf die Klingel-Melodie. Hier ist ein serises Gerusch oft besser als der neueste Rocksong, Vogelgezwitscher oder Beethoven.

Jackett ausziehen?
Nein, nicht bei halbwegs offiziellen Anlssen, solange sich der Gastgeber des Jacketts noch nicht entledigt hat oder die Gastgeberin dazu auffordert. Auch sonst nichts lockern! In Meetings danach fragen – gilt auch fr Frauen. GastgeberInnen nehmen auf sommerliche Temperaturen Rcksicht und bieten "Entblttern" frhzeitig an. Wenn Sie Ihr Jackett whrend einer Besprechung anlassen, gewinnen Sie an Autoritt.

Kommunizieren
Mit Ihrer schriftlichen Kommunikation dokumentieren Sie im wahrsten Sinn des Wortes schwarz auf wei den Stil Ihres Unternehmens und prgen dessen Image mit. Gleichzeitig wird Ihr persnlicher Stil im Umgang mit Geschftspartnern und Kollegen erkennbar. Deshalb ist es sehr wichtig, Korrespondenz jeder Art mit grter Sorgfalt zu erledigen. Briefe und Mails sind Visitenkarten wie Ihre Kleidung und Ihr Auftreten. Sie rcken das Unternehmen und Sie selbst in gutes oder schlechtes Licht.

...den kompletten Beitrag lesen Sie unter:
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