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Klammer zwischen Vergangenheit und Gegenwart – Was haben uns konservativ-liberale Denker heute noch zu sagen?

(PM) , 23.03.2007 - Von Ansgar Lange Bonn/Wien – Konservative sind meist theoriefaul. Dies mag ein Grund dafr sein, warum sie in Debatten mit Linken hufig den Krzeren ziehen. Immer wieder gibt es Bestrebungen, diesem Mangel abzuhelfen. Die Politische Akademie der sterreichischen Volkspartei www.modernpolitics.at unternimmt mit den beiden Bnden „Stichwortgeber fr die Politik“ jetzt einen neuen Anlauf. Auf jeweils knapp zehn Seiten erfhrt der interessierte Leser das Wichtigste ber konservative und liberale Denker wie Edmund Burke, Ludwig von Mises, Ludwig Erhard, Leo Strauss, Arnold Gehlen, Hermann Lbbe, Eric Voegelin, Paul Nolte, Nicols Gmez-Davila, Russel Kirk, Panajotis Kondylis, Erik Ritter von Kuehnelt-Leddihn, Roland Baader, Carl Schmitt, Robert Spaemann etc. Jedes Kapitel schliet mit ein paar besonders aussagekrftigen Zitaten des Portrtierten. Gnther Burkert-Dotollo, Direktor der Politischen Akademie und Mitherausgeber des Sammelbandes, macht in seinem Vorwort klar, was ihn an der Rhetorik des politischen Gegners strt. Die Linke be sich weniger in der Kunst der Argumentation, sondern eher in der Kunst der Gesinnungsethik: „Moralisierung der Politik, staatlich alimentierte Volkspdagogik und Meinungen ersetzen aber nicht den vorurteilsfreien politischen Diskurs.“ Mit den beiden Bchern soll eine Art Klammer zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlossen werden: „Die Autoren zeigen, welche Erkenntnisse der Stichwortgeber fr sie auch heut noch Gltigkeit besitzen. Sie sollten nicht vorzeitig auf dem Altar des Zeitgeistes geopfert werden.“ Von Edmund Burke lernen wir, dass sich auch heute noch ein „institutionenbejahender, pragmatischer, skeptischer und immer wirklichkeitsbezogener Zugang zu politischen Fragen“ lohnt. Burke ist insofern ein typischer Anti-Linker, als er utopische Programme zu Welt- und Gesellschaftsverbesserung ablehnte. Religion war in seinen Augen fr das Zusammenleben der Menschen unverzichtbar, weil sie das Gemeinwesen zusammenhlt. Die beiden sozialistischen Gewaltregime des 20. Jahrhunderts haben eindrucksvoll dokumentiert, wohin der Abfall von Gott und der Anspruch, die Menschheit mit einer verbrecherischen Ideologie beglcken zu wollen, fhren kann. Eine Wiederentdeckung wert ist sicher auch Arnold Gehlen, weil er eine Sozialphilosophie prgte, die den Konservatismus erstmals mit dem technischen Fortschritt vershnte. „Seine Thesen und Argumentationsfiguren sind generell technologieaffin. Damit bilden seine Thesen ein notwendiges Korrektiv zu den postmaterialistischen Schwrmereien der neuen sozialen Bewegungen. Gleichzeitig richten sie sich auch dezidiert gegen den anti-technischen Affekt vieler konservativer Theoretiker“, schreibt Bernhard Moser. Gehlen ist viel moderner als manche seltsamen Vertreter der so genannten „Neuen Rechten“, die ihn heute fr ihre politischen berzeugungen vereinnahmen wollen. Leider haben die Konservativen in Deutschland – auch abseits jener nicht ernst zu nehmender Gruppierungen – ihre Probleme mit dem technischen Fortschritt und stimmen aktuell auch ganz gern in den Chor der Klimahysteriker ein. Es ist unmglich, eine Inhaltsangabe der beiden empfehlenswerten Bnde vorzulegen. Man sollte sie einfach bestellen und lesen. Abschlieend lsst sich noch feststellen, dass die Konservativen in sterreich etwas mutiger zu sein scheinen als ihre Gesinnungsfreunde in Deutschland. Das gilt fr die Partei wie die parteinahe Stiftung. Burkert-Dottolo, Gnther/ Moser, Christian Sebastian (Hg.): Stichwortgeber fr die Politik (Set) Band I & II. Band I. ISBN: 3-200-00674-9. 160 Seiten, broschiert. Band II ISBN 978-3-200-00711-6. 194 Seiten, broschiert. Preis: € 19.00. Eigenverlag der Politischen Akademie, Wien 2007.
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